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Lan­des­lehr­plan für die Be­rufs­fach­schu­le

Die neue Pfle­ge­aus­bil­dung schafft – aus­ge­hend von un­ter­schied­li­chen Bil­dungs­we­gen und Sys­te­men – die Ba­sis für ein ge­mein­sa­mes pfle­ge­ri­sches Grund­ver­ständ­nis, das das Ziel hat, al­len Ver­sor­gungs­be­rei­chen ge­recht zu wer­den. Die­se Re­form ist not­wen­dig, um den pfle­ge­ri­schen Be­dar­fen der Be­völ­ke­rung und den da­mit ein­her­ge­hen­den kom­ple­xen An­for­de­run­gen an Pfle­gen­de ge­recht zu wer­den.

Ne­ben dem Pfle­ge­be­ru­fe­ge­setz und der Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nung für Pfle­ge­be­ru­fe ist der Bun­des­rah­men­lehr­plan die zen­tra­le Grund­la­ge für die Aus­bil­dung im Land. Die Lehr­plan­kom­mis­si­on hat die In­hal­te des Bun­des­rah­men­lehr­plans ge­sich­tet, aus­ge­wer­tet und in ei­ne pra­xis­ori­en­tier­te Fas­sung über­tra­gen. Sie hat sich da­bei von den Be­grif­fen „Fo­kus­sie­rung“ und „Ex­em­pla­rik“ lei­ten las­sen. Ziel ist es, so­wohl Bei­spie­le für kom­pe­tenz­ori­en­tier­tes Ler­nen vor­zu­stel­len als auch we­sent­li­che In­hal­te der neu­en Pfle­ge­aus­bil­dung für al­le Pfle­ge­schu­len im Land ver­bind­lich fest­zu­le­gen.

Den Leh­ren­den und Lehr­kräf­ten wird mit dem Lan­des­lehr­plan ei­ne Hil­fe­stel­lung an die Hand ge­ge­ben, mit der das ei­ge­ne Schul­cur­ri­cu­lum er­ar­bei­tet wer­den kann. Die zur Ver­fü­gung ge­stell­ten In­hal­te und Hand­rei­chun­gen sol­len die not­wen­di­gen team­in­ter­nen Ent­wick­lungs­pro­zes­se un­ter­stüt­zen. Die­se Ar­beit ist vor Ort zu leis­ten; we­der kann noch soll sie durch den Lan­des­lehr­plan vor­weg­ge­nom­men wer­den. Denn die In­ten­tion des Pfle­ge­be­ru­fe­ge­set­zes kann nur dann mit Le­ben ge­füllt wer­den, wenn Schul­lei­tun­gen und Leh­ren­de von Be­ginn an kla­re Fest­le­gun­gen tref­fen, was die Aus­zu­bil­den­den am En­de der Aus­bil­dung kön­nen soll­ten, da­mit sie in den un­ter­schied­li­chen Ver­sor­gungs­be­rei­chen ih­ren Be­ruf kom­pe­tent aus­üben und sich in in­ter­pro­fes­sio­nel­len Teams an­ge­mes­sen ein­brin­gen kön­nen.

Die vor uns lie­gen­den Her­aus­for­de­run­gen sind groß, sie sind aber durch­aus leist­bar. Der Lan­des­lehr­plan soll ei­nen Rah­men ge­ben, in dem dies ge­sche­hen kann.

Dr. Su­san­ne Ei­sen­mann
Mi­nis­te­rin für Kul­tus, Ju­gend und Sport
Man­fred Lu­cha MdL
Mi­nis­ter für So­zia­les und ln­te­gra­ti­on

Die Aus­bil­dun­gen in der Pfle­ge sind seit dem 1. Ja­nu­ar 2020 auf der Grund­la­ge des Pfle­ge­be­ru­fe­ge­set­zes (PflBG) und der Pfle­ge­be­ru­fe-Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nung (PflA­PrV) neu ge­re­gelt. Die zu­künf­ti­ge ge­ne­ra­lis­tisch aus­ge­rich­te­te Pfle­ge­aus­bil­dung er­for­dert Kom­pe­ten­zen, die für die Pfle­ge von Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen in un­ter­schied­li­chen Pfle­ge­set­tings und in un­ter­schied­li­chen Le­bens­si­tua­tio­nen not­wen­dig sind.

Die bun­des­ein­heit­li­chen Rah­men­lehr­plä­ne für den theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Un­ter­richt ori­en­tie­ren sich an dem Kon­zept der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Sie stel­len den Si­tua­ti­ons­be­zug und das ex­em­pla­ri­sche Ler­nen in den Vor­der­grund, um der ge­ne­ra­lis­tisch aus­ge­rich­te­ten Pfle­ge­aus­bil­dung und der da­durch er­for­der­li­chen Kom­pe­tenz­ent­wick­lung ge­recht zu wer­den.

Der vor­lie­gen­de Lan­des­lehr­plan für die Be­rufs­fach­schu­len für Pfle­ge bil­det den theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Teil der Rah­men­lehr­plä­ne ab, die Rah­men­aus­bil­dungs­plä­ne sol­len in den schul- und ein­rich­tungs­spe­zi­fi­schen Aus­bil­dungs­plä­nen Ein­gang fin­den.

Der hier vor­lie­gen­de Lan­des­lehr­plan folgt der Ent­wick­lungs­lo­gik und den Kon­struk­ti­ons­prin­zi­pi­en der bun­des­ein­heit­li­chen Rah­men­lehr­plä­ne, in­dem die­se voll­stän­dig über­nom­men wur­den: Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung, Pfle­ge­pro­zess­ver­ant­wor­tung und Si­tua­ti­ons­ori­en­tie­rung wer­den in der ent­spre­chen­den Lo­gik bei­be­hal­ten. Ver­än­de­run­gen im vor­lie­gen­den Lan­des­lehr­plan sind zu­sam­men­fas­sen­der, fo­kus­sie­ren­der und kon­kre­ti­sie­ren­der Art und in den ein­zel­nen cur­ri­cu­la­ren Ein­hei­ten vor­zu­fin­den. Dies zeigt sich an­hand der Dar­stel­lung des Fließ­tex­tes als Auf­zäh­lung und der Zu­sam­men­fas­sung kom­ple­xer oder sich wie­der­ho­len­der Text­pas­sa­gen. Ei­ne Kon­kre­ti­sie­rung der In­hal­te wird durch die Be­grif­fe „un­ter an­de­rem (u. a.)“ oder „zum Bei­spiel (z. B.)“ er­kenn­bar. Da­bei be­deu­tet „un­ter an­de­rem“, dass die for­mu­lier­ten In­hal­te ver­pflich­tend sind und in die schul­ei­ge­nen Cur­ri­cu­la in­te­griert wer­den müs­sen. „Zum Bei­spiel“ be­schreibt fa­kul­ta­ti­ve In­hal­te, wel­che die Schu­len nach ei­ge­nem Er­mes­sen ad­ap­tie­ren kön­nen.

Dar­über hin­aus fin­den sich in den cur­ri­cu­la­ren Ein­hei­ten Hin­wei­se auf die Fä­cher Re­li­gi­ons­leh­re und Deutsch. Ers­te­re sind mit „RL/REK“ ge­kenn­zeich­net und wer­den in­halt­lich kon­kre­ti­siert in den Bil­dungs­plä­nen der Kir­chen, letz­te­re sind mit „[D]“ ge­kenn­zeich­net. Die In­hal­te wer­den aus­bil­dungs­in­te­griert un­ter­rich­tet. An Schu­len in frei­er Trä­ger­schaft oder an den­je­ni­gen, die mit ei­nem Kran­ken­haus ver­bun­den sind, kön­nen die je­wei­li­gen In­hal­te auch als „Re­li­giö­se und ethi­sche Kom­pe­ten­zen ent­wi­ckeln“ bzw. als „Pfle­ge­fach­lich kom­mu­ni­zie­ren“ im Un­ter­richt be­han­delt wer­den.

Der vor­lie­gen­de Lan­des­lehr­plan für die Be­rufs­fach­schu­len für Pfle­ge lehnt sich da­mit eng an die bun­des­ein­heit­li­chen Rah­men­lehr­plä­ne an, die das grund­le­gen­de Ver­ständ­nis zu den di­dak­ti­schen Prin­zi­pi­en der Pfle­ge­aus­bil­dung mit ih­rer stu­fen­wei­sen Kom­pe­tenz­ent­wick­lung er­for­dern.

pla­ce­hol­der hea­ding

  • Pfle­ge­fach­frau/Pfle­ge­fach­mann (An­la­ge 1 und 2 PflA­PrV)
  • Ge­sund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge­rin/Ge­sund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ger (An­la­ge 3 PflA­PrV)
  • Al­ten­pfle­ge­rin/Al­ten­pfle­ger (An­la­ge 4 PflA­PrV)
 

pla­ce­hol­der hea­ding

CE
Cur­ri­cu­la­re Ein­heit – Ti­tel
1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel
3. Aus­bil­dungs­drit­tel
Sei­te
01
Aus­bil­dungs­start − Pfle­ge­fach­frau/Pfle­ge­fach­mann wer­den
70
–
–
7
02 (A, B)
Zu pfle­gen­de Men­schen in der Be­we­gung und Selbst­ver­sor­gung un­ter­stüt­zen
180
–
–
11
03
Ers­te Pfle­ge­er­fah­run­gen re­flek­tie­ren − ver­stän­di­gungs­ori­en­tiert kom­mu­ni­zie­ren
80
–
–
22
04
Ge­sund­heit för­dern und prä­ven­tiv han­deln
80
80
26
05
Men­schen in ku­ra­ti­ven Pro­zes­sen pfle­ge­risch un­ter­stüt­zen und Pa­ti­en­ten­si­cher­heit stär­ken
200
140
52
06
In Akut­si­tua­tio­nen si­cher han­deln
60
60
78
07
Re­ha­bi­li­ta­ti­ves Pfle­ge­han­deln im in­ter­pro­fes­sio­nel­len Team
80
80
95
08
Men­schen in kri­ti­schen Le­bens­si­tua­tio­nen und in der letz­ten Le­bens­pha­se be­glei­ten
160
90
122
09
Men­schen in der Le­bens­ge­stal­tung le­bens­welt­ori­en­tiert un­ter­stüt­zen
150
50
146
10
Ent­wick­lung und Ge­sund­heit in Kind­heit und Ju­gend in Pfle­ge­si­tua­tio­nen för­dern
120
60
162
11
Men­schen mit psy­chi­schen Ge­sund­heits­pro­ble­men und ko­gni­ti­ven Be­ein­träch­ti­gun­gen per­so­nen­zen­triert und le­bens­welt­be­zo­gen un­ter­stüt­zen
80
80
183
 
 
1.260
640
 
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