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CE 10 Ent­wick­lung und Ge­sund­heit in Kind­heit und Ju­gend in pfle­ge­ri­schen Si­tua­tio­nen för­dern

An­la­ge 1 PflA­PrV

10.1.1 In­ten­tio­nen und Re­le­vanz  [+]

Die­se cur­ri­cu­la­re Ein­heit be­zieht sich schwer­punkt­mä­ßig auf die pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung von Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen. Im be­son­de­ren Fo­kus ste­hen:

  • die Ent­wick­lungs­för­de­rung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen,
  • die Ori­en­tie­rung über das Hand­lungs­feld der Pfle­ge von Kin­dern und Ju­gend­li­chen,
  • die Vor- und Nach­be­rei­tung des Pflicht­ein­sat­zes in der Päd­ia­tri­schen Ver­sor­gung,
  • so­zia­le, kul­tu­rel­le und räum­li­che Be­son­der­hei­ten, die die (pfle­ge­ri­schen) Ge­stal­tungs­spiel­räu­me mit­be­stim­men,
  • die Ge­stal­tung ei­ner si­tua­ti­ons­ori­en­tier­ten Un­ter­stüt­zung durch die pro­fes­sio­nel­le Pfle­ge un­ter Wah­rung und För­de­rung der Selbst­stän­dig­keit und der Selbst­be­stim­mung,
  • die För­de­rung der El­tern­kom­pe­tenz durch In­for­ma­tio­nen, Be­ra­tung und Schu­lung,
  • die Ge­stal­tung der pfle­ge­ri­schen Be­zie­hung mit den El­tern, die oft­mals spe­zi­fi­sche pfle­ge­ri­sche Auf­ga­ben bei ih­ren Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen über­neh­men,
  • die Ge­stal­tung not­wen­di­ger Aus­hand­lungs­pro­zes­se und Rol­len­zu­wei­sun­gen,
  • die Be­rück­sich­ti­gung der in­di­vi­du­el­len Le­bens­ge­wohn­hei­ten im Um­gang mit ge­sund­heits- und ent­wick­lungs­be­ding­ten Pfle­ge­be­dar­fen,
  • die Pfle­ge von kran­ken Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen in fa­mi­liä­ren Über­gangs­si­tua­tio­nen, die z. T. mit er­heb­li­chen Ver­än­de­run­gen in den Le­bens­ent­wür­fen und den so­zia­len Sys­te­men ver­bun­den sind, Die­se Über­gangs­si­tua­tio­nen kön­nen auch dar­auf aus­ge­rich­tet sein, die Chro­ni­fi­zie­rung ei­nes Krank­heits­ver­laufs an­zu­neh­men und zu ak­zep­tie­ren.
10.1.2 Bil­dungs­zie­le  [+]

1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel

Die Aus­zu­bil­den­den

  • ent­wi­ckeln ei­ne be­grün­de­te und re­flek­tier­te Po­si­ti­on zum Schutz von Kind­heit und Ju­gend ent­spre­chend der „Kon­ven­tio­nen über die Rech­te des Kin­des“.
  • set­zen sich mit dem Span­nungs­feld zwi­schen ge­sell­schaft­li­chen Be­din­gun­gen so­wie den Kon­text­be­din­gun­gen in der päd­ia­tri­schen Ver­sor­gung und den An­for­de­run­gen der Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on aus­ein­an­der.
10.1.3 Kom­pe­ten­zen – An­la­ge 1 PflA­PrV  [+]

Die Aus­zu­bil­den­den

  • schät­zen häu­fig vor­kom­men­de Pfle­ge­an­läs­se und Pfle­ge­be­dar­fe in un­ter­schied­li­chen Le­bens- und Ent­wick­lungs­pha­sen in aku­ten und dau­er­haf­ten Pfle­ge­si­tua­tio­nen ein (I.1.d).
  • schla­gen Pfle­ge­zie­le vor, set­zen ge­si­cher­te Pfle­ge­maß­nah­men ein und eva­lu­ie­ren ge­mein­sam die Wirk­sam­keit von Pfle­ge (I.1.e).
  • er­he­ben so­zia­le und bio­gra­fi­sche In­for­ma­tio­nen der zu Pfle­gen­den so­wie des fa­mi­liä­ren Um­fel­des und iden­ti­fi­zie­ren Res­sour­cen in der Le­bens- und Ent­wick­lungs­ge­stal­tung (I.5.a).
  • ver­fü­gen über grund­le­gen­des Wis­sen zu fa­mi­liä­ren Sys­te­men und so­zia­len Netz­wer­ken und schät­zen de­ren Be­deu­tung für ei­ne ge­lin­gen­de Zu­sam­men­ar­beit mit pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge­sys­te­men ein (I.6.d).
  • stim­men die In­ter­ak­ti­on so­wie die Ge­stal­tung des Pfle­ge­pro­zes­ses auf den in­di­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­stand der zu pfle­gen­den Men­schen ab und un­ter­stüt­zen ent­wick­lungs­be­ding­te For­men der Krank­heits­be­wäl­ti­gung (I.6.e.).
  • er­ken­nen ei­ge­ne Emo­tio­nen so­wie Deu­tungs- und Hand­lungs­mus­ter in der In­ter­ak­ti­on (II.1.a).
  • bau­en kurz- und lang­fris­ti­ge Be­zie­hun­gen zu den Be­zugs­per­so­nen auf und be­ach­ten da­bei die Grund­prin­zi­pi­en von Em­pa­thie, Wert­schät­zung Acht­sam­keit und Kon­gru­enz (II.1.b).
  • in­for­mie­ren zu pfle­gen­de Men­schen zu ge­sund­heits- und pfle­ge­be­zo­ge­nen Fra­ge­stel­lun­gen und lei­ten bei der Selbst­pfle­ge ins­be­son­de­re Be­zugs­per­so­nen und frei­wil­lig En­ga­gier­te bei der Fremd­pfle­ge an (II.2.a).
  • for­dern kol­le­gia­le Be­ra­tung ein und neh­men sie an (III.1.b).
  • be­ach­ten die An­for­de­run­gen der Hy­gie­ne und wen­den Grund­re­geln der In­fek­ti­ons­prä­ven­ti­on in den un­ter­schied­li­chen pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­be­rei­chen an (III.2.a).
  • ver­ste­hen und an­er­ken­nen die Be­deu­tung ei­ner wis­sens­ba­sier­ten Pfle­ge und die Not­wen­dig­keit, die Wis­sens­grund­la­gen des ei­ge­nen Han­dels kon­ti­nu­ier­lich zu über­prü­fen und ge­ge­be­nen­falls zu ver­än­dern (V.1.a).
  • ori­en­tie­ren ihr Han­deln an qua­li­täts­si­chern­den In­stru­men­ten, ins­be­son­de­re an evi­denz­ba­sier­ten Leit­li­ni­en und Stan­dards (IV.1.b).
  • be­grün­den und re­flek­tie­ren das Pfle­ge­han­deln kon­ti­nu­ier­lich auf der Ba­sis von aus­ge­wähl­ten zen­tra­len pfle­ge- und be­zugs­wis­sen­schaft­li­chen Theo­ri­en, Kon­zep­ten und Mo­del­len und evi­denz­ba­sier­ter Stu­di­en (V.1.c).
10.1.5 In­hal­te/Si­tua­ti­ons­merk­ma­le  [+]

Hand­lungs­an­läs­se

1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • Pfle­ge­be­dar­fe im Wo­chen­bett und in der Neu­ge­bo­re­nen­pe­ri­ode
  • un­zu­rei­chen­der Schwan­ger­schafts-, Ge­burts- und Wo­chen­bett­ver­lauf
  • re­du­zier­tes Ge­burts­ge­wicht und Un­rei­fe­zei­chen (feh­len­de Rei­fe­zei­chen) beim Neu­ge­bo­re­nen
  • Wär­me­ver­lust, Vi­ta­li­täts­schwan­kun­gen, Atem­stö­run­gen, Pro­ble­me bei der Nah­rungs­auf­nah­me und bei der Aus­schei­dung
  • feh­len­der Sau­g­re­flex und Schluck­stö­run­gen beim Säug­ling
  • un­ter­bro­che­nes Stil­len
  • In­fek­ti­ons­ge­fahr
  • das fie­bern­de Kind
  • Ge­fahr ei­ner neo­na­ta­len Gelb­sucht
  • früh­kind­li­che Re­gu­la­ti­ons­stö­rung
  • Ge­fahr ei­ner Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung
  • Pfle­ge­be­dar­fe be­zo­gen auf die Fa­mi­li­en­si­tua­ti­on und be­ein­träch­tig­te El­tern­kom­pe­ten­zen,
  • Ge­fahr ei­ner be­ein­träch­tig­ten El­tern-Kin­d-Bin­dung, so­zia­le In­ter­ak­ti­on
  • Pfle­ge­be­dar­fe in spä­te­ren Le­bens­pha­sen
  • groß­flä­chi­ge Haut­schä­di­gun­gen, Kratz­spu­ren, Krus­ten­bil­dung und Haut­blu­tun­gen
  • Juck­reiz und Haut­lä­sio­nen
  • Schlaf­stö­run­gen durch Juck­reiz
  • In­fek­ti­ons­ge­fahr der Haut­lä­sio­nen
  • Ge­fahr ei­ner Hy­per­ther­mie, Wär­mestau­un­gen und Un­ru­he
  • Schmer­zen, be­ein­träch­tig­tes Wohl­be­fin­den
  • Ge­fahr ei­ner ko­gni­ti­ven und so­zia­len Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung, Ver­än­de­run­gen im Ent­wick­lungs­ver­lauf, so­zia­le Iso­la­ti­on

Pfle­ge­be­dar­fe be­zo­gen auf die Fa­mi­li­en­si­tua­ti­on und El­tern­kom­pe­ten­zen

  • be­ein­träch­tig­te El­tern­kom­pe­ten­zen
  • Rol­len­über­las­tung der pfle­gen­den Be­zugs­per­so­nen
  • el­ter­li­che Rol­len­kon­flik­te
  • ge­fähr­de­tes fa­mi­liä­res Co­ping
  • Ge­fahr von Macht­lo­sig­keit

Kon­text­be­din­gun­gen

1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel

Me­so­ebe­ne

  • sta­tio­nä­re und am­bu­lan­te Ein­rich­tun­gen zur pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen, wie päd­ia­tri­sche Ein­rich­tun­gen, z. B. Kin­der­kli­ni­ken oder Kin­der­fach­ab­tei­lun­gen
  • am­bu­lan­te und sta­tio­nä­re Ver­sor­gung ge­sun­der Neu­ge­bo­re­ner und Wöch­ne­rin­nen
  • Ein­rich­tun­gen der Ent­wick­lungs- und Ge­sund­heits­för­de­rung ent­spre­chend der je­wei­li­gen lan­des­spe­zi­fi­schen Vor­ga­ben:
    • kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen, z. B. Ju­gend- und So­zi­al­äm­ter
    • Be­ra­tungs­stel­len für El­tern, de­ren Kin­der ei­nen be­son­de­ren Be­ra­tungs­be­darf auf­wei­sen
    • nie­der­schwel­li­ge An­ge­bo­te zur Un­ter­stüt­zung von Fa­mi­li­en und Kin­dern, z. B. im Rah­men von frü­hen Hil­fen, Schul­ge­sund­heits­pfle­ge, Fa­mi­li­en­ge­sund­heits­pfle­ge
    • Schu­len
    • Kin­der­arzt­pra­xen
    • So­zi­al­päd­ia­tri­sche Be­ra­tungs­zen­tren (SPZ)
    • ge­sund­heits­för­dern­de Pro­jek­te für Kin­der- und Ju­gend­li­che
    • Set­tings der Kin­der-, Ju­gend- und Fa­mi­li­en­för­de­rung, wie Kin­der­ta­ges­stät­ten, Horts, El­tern­be­ra­tungs­stel­len und Ju­gend­treffs

Ma­kro­ebe­ne

  • Ge­set­ze, Leit­li­ni­en und Char­tas, z. B.
    • die UN
    • Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on
    • die EACH- Char­ta
    • die Kin­der­rech­te und Schutz­ge­set­ze
    • das Sor­ge­recht
    • die Selbst­be­stim­mungs­rech­te von Kin­dern und Ju­gend­li­chen

Aus­ge­wähl­te Ak­teu­re

  • El­tern, Be­zugs­per­so­nen, Fa­mi­li­en
  • Neu­ge­bo­re­ne/F­rüh­ge­bo­re­ne und Säug­lin­ge, Kin­der, Ju­gend­li­che so­wie jun­ge Er­wach­se­ne
  • Aus­zu­bil­den­de, Pfle­ge­fach­frau­en und -män­ner, Ge­sund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge­rin­nen und Kin­der­kran­ken­pfle­gern, An­ge­hö­ri­ge an­de­rer Be­rufs­grup­pen, z. B. Kin­der­ärz­tin­nen und -ärz­te, Heb­am­men, Er­go- und Phy­sio­the­ra­peu­tin­nen und -the­ra­peu­ten, Heil­päd­ago­gin­nen und Heil­päd­ago­gen, Er­zie­he­rin­nen und Er­zie­her, Psy­cho­lo­gin­nen und Psy­cho­lo­gen, Still- und Lak­ta­ti­ons­be­ra­te­rin­nen und -be­ra­ter, Er­näh­rungs­be­ra­te­rin­nen und Er­näh­rungs­be­ra­ter, Fa­mi­li­en- und Ge­sund­heits­pfle­ge­rin­nen und -pfle­ger, Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen, So­zi­al­ar­bei­te­rin­nen und So­zi­al­ar­bei­ter

Er­le­ben/Deu­ten/Ver­ar­bei­ten

Aus­zu­bil­den­de

  • Er­le­ben ei­ner Ge­bur­t/ei­ner Früh­ge­burt
  • Freu­de über voll­zo­ge­ne Ent­wick­lungs­schrit­te ei­nes Kin­des
  • Wahr­neh­mung von kind­li­cher Ver­letz­lich­keit und Schutz­be­dürf­tig­keit
  • Rol­len­un­si­cher­heit ge­gen­über Ju­gend­li­chen und El­tern
  • Am­bi­va­lenz zwi­schen di­ver­gie­ren­den Be­dürf­nis­la­gen und An­for­de­run­gen in Pfle­ge­si­tua­tio­nen mit Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen so­wie im in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Team
  • Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen kind­li­chen und fa­mi­liä­ren Le­bens­wel­ten, ei­ge­ner fa­mi­liä­rer So­zia­li­sa­ti­on und bio­gra­fi­schen Er­fah­run­gen
  • Dis­kre­panz zwi­schen el­ter­li­cher Für­sor­ge, Selbst­be­stim­mung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen und ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen und Po­si­tio­nen
  • RL/REK im 3. Aus­bil­dungs­drit­tel: Mög­lich­kei­ten und Gren­zen me­di­zi­ni­scher Mach­bar­keit; Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen ethi­schen Grund­über­zeu­gun­gen

Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen/Fa­mi­li­en

  • Freu­de und Zu­ver­sicht
  • Wahr­neh­mung von Stär­ke und el­ter­li­cher Kom­pe­tenz
  • el­ter­li­cher Stolz
  • Wahr­neh­mung von Selbst­wirk­sam­keit
  • Er­le­ben von Rol­len­un­si­cher­heit
  • Er­le­ben von Angst, Un­si­cher­heit, Hilf­lo­sig­keit, Ent­täu­schung und Trau­er
  • Ab­schied von Le­bens- und Fa­mi­li­en­plä­nen
  • RL/REK im 1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel: Ver­letz­lich­keit und Schutz­be­dürf­tig­keit am Be­ginn des Le­bens: Halt durch Re­li­gi­on

Hand­lungs­mus­ter

1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel

Pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung im Säug­lings­al­ter (auch bei zu früh ge­bo­re­nen Kin­dern)

  • Er­he­bung ent­wick­lungs­be­ding­ter, all­ge­mei­ner und ge­sund­heits­be­ding­ter Selbst­pfle­ge­er­for­der­nis­se bzw. Pfle­ge­be­dar­fe
  • Er­he­bung des Un­ter­stüt­zungs- und In­for­ma­ti­ons­be­darfs von Wöch­ne­rin­nen, z. B. El­tern wer­den (Glo­ger/Ti­pelt)
  • Mit­wir­kung bei der Erst­ver­sor­gung ei­nes Neu-/F­rüh­ge­bo­re­nen im Kreiß­saal
  • Tem­pe­ra­tur­ma­nage­ment, Si­che­rung der Atem­we­ge beim Neu­ge­bo­re­nen, AP­GAR
  • Be­ob­ach­tung und Ein­schät­zung von At­mung, auch durch Mes­sung der Sau­er­stoff­sät­ti­gung, Be­ob­ach­tung der Haut­far­be, Lip­pen und Fin­ger­nä­gel
  • Be­ob­ach­tung des In­ter­ak­ti­ons­ver­hal­ten zwi­schen Neu-/F­rüh­ge­bo­re­nen und de­ren Be­zugs­per­so­nen, z. B. Bon­d­in­g/At­ta­che­ment
  • Be­ob­ach­tung und Ein­schät­zung von (in­tui­ti­ven) El­tern­kom­pe­ten­zen
  • pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung und Be­glei­tung von kind­li­chen und müt­ter­li­chen An­pas­sungs­pro­zes­sen (phy­sio­lo­gi­sches Wo­chen­bett)
  • Ein­schät­zung von Rei­fe­zei­chen
  • Er­näh­rung und Ge­wichts­ent­wick­lung
  • Be­ob­ach­tung und Ein­schät­zung der Vi­ta­li­tät des Neu-/F­rüh­ge­bo­re­nen
  • Pfle­ge des Neu­ge­bo­re­nen/F­rüh­ge­bo­re­nen und der Wöch­ne­rin
  • Stär­kung des Saug- und Schluck­re­fle­xes
  • Stil­lan­lei­tung und -för­de­rung
  • Mit­wir­kung bei prä­ven­ti­ven Maß­nah­men in der Neu­ge­bo­re­nen­pe­ri­ode (bei sta­bi­len Früh­ge­bur­ten)
  • Um­set­zung von ent­wick­lungs­för­dern­den Pfle­ge­kon­zep­ten (z. B. Ki­n­äs­the­tik, EFIB)
  • Ge­stal­tung ei­ner ent­wick­lungs­för­dern­den Um­ge­bung
  • In­for­ma­tio­nen zur Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on (auch SIDS) si­tua­ti­ons­ori­en­tiert und adres­sa­ten­ge­recht wei­ter­ge­ben
  • In­fek­ti­ons­pro­phy­la­xe, Impf­emp­feh­lun­gen der STI­KO
  • För­de­rung von El­tern und Be­zugs­per­so­nen in der In­ter­ak­ti­ons­ge­stal­tung mit ei­nem Neu­ge­bo­re­nen/ei­nem mo­de­rat zu früh ge­bo­re­nen Kind
  • Zu­sam­men­ar­beit im ge­burts­hilf­li­chen Team und Ab­gren­zung der je­wei­li­gen Ver­ant­wor­tungs- und Auf­ga­ben­be­rei­che
  • Be­ob­ach­tung des Ent­wick­lungs­stan­des von Kin­dern und Ju­gend­li­chen (mo­to­ri­sche, so­zia­le, emo­tio­na­le, sprach­li­che und ko­gni­ti­ve Ent­wick­lung) und Er­ken­nen von Ent­wick­lungs- und Ge­sund­heits­ri­si­ken un­ter Nut­zung von Ent­wick­lungs­ska­len
  • Er­he­bung so­zia­ler und fa­mi­liä­rer In­for­ma­tio­nen und Kon­text­be­din­gun­gen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen
  • Er­he­bung ei­ner Fa­mi­li­enana­mne­se un­ter Be­rück­sich­ti­gung fa­mi­liä­rer Schutz- und Wi­der­stands­fak­to­ren [D]
  • Pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung in spä­te­ren Al­ter­s­pha­sen
  • Er­he­bung und Ein­schät­zung des Haut­zu­stan­des, früh­zei­ti­ge Er­ken­nung und Prä­ven­ti­on von Su­per­in­fek­tio­nen
  • früh­zei­ti­ges Er­ken­nen von Be­las­tungs­fak­to­ren, Maß­nah­men zur Re­duk­ti­on von Juck­reiz und Haut­schä­di­gun­gen und För­de­rung ei­ner in­tak­ten Haut
  • Durch­füh­rung dia­gnos­ti­scher, the­ra­peu­ti­scher und re­ha­bi­li­ta­ti­ver Maß­nah­men
  • ent­wick­lungs­ori­en­tier­te Vor­be­rei­tung und Be­glei­tung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen bei in­va­si­ven Maß­nah­men un­ter Be­rück­sich­ti­gung der emo­tio­na­len und ko­gni­ti­ven Ent­wick­lung
  • För­de­rung von Selbst­pfle­ge- und De­pen­denz­pfle­ge­kom­pe­tenz
  • För­de­rung so­zia­ler In­te­gra­ti­on
  • Be­zie­hungs­ge­stal­tung un­ter Be­rück­sich­ti­gung der um­fas­sen­den Ent­wick­lung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen in Ein­rich­tun­gen der Akut- und Lang­zeit­pfle­ge
  • Ge­stal­tung ent­wick­lungs­ori­en­tier­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on
  • Ge­währ­leis­tung von phy­si­schem und psy­chi­schem Schutz und von Si­cher­heit



10.1.6 Wei­te­re In­hal­te/Wis­sens­grund­la­gen  [+]
  • Über­blick über Ver­er­bung und Fort­pflan­zung
  • Über­blick über em­bryo­na­le, fe­ta­le, kind­li­che und ju­gend­li­che (mo­to­ri­sche, so­zia­le, emo­tio­na­le, sprach­li­che und ko­gni­ti­ve) Ent­wick­lung und Ent­wick­lungs­auf­ga­ben
  • Über­blick über häu­fig vor­kom­men­de Fehl­bil­dun­gen und Ent­wick­lungs­stö­run­gen
  • Über­blick über die ana­to­mi­schen/phy­sio­lo­gi­schen Be­son­der­hei­ten von Neu- und Früh­ge­bo­re­nen
  • ver­tief­tes Wis­sen zur Hy­gie­ne
  • Über­blick über die Be­son­der­hei­ten der Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie der At­mungs­or­ga­ne im Säug­lings- und Klein­kind­al­ter
  • Über­blick über die Ab­wehr­funk­tio­nen des Blu­tes und all­er­gi­sche Re­ak­tio­nen im Kin­des­al­ter
  • Über­blick über die Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie des en­do­kri­nen Sys­tems
  • Über­blick über The­ra­peu­ti­ka bei Neu­ro­der­mi­tis und Atem­wegs­er­kran­kun­gen
  • Über­blick über die Psy­cho­lo­gie und So­zio­lo­gie des Kin­des und Ju­gend­li­chen un­ter Be­ach­tung der Ado­les­zenz
  • Ver­än­de­run­gen im Hor­mon- und Neu­ro­trans­mit­ter­haus­halt und der Emo­ti­ons­ver­ar­bei­tung im Ge­hirn in der Pu­ber­tät
  • Grund­la­gen der Fa­mi­li­en­ge­sund­heits­pfle­ge
  • ethi­sche Grund­la­gen, Selbst­be­stim­mung und el­ter­li­che Für­sor­ge
  • spe­zi­fi­sche ethi­sche Ent­schei­dungs­mo­del­le
10.1.7 An­re­gun­gen für das Ler­nen in si­mu­la­ti­ven Lern­um­ge­bun­gen  [+]

Zum Bei­spiel:

  • Si­mu­la­ti­on ei­nes Aus­hand­lungs­pro­zes­ses zwi­schen der pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge und den El­tern ei­ner Früh­ge­burt
  • Si­mu­la­ti­on von pfle­ge­ri­schen Ge­sprä­chen zur In­for­ma­ti­on und Schu­lung von Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen mit un­ter­schied­li­chen ko­gni­ti­ven, emo­tio­na­len so­zia­len und kul­tu­rel­len Vor­aus­set­zun­gen
  • Si­mu­la­ti­on ei­ner Schu­lung un­d/o­der Be­ra­tung (Be­ra­tung durch In­for­ma­ti­on) von Kin­dern und Ju­gend­li­chen un­d/o­der ih­ren so­zia­len Be­zugs­per­so­nen, für un­ter­schied­li­che Hand­lungs­an­läs­se, mit un­ter­schied­li­chen ko­gni­ti­ven und so­zia­len Vor­aus­set­zun­gen
10.1.8 An­re­gun­gen für Lern- und Ar­beits­auf­ga­ben  [+]

Zum Bei­spiel: 1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • sich mit aus­ge­wähl­ten und spe­zi­fi­schen, auf Früh­ge­bo­re­ne und das Kin­des­al­ter aus­ge­rich­te­ten As­sess­men­tin­stru­men­ten aus­ein­an­der­set­zen
  • die Merk­ma­le ei­ner ver­stän­di­gungs­ori­en­tier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Schul­kin­dern zur Vor­be­rei­tung ei­ner schmerz­haf­ten In­ter­ven­ti­on er­ar­bei­ten
  • Merk­ma­le von Rol­len­aus­hand­lungs­ge­sprä­chen im Rah­men des Pfle­ge­pro­zes­ses in ei­ner Lern­grup­pe zu­sam­men­stel­len
  • In­ter­views mit El­tern zum Er­le­ben von Krank­heit und Kran­ken­haus­auf­ent­halt durch­füh­ren
10.1.9 Di­dak­ti­scher Kom­men­tar  [+]

Fol­gen­de Lern­si­tua­tio­nen kön­nen hier ex­em­pla­risch be­ar­bei­tet wer­den:

1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • Lern­si­tua­tio­nen nach der Ge­burt ei­nes ge­sun­den Neu­ge­bo­re­nen, in de­nen ein er­höh­ter In­for­ma­ti­ons- und Un­ter­stüt­zungs­be­darf der Be­zugs­per­so­nen be­steht und in de­nen prä­ven­ti­ve Maß­nah­men und Maß­nah­men zur Ent­wick­lungs­för­de­rung er­for­der­lich sein kön­nen
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen ei­ne Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung vor­liegt und das Kind ei­ne För­der­ein­rich­tung be­sucht
  • Lern­si­tua­ti­on ei­nes mo­de­rat zu früh­ge­bo­re­nen Kin­des mit Trink­schwä­che und be­son­de­ren An­for­de­run­gen an die Er­näh­rung
  • Lern­si­tua­ti­on ei­nes mo­de­rat zu früh­ge­bo­re­nen Kin­des mit ty­pi­schen An­pas­sungs­pro­ble­men bzw. ei­ner the­ra­pie­be­dürf­ti­gen Gelb­sucht
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen die spe­zi­fi­schen Auf­ga­ben der Be­zugs­per­so­nen in der Pfle­ge des Kin­des ver­stän­di­gungs­ori­en­tiert mit­ein­an­der aus­ge­han­delt wer­den müs­sen
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen In­for­ma­tio­nen oder Be­ra­tung von El­tern zur Haut­pfle­ge, bzw. Um­gang mit Juck­reiz ei­nes Kin­des mit Neu­ro­der­mi­tis er­for­der­lich sind

An­la­ge 2 PflA­PrV

10.1.1 In­ten­tio­nen und Re­le­vanz  [+]

Die­se cur­ri­cu­la­re Ein­heit be­zieht sich schwer­punkt­mä­ßig auf die pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung von Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen. Im be­son­de­ren Fo­kus ste­hen:

  • die Ent­wick­lungs­för­de­rung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen,
  • die Ori­en­tie­rung über das Hand­lungs­feld der Pfle­ge von Kin­dern und Ju­gend­li­chen,
  • die Vor- und Nach­be­rei­tung des Pflicht­ein­sat­zes in der Päd­ia­tri­schen Ver­sor­gung,
  • so­zia­le, kul­tu­rel­le und räum­li­che Be­son­der­hei­ten, die die (pfle­ge­ri­schen) Ge­stal­tungs­spiel­räu­me mit­be­stim­men,
  • die Ge­stal­tung ei­ner si­tua­ti­ons­ori­en­tier­ten Un­ter­stüt­zung durch die pro­fes­sio­nel­le Pfle­ge un­ter Wah­rung und För­de­rung der Selbst­stän­dig­keit und der Selbst­be­stim­mung,
  • die För­de­rung der El­tern­kom­pe­tenz durch In­for­ma­tio­nen, Be­ra­tung und Schu­lung,
  • die Ge­stal­tung der pfle­ge­ri­schen Be­zie­hung mit den El­tern, die oft­mals spe­zi­fi­sche pfle­ge­ri­sche Auf­ga­ben bei ih­ren Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen über­neh­men,
  • die Ge­stal­tung not­wen­di­ger Aus­hand­lungs­pro­zes­se und Rol­len­zu­wei­sun­gen,
  • die Be­rück­sich­ti­gung der in­di­vi­du­el­len Le­bens­ge­wohn­hei­ten im Um­gang mit ge­sund­heits- und ent­wick­lungs­be­ding­ten Pfle­ge­be­dar­fen,
  • die Pfle­ge von kran­ken Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen in fa­mi­liä­ren Über­gangs­si­tua­tio­nen, die z. T. mit er­heb­li­chen Ver­än­de­run­gen in den Le­bens­ent­wür­fen und den so­zia­len Sys­te­men ver­bun­den sind, Die­se Über­gangs­si­tua­tio­nen kön­nen auch dar­auf aus­ge­rich­tet sein, die Chro­ni­fi­zie­rung ei­nes Krank­heits­ver­laufs an­zu­neh­men und zu ak­zep­tie­ren.
10.1.2 Bil­dungs­zie­le  [+]

3. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • Sie er­ken­nen Rol­len­kon­flik­te und ent­wi­ckeln ei­ne ethisch re­flek­tier­te Po­si­ti­on zur Be­rück­sich­ti­gung der Ex­per­ti­se von Be­zugs­per­so­nen von kran­ken Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen be­züg­lich des Ge­sund­heits­zu­stan­des und der so­zia­len, emo­tio­na­len und ko­gni­ti­ven Kom­pe­ten­zen ih­rer Kin­der und der Ge­stal­tung not­wen­di­ger von In­for­ma­ti­ons- und Be­ra­tungs­ge­sprä­che.
10.1.4 Kom­pe­ten­zen – An­la­ge 2 PflA­PrV  [+]

Die Aus­zu­bil­den­den

  • über­neh­men Ver­ant­wor­tung für die Or­ga­ni­sa­ti­on, Steue­rung und Ge­stal­tung des Pfle­ge­pro­zes­ses bei Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen (I.1.b).
  • nut­zen all­ge­mei­ne und spe­zi­fi­sche As­sess­ment­ver­fah­ren bei Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen und be­schrei­ben den Pfle­ge­be­darf un­ter Ver­wen­dung von pfle­ge­dia­gnos­ti­schen Pro­zes­sen (I.1.c).
  • han­deln die Pfle­ge­pro­zess­ge­stal­tung mit den zu pfle­gen­den Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen und ggf. ih­ren Be­zugs­per­so­nen aus, set­zen ge­si­cher­te Pfle­ge­maß­nah­men ein und eva­lu­ie­ren ge­mein­sam die Wirk­sam­keit der Pfle­ge (I.1.e).
  • stär­ken die Kom­pe­ten­zen von An­ge­hö­ri­gen im Um­gang mit pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen, un­ter­stüt­zen und för­dern die Fa­mi­li­en­ge­sund­heit (I. 2.c).
  • un­ter­stüt­zen Fa­mi­li­en, die sich in­fol­ge ei­ner Früh­ge­burt, ei­ner schwe­ren chro­ni­schen Er­kran­kung oder ei­ner le­bens­li­mi­tie­ren­den Er­kran­kung in ei­ner Le­bens­kri­se be­fin­den und wir­ken bei der Sta­bi­li­sie­rung des Fa­mi­li­en­sys­tems mit (I.3.b).
  • stim­men die In­ter­ak­ti­on so­wie die Ge­stal­tung des Pfle­ge­pro­zes­ses auf den in­di­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­stand der zu pfle­gen­den Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen ab und un­ter­stüt­zen ent­wick­lungs­be­ding­te For­men der Krank­heits­be­wäl­ti­gung (I.6.e.).
  • ge­stal­ten die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen in un­ter­schied­li­chen Pfle­ge­si­tua­tio­nen un­ter Ein­satz ver­schie­de­ner In­ter­ak­ti­ons­for­men und ba­lan­cie­ren das Span­nungs­ver­hält­nis von Nä­he und Dis­tanz aus (II.1.c).
  • re­flek­tie­ren sich ab­zeich­nen­de oder be­stehen­de Kon­flik­te in pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­si­tua­tio­nen und ent­wi­ckeln An­sät­ze zur Kon­flikt­schlich­tung und -lö­sung, auch un­ter Hin­zu­zie­hung von An­ge­bo­ten zur Re­fle­xi­on pro­fes­sio­nel­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on (II.1.f.).
  • re­flek­tie­ren Phä­no­me­ne der Macht und von Macht­miss­brauch in pfle­ge­ri­schen Hand­lungs­fel­dern in der Ver­sor­gung von zu pfle­gen­den Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen (II.1.g).
  • in­for­mie­ren zu kom­ple­xen ge­sund­heits- und pfle­ge­be­zo­ge­nen Fra­ge­stel­lun­gen und wei­ter­ge­hen­den Fra­gen der pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung (II.2.a).
  • set­zen Schu­lun­gen mit Ein­zel­per­so­nen und klei­ne­ren Grup­pen zu pfle­gen­der Men­schen um (II.2.b).
  • be­ra­ten zu pfle­gen­de Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen und ih­re Be­zugs­per­so­nen im Um­gang mit krank­heits- so­wie the­ra­pie- und pfle­ge­be­ding­ten An­for­de­run­gen und be­fä­hi­gen sie und ih­re Be­zugs­per­so­nen, ih­re Ge­sund­heits­zie­le in größt­mög­li­cher Selbst­stän­dig­keit und Selbst­be­stim­mung zu er­rei­chen (II.2.c).
  • set­zen sich für die Ver­wirk­li­chung von Men­schen­rech­ten, Ethik­ko­di­zes und die För­de­rung der spe­zi­fi­schen Be­dürf­nis­se zu pfle­gen­der Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen ein (II.3.a).
  • tra­gen in ethi­schen Di­lem­ma­si­tua­tio­nen mit Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen oder ih­ren Be­zugs­per­so­nen im in­ter­pro­fes­sio­nel­len Ge­spräch zur ge­mein­sa­men Ent­schei­dungs­fin­dung bei (II.3.c).
  • be­ach­ten um­fas­send die An­for­de­run­gen der Hy­gie­ne und wir­ken ver­ant­wort­lich an der In­fek­ti­ons­prä­ven­ti­on in den un­ter­schied­li­chen pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­be­rei­chen mit (III.2.a).
  • un­ter­stüt­zen und be­glei­ten zu pfle­gen­de Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen um­fas­send auch bei in­va­si­ven Maß­nah­men der Dia­gnos­tik und The­ra­pie (III.2.d).
  • ver­tre­ten die im Rah­men des Pfle­ge­pro­zes­ses ge­won­ne­nen Ein­schät­zun­gen zu Pfle­ge­dia­gno­sen und er­for­der­li­chen Be­hand­lungs­kon­se­quen­zen bei Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen in der in­ter­pro­fes­sio­nel­len Zu­sam­men­ar­beit (III.2.f).
  • über­neh­men Mit­ver­ant­wor­tung in der in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Ver­sor­gung und Be­hand­lung von Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen und un­ter­stüt­zen die Kon­ti­nui­tät an in­ter­dis­zi­pli­nä­ren und in­sti­tu­tio­nel­len Schnitt­stel­len (III.3.a).
  • brin­gen die pfle­ge­fach­li­che Sicht­wei­se in die in­ter­pro­fes­sio­nel­le Kom­mu­ni­ka­ti­on ein (III.3.b).
  • wir­ken an Maß­nah­men der Qua­li­täts­si­che­rung, so­wie Ver­bes­se­rung mit, set­zen sich für die Um­set­zung evi­denz­ba­sier­ter un­d/o­der in­ter­pro­fes­sio­nel­ler Leit­li­ni­en und Stan­dards ein und leis­ten so ei­nen Bei­trag zur Wei­ter­ent­wick­lung ein­rich­tungs­spe­zi­fi­scher Kon­zep­te (IV.1.b).
  • über­prü­fen re­gel­mä­ßig die ei­ge­ne pfle­ge­ri­sche Pra­xis durch kri­ti­sche Re­fle­xio­nen und Eva­lua­ti­on im Hin­blick auf Er­geb­nis- und Pa­ti­en­ten­ori­en­tie­rung und zie­hen Schluss­fol­ge­run­gen für die Wei­ter­ent­wick­lung der Pfle­ge­qua­li­tät (IV.1.d).
  • üben ih­ren Be­ruf im Rah­men der ge­setz­li­chen Vor­ga­ben so­wie un­ter Be­rück­sich­ti­gung ih­rer aus­bil­dungs- und be­rufs­be­zo­ge­nen Rech­te und Pflich­ten ei­gen­ver­ant­wort­lich aus (IV.2.a).
  • be­grün­den und re­flek­tie­ren das Pfle­ge­han­deln kon­ti­nu­ier­lich auf der Ba­sis von viel­fäl­ti­gen oder spe­zi­fi­schen pfle­ge­wis­sen­schaft­li­chen und be­zugs­wis­sen­schaft­li­chen evi­denz­ba­sier­ten Stu­di­en­er­geb­nis­sen, Theo­ri­en, Kon­zep­ten und Mo­del­len (V.1.c).
  • be­wer­ten das le­bens­lan­ge Ler­nen als ein Ele­ment der per­sön­li­chen und be­ruf­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung und über­neh­men Ei­gen­in­itia­ti­ve und Ver­ant­wor­tung für das ei­ge­ne Ler­nen und nut­zen hier­für auch mo­der­ne In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en (V.2.a).
  • neh­men dro­hen­de Über- oder Un­ter­for­de­run­gen früh­zei­tig wahr, er­ken­nen die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen am Ar­beits­platz un­d/o­der des ei­ge­nen Kom­pe­tenz­pro­fils und lei­ten dar­aus ent­spre­chen­de Hand­lungs­in­itia­ti­ven ab (V.2.b).
  • re­flek­tie­ren ih­re per­sön­li­che Ent­wick­lung als pro­fes­sio­nell Pfle­gen­de und ent­wi­ckeln ein ei­ge­nes Pfle­ge­ver­ständ­nis so­wie ein be­ruf­li­ches Selbst­ver­ständ­nis un­ter Be­rück­sich­ti­gung be­rufs­ethi­scher und ei­ge­ner ethi­scher Über­zeu­gun­gen (V.2.d).
10.1.5 In­hal­te/Si­tua­ti­ons­merk­ma­le  [+]

Hand­lungs­an­läs­se

3. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • Ge­fahr ei­ner be­hin­der­ten At­mung, Kurz­at­mig­keit, pfei­fen­de Atem­ge­räu­sche, Luft­not so­wie ei­ne Un­ter­ver­sor­gung mit Sau­er­stoff
  • Ge­fahr ei­nes Asth­ma­an­falls, Hus­ten­reiz und zä­her Schleim, Atem­not bis zur Er­sti­ckungs­ge­fahr, Ru­he­lo­sig­keit und Angst
  • Ge­fahr ei­ner all­er­gi­schen Re­ak­ti­on
  • Ri­si­ken oder Be­ein­träch­ti­gun­gen der kind­li­chen Ent­wick­lung und ei­ner so­zia­len Iso­la­ti­on
  • Not­wen­dig­keit ei­nes Me­di­ka­men­ten­ma­nage­ments
  • Ge­fahr ei­nes in­sta­bi­len Blut­zu­cker­spie­gels
  • Ge­fahr ei­ner Ge­sund­heits­schä­di­gung, bzw. ei­ner Stoff­wech­sel­ent­glei­sung
  • Ge­fahr ei­ner Ak­ti­vi­täts­in­to­le­ranz
  • un­wirk­sa­mes The­ra­pie­ma­nage­ment
  • ge­fah­ren­ge­neig­tes Ge­sund­heits­ver­hal­ten
  • be­ein­träch­tig­te Com­p­li­an­ce/Ad­hä­renz
  • Wis­sens­de­fi­zit be­züg­lich re­le­van­ter ge­sund­heits- und pfle­ge­be­zo­ge­ner The­men
  • Ge­fahr ei­nes ge­rin­gen Selbst­wert­ge­fühls
  • Ge­fahr von Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung und Über­for­de­rung durch zu frü­he Selbst­stän­dig­keit oder die er­höh­te For­de­rung an die Selbst­stän­dig­keit
  • Ge­fahr ei­ner so­zia­len Iso­la­ti­on
  • Ge­fahr der Über­for­de­rung der Fa­mi­lie durch Ent­wick­lungs­auf­ga­ben und das er­for­der­li­che si­tua­ti­ve Ge­sund­heits­ma­nage­ment
  • ver­mei­den­de dys­funk­tio­na­le Be­wäl­ti­gungs­stra­te­gi­en
  • fa­mi­liä­re Kon­flik­te und dys­funk­tio­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men in­ner­halb der Fa­mi­lie
  • de­pres­si­ve Stim­mungs­la­gen
  • Ge­fahr ei­ner be­ein­träch­tig­ten el­ter­li­chen Für­sor­ge
  • ver­än­der­te Le­bens­plä­ne und fa­mi­liä­re An­pas­sungs­auf­ga­ben
  • fa­mi­liä­re Wi­der­stands­fak­to­ren und Ri­si­ken
  • Ge­fahr ei­nes be­ein­träch­tig­ten fa­mi­liä­ren Co­pings
  • be­ein­träch­tig­te Fa­mi­li­en­pro­zes­se bzw. Ent­wick­lungs­pha­sen

Kon­text­be­din­gun­gen

3. Aus­bil­dungs­drit­tel

Me­so­ebe­ne

  • Ein­rich­tun­gen der Ge­sund­heits­ver­sor­gung
    • sta­tio­nä­re und am­bu­lan­te Ein­rich­tun­gen zur pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen, wie päd­ia­tri­sche Ein­rich­tun­gen, z. B. Kin­der­kli­ni­ken oder Kin­der­fach­ab­tei­lun­gen

Ma­kro­ebe­ne

  • Ge­set­ze, Leit­li­ni­en und Char­tas, z. B.
    • die UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on
    • die EACH-Char­ta
    • die Kin­der­rech­te und Schutz­ge­set­ze
    • das Sor­ge­recht
    • die Selbst­be­stim­mungs­rech­te von Kin­dern und Ju­gend­li­chen

Aus­ge­wähl­te Ak­teu­re

  • El­tern, Be­zugs­per­so­nen, Fa­mi­li­en
  • Neu­ge­bo­re­ne/F­rüh­ge­bo­re­ne und Säug­lin­ge, Kin­der, Ju­gend­li­che so­wie jun­ge Er­wach­se­ne
  • Aus­zu­bil­den­de, Pfle­ge­fach­frau­en und -män­ner, Ge­sund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge­rin­nen und Kin­der­kran­ken­pfle­gern, An­ge­hö­ri­ge an­de­rer Be­rufs­grup­pen, z. B. Kin­der­ärz­tin­nen und -ärz­te, Heb­am­men, Er­go- und Phy­sio­the­ra­peu­tin­nen und -the­ra­peu­ten, Heil­päd­ago­gin­nen und Heil­päd­ago­gen, Er­zie­he­rin­nen und Er­zie­her, Psy­cho­lo­gin­nen und Psy­cho­lo­gen, Still- und Lak­ta­ti­ons­be­ra­te­rin­nen und -be­ra­ter, Er­näh­rungs­be­ra­te­rin­nen und Er­näh­rungs­be­ra­ter, Fa­mi­li­en- und Ge­sund­heits­pfle­ge­rin­nen und -pfle­ger, Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen, So­zi­al­ar­bei­te­rin­nen und So­zi­al­ar­bei­ter

Er­le­ben/Deu­ten/Ver­ar­bei­ten

Aus­zu­bil­den­de

  • Er­le­ben ei­ner Ge­bur­t/ei­ner Früh­ge­burt
  • Freu­de über voll­zo­ge­ne Ent­wick­lungs­schrit­te ei­nes Kin­des
  • Wahr­neh­mung von kind­li­cher Ver­letz­lich­keit und Schutz­be­dürf­tig­keit
  • Rol­len­un­si­cher­heit ge­gen­über Ju­gend­li­chen und El­tern
  • Am­bi­va­lenz zwi­schen di­ver­gie­ren­den Be­dürf­nis­la­gen und An­for­de­run­gen in Pfle­ge­si­tua­tio­nen mit Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen so­wie im in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Team
  • Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen kind­li­chen und fa­mi­liä­ren Le­bens­wel­ten, ei­ge­ner fa­mi­liä­rer So­zia­li­sa­ti­on und bio­gra­fi­schen Er­fah­run­gen
  • Dis­kre­panz zwi­schen el­ter­li­cher Für­sor­ge, Selbst­be­stim­mung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen und ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen und Po­si­tio­nen
  • RL/REK im 3. Aus­bil­dungs­drit­tel: Mög­lich­kei­ten und Gren­zen me­di­zi­ni­scher Mach­bar­keit; Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen ethi­schen Grund­über­zeu­gun­gen

Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen/Fa­mi­li­en

  • Freu­de und Zu­ver­sicht
  • Wahr­neh­mung von Stär­ke und el­ter­li­cher Kom­pe­tenz
  • el­ter­li­cher Stolz
  • Wahr­neh­mung von Selbst­wirk­sam­keit
  • Er­le­ben von Rol­len­un­si­cher­heit
  • Er­le­ben von Angst, Un­si­cher­heit, Hilf­lo­sig­keit, Ent­täu­schung und Trau­er
  • Ab­schied von Le­bens- und Fa­mi­li­en­plä­nen
  • RL/REK im 1./2. Aus­bil­dungs­drit­tel: Ver­letz­lich­keit und Schutz­be­dürf­tig­keit am Be­ginn des Le­bens: Halt durch Re­li­gi­on

Hand­lungs­mus­ter

3. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • Er­he­bung des Pfle­ge­be­darfs von Kin­dern und Ju­gend­li­chen mit ge­sund­heit­li­chen Pro­blem­la­gen un­ter Nut­zung aus­ge­wähl­ter spe­zi­fi­scher, auf das Kin­des­al­ter aus­ge­rich­te­ter As­sess­men­tin­stru­men­te
  • Be­ob­ach­tung und Ein­schät­zung von At­mung und Atem­weg­sob­struk­tio­nen, auch durch Mes­sung der Sau­er­stoff­sät­ti­gung, Be­ob­ach­tung der Haut­far­be, Lip­pen und Fin­ger­nä­gel
  • Peak-Flow-Mes­sun­gen, Füh­rung ei­nes Asth­ma­ta­ge­buchs
  • Si­che­rung von Flüs­sig­keits­zu­fuhr und Ent­span­nung
  • Durch­füh­rung von In­ha­la­tio­nen und atem­un­ter­stüt­zen­den Maß­nah­men
  • Mit­wir­kung an der Not­fall­pla­nung in Atem­not­si­tua­tio­nen, in Not­fall­si­tua­tio­nen si­cher han­deln
  • Aus­hand­lung von Rol­len und Auf­ga­ben­be­rei­chen mit den Fa­mi­li­en/El­tern/ Be­zugs­per­so­nen
  • Schu­lung von El­tern/Be­zugs­per­so­nen in der Pfle­ge ih­res Kin­des, Stär­kung der El­tern­kom­pe­tenz
  • In­for­ma­ti­on, Be­ra­tung und Schu­lung von El­tern/Fa­mi­li­en so­wie Kin­dern und Ju­gend­li­chen zu ge­sund­heits- und ent­wick­lungs­be­zo­ge­nen Fra­gen und Stär­kung der Ad­hä­renz
  • si­tua­ti­ve An­wen­dung di­gi­ta­ler und tech­ni­scher Hilfs­mit­tel
  • För­de­rung von Ent­wick­lung und Selbst­be­stim­mung zur Teil­ha­be am ge­sell­schaft­li­chen Le­ben von Kin­dern und Ju­gend­li­chen mit ei­ner Atem­wegs­er­kran­kung
  • früh­zei­ti­ges Er­ken­nen und Maß­nah­men zur Ver­mei­dung ei­ner Hy­po­gly­kämie oder Hy­per­gly­kämie, Ein­schät­zung ei­ner mög­li­chen Not­fall­si­tua­ti­on
  • In­for­ma­ti­on und Schu­lung zum Er­näh­rungs-, Ak­ti­vi­täts- und In­su­lin­ma­nage­ment
  • För­de­rung der Ak­zep­tanz der Er­kran­kung durch die Fa­mi­lie, durch die be­trof­fe­nen Kin­der/Ju­gend­li­chen
  • För­de­rung der Ei­gen­ver­ant­wor­tung und des Selbst­ma­nage­ments be­züg­lich Er­näh­rung, In­su­li­n­ap­pli­ka­tio­nen und Ak­ti­vi­tä­ten durch Be­ra­tung und Schu­lung
  • Mit­wir­kung bei der Prä­ven­ti­on dia­be­tes­be­ding­ter Fol­ge­er­kran­kun­gen
  • In­for­ma­ti­on, Be­ra­tung und Schu­lung auf die al­ter­s­ent­spre­chen­den Ent­wick­lungs­auf­ga­ben ab­stim­men
  • Mit­wir­kung im mul­ti­pro­fes­sio­nel­len Team
  • pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung und Be­glei­tung von An­pas­sungs­pro­zes­sen in der Tran­si­ti­on vom Kin­des- ins Ju­gend­al­ter und zum jun­gen Er­wach­se­nen
10.1.6 Wei­te­re In­hal­te/Wis­sens­grund­la­gen  [+]
  • Über­blick über Ver­er­bung und Fort­pflan­zung
  • Über­blick über em­bryo­na­le, fe­ta­le, kind­li­che und ju­gend­li­che (mo­to­ri­sche, so­zia­le, emo­tio­na­le, sprach­li­che und ko­gni­ti­ve) Ent­wick­lung und Ent­wick­lungs­auf­ga­ben
  • Über­blick über häu­fig vor­kom­men­de Fehl­bil­dun­gen und Ent­wick­lungs­stö­run­gen
  • Über­blick über die ana­to­mi­schen/phy­sio­lo­gi­schen Be­son­der­hei­ten von Neu- und Früh­ge­bo­re­nen
  • ver­tief­tes Wis­sen zur Hy­gie­ne
  • Über­blick über die Be­son­der­hei­ten der Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie der At­mungs­or­ga­ne im Säug­lings- und Klein­kind­al­ter
  • Über­blick über die Ab­wehr­funk­tio­nen des Blu­tes und all­er­gi­sche Re­ak­tio­nen im Kin­des­al­ter
  • Über­blick über die Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie des en­do­kri­nen Sys­tems
  • Über­blick über The­ra­peu­ti­ka bei Neu­ro­der­mi­tis und Atem­wegs­er­kran­kun­gen
  • Über­blick über die Psy­cho­lo­gie und So­zio­lo­gie des Kin­des und Ju­gend­li­chen un­ter Be­ach­tung der Ado­les­zenz
  • Ver­än­de­run­gen im Hor­mon- und Neu­ro­trans­mit­ter­haus­halt und der Emo­ti­ons­ver­ar­bei­tung im Ge­hirn in der Pu­ber­tät
  • Grund­la­gen der Fa­mi­li­en­ge­sund­heits­pfle­ge
  • ethi­sche Grund­la­gen, Selbst­be­stim­mung und el­ter­li­che Für­sor­ge
  • spe­zi­fi­sche ethi­sche Ent­schei­dungs­mo­del­le
10.1.7 An­re­gun­gen für das Ler­nen in si­mu­la­ti­ven Lern­um­ge­bun­gen  [+]

Zum Bei­spiel:

  • Si­mu­la­ti­on ei­nes Aus­hand­lungs­pro­zes­ses zwi­schen der pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge und den El­tern ei­ner Früh­ge­burt
  • Si­mu­la­ti­on von pfle­ge­ri­schen Ge­sprä­chen zur In­for­ma­ti­on und Schu­lung von Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen mit un­ter­schied­li­chen ko­gni­ti­ven, emo­tio­na­len so­zia­len und kul­tu­rel­len Vor­aus­set­zun­gen
  • Si­mu­la­ti­on ei­ner Schu­lung un­d/o­der Be­ra­tung (Be­ra­tung durch In­for­ma­ti­on) von Kin­dern und Ju­gend­li­chen un­d/o­der ih­ren so­zia­len Be­zugs­per­so­nen, für un­ter­schied­li­che Hand­lungs­an­läs­se, mit un­ter­schied­li­chen ko­gni­ti­ven und so­zia­len Vor­aus­set­zun­gen
10.1.8 An­re­gun­gen für Lern- und Ar­beits­auf­ga­ben  [+]

3. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • Merk­ma­le ei­nes In­for­ma­ti­ons­ge­sprächs von ei­nem Be­ra­tungs­ge­spräch ab­gren­zen
  • Merk­ma­le ei­nes Ge­sprächs zur In­for­ma­ti­on ei­nes Kin­des/Ju­gend­li­chen be­züg­lich der Haut­pfle­ge oder des Um­gangs mit ei­nem In­ha­la­ti­ons­ge­rät zu­sam­men­stel­len
  • Merk­ma­le ei­ner Schu­lung zur Er­wei­te­rung el­ter­li­cher Pfle­ge­kom­pe­ten­zen be­züg­lich der Er­näh­rung ei­nes Früh­ge­bo­re­nen ab­lei­ten
  • Merk­ma­le ei­ner Schu­lung zur Er­wei­te­rung el­ter­li­cher Pfle­ge­kom­pe­ten­zen be­züg­lich ei­ner Not­fall­si­tua­ti­on bei ei­nem Asth­ma bron­chia­le ab­lei­ten

Die si­mu­lier­ten Pfle­ge­si­tua­tio­nen/Be­rufs­si­tua­tio­nen soll­ten so ge­stal­tet wer­den, dass die Selbst­re­fle­xi­on stets ei­nen Teil des Lern­pro­zes­ses aus­macht und da­mit auch die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und -för­de­rung zum Ge­gen­stand des Ler­nens wird.

10.1.9 Di­dak­ti­scher Kom­men­tar  [+]

Fol­gen­de Lern­si­tua­tio­nen kön­nen hier ex­em­pla­risch be­ar­bei­tet wer­den:

3. Aus­bil­dungs­drit­tel

  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen ei­ne dem Ent­wick­lungs­stand ent­spre­chen­de Vor­be­rei­tung und Be­glei­tung auf dia­gnos­ti­sche und the­ra­peu­ti­sche In­ter­ven­tio­nen er­for­der­lich ist
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen die Aus­hand­lungs­pro­zes­se von Rol­len und Auf­ga­ben der Be­zugs­per­so­nen er­for­der­lich sind (z. B. in der Früh­ge­bo­re­nen­pfle­ge, bei Kin­dern mit Neu­ro­der­mi­tis oder Asth­ma bron­chia­le)
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen Schu­lungs­se­quen­zen für (Schu­l-)Kin­der mit Asth­ma bron­chia­le und de­ren Be­zugs­per­so­nen er­for­der­lich sind und die In­te­gra­ti­on in den fa­mi­liä­ren All­tag und das so­zia­le Um­feld ei­ne Rol­le spie­len
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen Aus­hand­lungs­pro­zes­se zwi­schen der pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge und den Be­zugs­per­so­nen des Kin­des zur Auf­ga­ben­ver­tei­lung in der Pfle­ge ei­nes Kin­des mit Neu­ro­der­mi­tis ein­ge­übt wer­den kön­nen
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen durch Schu­lun­g/Be­ra­tung ei­ner Fa­mi­lie die Ent­wick­lung und so­zia­le In­te­gra­ti­on des Kin­des/Ju­gend­li­chen mit Asth­ma bron­chia­le ge­stärkt wird
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen Ju­gend­li­che mit ei­nem Dia­be­tes Typ I mo­ti­viert wer­den müs­sen, Ver­ant­wor­tung für ihr Ge­sund­heits­ma­nage­ment zu über­neh­men

Bei al­len Lern­si­tua­tio­nen muss dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass die Tie­fe der Aus­ein­an­der­set­zung ei­ner Erst­aus­bil­dung ent­spricht. Das The­ma In­ten­siv­pfle­ge bei Früh­ge­bo­re­nen wird erst in Wei­ter­bil­dun­gen oder ei­nem Stu­di­en­gang ver­tieft.

An­la­ge 3 PflA­PrV

10.2.1 In­ten­tio­nen und Re­le­vanz  [+]

Die­se cur­ri­cu­la­re Ein­heit be­zieht sich schwer­punkt­mä­ßig auf die pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung von Säug­lin­gen, Kin­dern und Ju­gend­li­chen so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen. Im be­son­de­ren Fo­kus ste­hen

  • Ent­wick­lungs­för­de­rung und die da­mit ver­bun­de­nen Ent­wick­lungs­auf­ga­ben,
  • Ver­tie­fung der be­reits er­wor­be­nen Kom­pe­ten­zen ex­em­pla­risch an der pfle­ge­ri­schen Si­tua­ti­on ei­nes Früh­ge­bo­re­nen, ei­nes Schul­kin­des mit Asth­ma bron­chia­le und ei­nes Ju­gend­li­chen mit Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1,
  • An­bah­nung oder Wei­ter­ent­wick­lung von El­tern­kom­pe­ten­zen und Rol­len­aus­hand­lungs­pro­zes­se zwi­schen den Fa­mi­li­en und der pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge
10.2.2 Bil­dungs­zie­le  [+]

Die Aus­zu­bil­den­den

  • ge­stal­ten von In­for­ma­ti­ons- und Be­ra­tungs­ge­sprä­chen.
  • er­ken­nen Rol­len­kon­flik­te und ent­wi­ckeln ei­ne ethisch re­flek­tier­te Po­si­ti­on.
  • be­wäl­ti­gen Ent­schei­dungs­kon­flik­te durch ei­ne ethisch be­grün­de­te Po­si­ti­on.
10.2.3 Kom­pe­ten­zen – An­la­ge 3 PflA­PrV  [+]

Die Aus­zu­bil­den­den

  • über­neh­men Ver­ant­wor­tung für die Or­ga­ni­sa­ti­on, Steue­rung und Ge­stal­tung des Pfle­ge­pro­zes­ses bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen (I.1.b).
  • nut­zen spe­zi­fi­sche As­sess­ment­ver­fah­ren bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen und be­schrei­ben den Pfle­ge­be­darf un­ter Ver­wen­dung von pfle­ge­dia­gnos­ti­schen Be­grif­fen (I.1.c).
  • han­deln die Pfle­ge­pro­zess­ge­stal­tung mit dem zu pfle­gen­den Kind oder Ju­gend­li­chen und ge­ge­be­nen­falls sei­nen Be­zugs­per­so­nen aus, set­zen ge­si­cher­te Pfle­ge­maß­nah­men ein und eva­lu­ie­ren ge­mein­sam die Wirk­sam­keit von Pfle­ge (I.1.e).
  • stär­ken die Kom­pe­ten­zen von An­ge­hö­ri­gen im Um­gang mit dem pfle­ge­be­dürf­ti­gem Kind oder dem Ju­gend­li­chem und un­ter­stüt­zen und för­dern die Fa­mi­li­en­ge­sund­heit (I.2.c).
  • un­ter­stüt­zen Fa­mi­li­en, die sich ins­be­son­de­re in­fol­ge ei­ner Früh­ge­burt, ei­ner schwe­ren chro­ni­schen Er­kran­kung oder ei­ner le­bens­li­mi­tie­ren­den Er­kran­kung in ei­ner Le­bens­kri­se be­fin­den und wir­ken bei der Sta­bi­li­sie­rung des Fa­mi­li­en­sys­tems mit (I.3.b).
  • stim­men die In­ter­ak­ti­on so­wie die Ge­stal­tung des Pfle­ge­pro­zes­ses auf den in­di­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­stand von Kin­dern und Ju­gend­li­chen ab und un­ter­stüt­zen ent­wick­lungs­be­ding­te For­men der Krank­heits­be­wäl­ti­gung (I.6.e.).
  • ge­stal­ten die Kom­mu­ni­ka­ti­on in un­ter­schied­li­chen Pfle­ge­si­tua­tio­nen mit Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen un­ter Ein­satz ver­schie­de­ner In­ter­ak­ti­ons­for­men und ba­lan­cie­ren das Span­nungs­ver­hält­nis von Nä­he und Dis­tanz aus (II.1.c).
  • re­flek­tie­ren sich ab­zeich­nen­de oder be­stehen­de Kon­flik­te in pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­si­tua­tio­nen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen und ent­wi­ckeln An­sät­ze zur Kon­flikt­schlich­tung und -lö­sung, auch un­ter Hin­zu­zie­hung von An­ge­bo­ten zur Re­fle­xi­on pro­fes­sio­nel­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on (II.1.f.).
  • re­flek­tie­ren Phä­no­me­ne der Macht und von Macht­miss­brauch in pfle­ge­ri­schen Hand­lungs­fel­dern in der Ver­sor­gung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen (II.1.g).
  • in­for­mie­ren Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen zu kom­ple­xen ge­sund­heits- und pfle­ge­be­zo­ge­nen Fra­ge­stel­lun­gen und wei­ter­ge­hen­den Fra­gen der pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung in ei­ner dem Ent­wick­lungs­stand und der Si­tua­ti­on an­ge­mes­se­nen Spra­che (II.2.a).
  • set­zen Schu­lun­gen mit Kin­dern, Ju­gend­li­chen un­d/o­der ih­ren Be­zugs­per­so­nen in Ein­zel­ar­beit oder klei­ne­ren Grup­pen um (II.2.b).
  • be­ra­ten Kin­der, Ju­gend­li­che und ih­re Be­zugs­per­so­nen im Um­gang mit krank­heits- so­wie the­ra­pie- und pfle­ge­be­ding­ten An­for­de­run­gen und be­fä­hi­gen sie, ih­re Ge­sund­heits­zie­le in größt­mög­li­cher Selbst­stän­dig­keit und Selbst­be­stim­mung zu er­rei­chen (II.2.c).
  • set­zen sich für die Ver­wirk­li­chung von Men­schen­rech­ten, Ethik­ko­di­zes und die För­de­rung der spe­zi­fi­schen Be­dürf­nis­se und Ge­wohn­hei­ten von zu pfle­gen­den Kin­dern und Ju­gend­li­chen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen ein (II.3.a).
  • tra­gen in ethi­schen Di­lem­ma­si­tua­tio­nen mit Kin­dern, Ju­gend­li­chen oder ih­ren Be­zugs­per­so­nen im in­ter­pro­fes­sio­nel­len Ge­spräch zur ge­mein­sa­men Ent­schei­dungs­fin­dung bei (II.3.c).
  • be­ach­ten um­fas­send die An­for­de­run­gen der Hy­gie­ne und wir­ken ver­ant­wort­lich an der In­fek­ti­ons­prä­ven­ti­on in den un­ter­schied­li­chen pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­be­rei­chen mit (III.2.a).
  • be­ob­ach­ten und in­ter­pre­tie­ren die mit ei­nem me­di­zi­ni­schen Ein­griff bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen ver­bun­de­nen Pfle­ge­phä­no­me­ne und Kom­pli­ka­tio­nen auch in in­sta­bi­len oder kri­sen­haf­ten ge­sund­heit­li­chen Si­tua­tio­nen (III.2.c.).
  • un­ter­stüt­zen und be­glei­ten zu pfle­gen­de Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen um­fas­send auch bei in­va­si­ven Maß­nah­men der Dia­gnos­tik und The­ra­pie (III.2.d).
  • ver­tre­ten im Rah­men des Pfle­ge­pro­zes­ses ge­won­ne­nen Ein­schät­zun­gen zu Pfle­ge­dia­gno­sen und er­for­der­li­chen Be­hand­lungs­kon­se­quen­zen bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen in der in­ter­pro­fes­sio­nel­len Zu­sam­men­ar­beit (III.2.f).
  • über­neh­men Mit­ver­ant­wor­tung in der in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Ver­sor­gung und Be­hand­lung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen und un­ter­stüt­zen die Kon­ti­nui­tät an in­ter­dis­zi­pli­nä­ren und in­sti­tu­tio­nel­len Schnitt­stel­len (III.3.a).
  • brin­gen die pfle­ge­fach­li­che Sicht­wei­se in die in­ter­pro­fes­sio­nel­le Kom­mu­ni­ka­ti­on ein (III.3.b).
  • wir­ken an Maß­nah­men der Qua­li­täts­si­che­rung so­wie -ver­bes­se­rung mit, set­zen sich für die Um­set­zung evi­denz­ba­sier­ter un­d/o­der in­ter­pro­fes­sio­nel­ler Leit­li­ni­en und Stan­dards ein und leis­ten so ei­nen Bei­trag zur Wei­ter­ent­wick­lung ein­rich­tungs­spe­zi­fi­scher Kon­zep­te (IV.1.b).
  • über­prü­fen re­gel­mä­ßig die ei­ge­ne pfle­ge­ri­sche Pra­xis durch kri­ti­sche Re­fle­xio­nen und Eva­lua­ti­on im Hin­blick auf Er­geb­nis- und Pa­ti­en­ten­ori­en­tie­rung und zie­hen Schluss­fol­ge­run­gen für die Wei­ter­ent­wick­lung der Pfle­ge­qua­li­tät (IV.1.d).
  • üben den Be­ruf im Rah­men der ge­setz­li­chen Vor­ga­ben so­wie un­ter Be­rück­sich­ti­gung ih­rer aus­bil­dungs- und be­rufs­be­zo­ge­nen Rech­te und Pflich­ten ei­gen­ver­ant­wort­lich aus (IV.2.a).
  • be­grün­den und re­flek­tie­ren das Pfle­ge­han­deln kon­ti­nu­ier­lich auf der Ba­sis von viel­fäl­ti­gen oder spe­zi­fi­schen pfle­ge­wis­sen­schaft­li­chen, be­zugs­wis­sen­schaft­li­chen evi­denz­ba­sier­ten Stu­di­en­er­geb­nis­sen, Theo­ri­en, Kon­zep­ten und Mo­del­len (V.1.c).
  • be­wer­ten das le­bens­lan­ge Ler­nen als ein Ele­ment der per­sön­li­chen und be­ruf­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung und über­neh­men Ei­gen­in­itia­ti­ve und Ver­ant­wor­tung für das ei­ge­ne Ler­nen und nut­zen hier­für auch mo­der­ne In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en (V.2.a).
  • neh­men dro­hen­de Über- oder Un­ter­for­de­run­gen früh­zei­tig wahr, er­ken­nen die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen am Ar­beits­platz un­d/o­der des ei­ge­nen Kom­pe­tenz­pro­fils und lei­ten dar­aus ent­spre­chen­de Hand­lungs­in­itia­ti­ven ab (V.2.b).
  • re­flek­tie­ren ih­re per­sön­li­che Ent­wick­lung als pro­fes­sio­nell Pfle­gen­de und ent­wi­ckeln ein ei­ge­nes Pfle­ge­ver­ständ­nis so­wie ein be­ruf­li­ches Selbst­ver­ständ­nis un­ter Be­rück­sich­ti­gung be­rufs­ethi­scher und ei­ge­ner ethi­scher Über­zeu­gun­gen (V.2.d).
10.2.4 In­hal­te/Si­tua­ti­ons­merk­ma­le  [+]

Hand­lungs­an­läs­se

Pfle­ge­be­dar­fe von Früh­ge­bo­re­nen, z. B.

  • re­du­zier­tes Ge­burts­ge­wicht und Un­rei­fe­zei­chen
  • Wär­me­ver­lust, Vi­ta­li­täts­schwan­kun­gen, Atem­stö­run­gen, Pro­ble­me bei der Nah­rungs­auf­nah­me und bei der Aus­schei­dung
  • Saug- und Schluck­stö­run­gen
  • Aspi­ra­ti­ons­ge­fahr
  • In­fek­ti­ons­ge­fahr
  • un­ter­bro­che­nes Stil­len
  • neo­na­ta­le Gelb­sucht
  • be­ein­träch­tig­ter Gas­aus­tausch
  • Elek­tro­lyt-, Säu­re-Ba­sen- und Flüs­sig­keits­un­gleich­ge­wicht
  • un­wirk­sa­mer Atem­vor­gang
  • Ge­fahr ei­ner Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung, Ri­si­ken und Be­ein­träch­ti­gung der kind­li­chen Ent­wick­lung

Pfle­ge­be­dar­fe be­zo­gen auf die Fa­mi­li­en­si­tua­ti­on und El­tern­kom­pe­ten­zen

  • be­ein­träch­tig­te El­tern­kom­pe­ten­zen
  • Ge­fahr ei­ner be­ein­träch­tig­ten Bin­dung
  • be­ein­träch­tig­te so­zia­le In­ter­ak­ti­on
  • Ge­fahr ei­ner be­ein­träch­tig­ten Be­zie­hung
  • fa­mi­liä­re Über­gangs­si­tua­tio­nen
  • Ge­fahr ei­ner be­ein­träch­tig­ten el­ter­li­chen Für­sor­ge

Pfle­ge­be­dar­fe in spä­te­ren Al­ter­s­pha­sen

  • Ge­fahr ei­ner be­hin­der­ten At­mung, Kurz­at­mig­keit, pfei­fen­de Atem­ge­räu­sche, Luft­not so­wie ei­ne Un­ter­ver­sor­gung mit Sau­er­stoff
  • Ge­fahr ei­nes Asth­ma­an­falls, Hus­ten­reiz und zä­her Schleim, Atem­not bis zur Er­sti­ckungs­ge­fahr, Ru­he­lo­sig­keit und Angst
  • Ge­fahr ei­ner all­er­gi­schen Re­ak­ti­on
  • Ri­si­ken oder Be­ein­träch­ti­gun­gen der kind­li­chen Ent­wick­lung und ei­ner so­zia­len Iso­la­ti­on
  • Not­wen­dig­keit ei­nes Me­di­ka­men­ten­ma­nage­ments
  • Ge­fahr ei­nes in­sta­bi­len Blut­zu­cker­spie­gels
  • Ge­fahr ei­ner Ge­sund­heits­schä­di­gung bzw. ei­ner Stoff­wech­sel­ent­glei­sung
  • Ge­fahr ei­ner Ak­ti­vi­täts­in­to­le­ranz
  • un­wirk­sa­mes The­ra­pie­ma­nage­ment
  • un­wirk­sa­mes Ma­nage­ment der ei­ge­nen Ge­sund­heit
  • ge­fah­ren­ge­neig­tes Ge­sund­heits­ver­hal­ten
  • be­ein­träch­ti­ge Com­p­li­an­ce/Ad­hä­renz
  • Wis­sens­de­fi­zit zu re­le­van­ten ge­sund­heits- und pfle­ge­re­le­van­ten The­men
  • Ge­fahr ei­nes ge­rin­gen Selbst­wert­ge­fühls
  • Ge­fahr von Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung und Über­for­de­rung durch zu frü­he Selbst­stän­dig­keit oder die er­höh­te For­de­rung an Selbst­stän­dig­keit
  • Ge­fahr ei­ner so­zia­len Iso­la­ti­on

Pfle­ge­be­dar­fe be­zo­gen auf die Fa­mi­li­en­si­tua­ti­on und El­tern­kom­pe­ten­zen

  • Ge­fahr der Über­for­de­rung der Fa­mi­lie durch Ent­wick­lungs­auf­ga­ben und das er­for­der­li­che si­tua­ti­ve Ge­sund­heits­ma­nage­ment
  • ver­mei­den­de dys­funk­tio­na­le Be­wäl­ti­gungs­stra­te­gi­en
  • fa­mi­liä­re Kon­flik­te und dys­funk­tio­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men in­ner­halb der Fa­mi­lie
  • de­pres­si­ve Stim­mungs­la­gen
  • Ge­fahr ei­ner be­ein­träch­tig­ten el­ter­li­chen Für­sor­ge
  • Not­wen­dig­keit von ver­än­der­ten Le­bens­plä­nen und fa­mi­liä­ren An­pas­sun­gen
  • Ge­fahr ei­nes be­ein­träch­tig­ten fa­mi­liä­ren Co­pings
  • mo­ra­li­sche Kon­flik­te, Ent­schei­dungs­kon­flik­te
  • be­ein­träch­tig­te Fa­mi­li­en­pro­zes­se bzw. Ent­wick­lungs­pha­sen
  • Ge­fahr der Über­for­de­rung der Fa­mi­lie durch das The­ra­pie­ma­nage­ment ei­nes Dia­be­tes mel­li­tus Typ1

RL/REK: Mög­lich­kei­ten und Gren­zen me­di­zi­ni­scher Mach­bar­keit; Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen ethi­schen Grund­über­zeu­gun­gen; Un­ter­stüt­zung in der re­li­giö­sen Ent­wick­lung und Sinn­fin­dung in der Tran­si­ti­on vom Kin­des- ins Ju­gend­al­ter und zum jun­gen Er­wach­se­nen

Kon­text­be­din­gun­gen

Me­so­ebe­ne

  • Ein­rich­tun­gen der Ge­sund­heits­ver­sor­gung, z. B. Sta­tio­nä­re und am­bu­lan­te Ein­rich­tun­gen zur pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung, Be­ra­tung und Schu­lung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen, wie Kin­der­kli­ni­ken, Kin­der­fach­ab­tei­lun­gen, El­tern­schu­len

Ma­kro­ebe­ne

  • Ge­set­ze, Leit­li­ni­en und Char­tas, z. B.
    • UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on
    • EACH-Char­ta
    • Kin­der­rech­te und Schutz­ge­set­ze
    • das Sor­ge­recht
    • Selbst­be­stim­mungs­recht von Kin­dern und Ju­gend­li­chen

Aus­ge­wähl­te Ak­teu­re

  • El­tern, Be­zugs­per­so­nen, Fa­mi­li­en
  • Früh­ge­bur­ten, Kin­der, Ju­gend­li­che so­wie jun­ge Er­wach­se­ne
  • Aus­zu­bil­den­de, Pfle­ge­fach­frau­en und -män­ner, Ge­sund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge­rin­nen und Kin­der­kran­ken­pfle­ger, an­de­re Be­rufs­grup­pen, z. B. Kin­der­ärz­tin­nen und -ärz­te, Heb­am­men, Er­go- und Phy­sio­the­ra­peu­tin­nen und -the­ra­peu­ten, Heil­päd­ago­gin­nen und Heil­päd­ago­gen, Er­zie­he­rin­nen und Er­zie­her, Psy­cho­lo­gin­nen und Psy­cho­lo­gen, Still- und Lak­ta­ti­ons­be­ra­te­rin­nen und -be­ra­ter, Er­näh­rungs­be­ra­te­rin­nen und Er­näh­rungs­be­ra­ter, Dia­be­tes­be­ra­te­rin­nen und Dia­be­tes­be­ra­ter, Fa­mi­li­en- und Ge­sund­heits­pfle­ge­rin­nen und -pfle­ger, Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen, So­zi­al­ar­bei­te­rin­nen und So­zi­al­ar­bei­ter

Er­le­ben/Deu­ten/Ver­ar­bei­ten

Aus­zu­bil­den­de

  • Er­le­ben ei­ner Früh­ge­burt
  • Freu­de über voll­zo­ge­ne Ent­wick­lungs­schrit­te ei­nes Kin­des
  • Wahr­neh­mung von kind­li­cher Ver­letz­lich­keit und Schutz­be­dürf­tig­keit
  • Rol­len­un­si­cher­heit ge­gen­über Ju­gend­li­chen und El­tern
  • Am­bi­va­lenz zwi­schen di­ver­gie­ren­den Be­dürf­nis­la­gen und An­for­de­run­gen in Pfle­ge­si­tua­tio­nen mit Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­ren Be­zugs­per­so­nen so­wie im in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Team
  • Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen kind­li­chen und fa­mi­liä­ren Le­bens­wel­ten, ei­ge­ner fa­mi­liä­rer So­zia­li­sa­ti­on und bio­gra­fi­schen Er­fah­run­gen
  • Dis­kre­panz zwi­schen el­ter­li­cher Für­sor­ge, Selbst­be­stim­mung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen so­wie ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen und Po­si­tio­nen
  • Er­le­ben von Rol­len­un­si­cher­heit
  • RL/REK: Mög­lich­kei­ten und Gren­zen me­di­zi­ni­scher Mach­bar­keit; Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen ethi­schen Grund­über­zeu­gun­gen; Un­ter­stüt­zung in der re­li­giö­sen Ent­wick­lung und Sinn­fin­dung in der Tran­si­ti­on vom Kin­des- ins Ju­gend­al­ter und zum jun­gen Er­wach­se­nen

Kin­der und Ju­gend­li­che so­wie de­ren Be­zugs­per­so­nen/Fa­mi­li­en

  • Freu­de und Zu­ver­sicht
  • Wahr­neh­mung von Stär­ke und el­ter­li­cher Kom­pe­tenz
  • el­ter­li­cher Stolz
  • Wahr­neh­mung von Selbst­wirk­sam­keit
  • Er­le­ben von Rol­len­un­si­cher­heit
  • Er­le­ben von Angst, Un­si­cher­heit, Hilf­lo­sig­keit, Ent­täu­schung und Trau­er
  • Ab­schied von Le­bens- und Fa­mi­li­en­plä­nen

Hand­lungs­mus­ter

Pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung von Früh­ge­bo­re­nen

  • Er­he­bung des Pfle­ge­be­darfs bei Früh­ge­bur­ten un­ter Nut­zung von aus­ge­wähl­ten spe­zi­fi­schen, auf Früh­ge­bo­re­ne und das Kin­des­al­ter aus­ge­rich­te­ten As­sess­men­tin­stru­men­ten
  • Mit­wir­kung bei der Erst­ver­sor­gung des Früh­ge­bo­re­nen im Kreiß­saal
  • Pfle­ge ei­nes Früh­ge­bo­re­nen bei Pho­to­the­ra­pie
  • Zu­sam­men­ar­beit im ge­burts­hilf­li­chen Team und Ab­gren­zung der je­wei­li­gen Auf­ga­ben und Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che
  • Un­ter­stüt­zung bei ethi­schen Ent­schei­dungs­pro­zes­sen
  • Mit­wir­kung bei prä­ven­ti­ven Maß­nah­men bei Früh­ge­bo­re­nen
  • Be­ob­ach­tung und Ein­schät­zung der Vi­ta­li­tät des Früh­ge­bo­re­nen
  • Stil­lan­lei­tung und -för­de­rung
  • Um­set­zung von ent­wick­lungs­för­dern­den Pfle­ge­kon­zep­ten
  • Er­he­bung des Un­ter­stüt­zungs- und In­for­ma­ti­ons­be­darfs der Be­zugs­per­so­nen
  • Be­ob­ach­tung und Ein­schät­zung von (in­tui­ti­ven) El­tern­kom­pe­ten­zen
  • Schu­lung von El­tern in der Pfle­ge ih­res Früh­ge­bo­re­nen und För­de­rung der El­tern­kom­pe­tenz
  • Aus­hand­lung von Rol­len und Auf­ga­ben mit­be­trof­fe­nen Fa­mi­li­en
  • pro­fes­sio­nel­le Be­zie­hungs­ge­stal­tung und In­ter­ak­ti­on mit den El­tern bzw. Fa­mi­li­en­sys­te­men un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Bil­dungs­stands, der kul­tu­rel­len und mi­lieu­spe­zi­fi­schen Be­din­gun­gen
  • pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen mit ge­sund­heit­li­chen Pro­blem­la­gen in spä­te­ren Al­ter­s­pha­sen
  • Er­he­bung des Pfle­ge­be­darfs von Kin­dern und Ju­gend­li­chen mit ge­sund­heit­li­chen Pro­blem­la­gen un­ter Nut­zung aus­ge­wähl­ter spe­zi­fi­scher, auf das Kin­des­al­ter aus­ge­rich­te­ter As­sess­men­tin­stru­men­te
  • Ein­schät­zung von At­mung und Atem­weg­sob­struk­tio­nen, durch Be­ob­ach­tung der Haut­far­be, Sau­er­stoff­sät­ti­gung, Lip­pen und Fin­ger­nä­geln
  • Peak-Flow-Mes­sun­gen, Füh­rung ei­nes Asth­ma­ta­ge­buchs
  • Si­che­rung von Flüs­sig­keits­zu­fuhr und Ent­span­nung
  • Durch­füh­rung von In­ha­la­tio­nen und atem­un­ter­stüt­zen­den Maß­nah­men
  • Mit­wir­kung an der Not­fall­pla­nung in Atem­not­si­tua­tio­nen, in Not­fall­si­tua­tio­nen si­cher han­deln
  • Aus­hand­lung von Rol­len und Auf­ga­ben­be­rei­chen mit den Fa­mi­li­en/El­tern/ Be­zugs­per­so­nen
  • Schu­lung von El­tern/Be­zugs­per­so­nen in der Pfle­ge ih­res Kin­des, För­de­rung der El­tern­kom­pe­tenz
  • In­for­ma­ti­on, Be­ra­tung und Schu­lung von El­tern/Fa­mi­li­en so­wie Kin­dern und Ju­gend­li­chen zu ge­sund­heits- und ent­wick­lungs­be­zo­ge­nen Fra­gen und Stär­kung der Ad­hä­renz
  • si­tua­ti­ve An­wen­dung di­gi­ta­ler und tech­ni­scher Hilfs­mit­tel
  • För­de­rung von Ent­wick­lung und Selbst­be­stim­mung zur Teil­ha­be am ge­sell­schaft­li­chen Le­ben von Kin­dern und Ju­gend­li­chen mit ei­ner Atem­wegs­er­kran­kung
  • früh­zei­ti­ges Er­ken­nen und Ver­mei­den ei­ner Hy­po­gly­kämie oder Hy­per­gly­kämie, Ein­schät­zung ei­ner mög­li­chen Not­fall­si­tua­ti­on
  • För­de­rung der Ak­zep­tanz der Er­kran­kung durch die Fa­mi­lie so­wie die be­trof­fe­nen Kin­der/Ju­gend­li­chen
  • Ab­stim­mung von An­ge­bo­ten der In­for­ma­ti­on, Be­ra­tung und Schu­lung auf die al­ter­s­ent­spre­chen­den Ent­wick­lungs­auf­ga­ben
  • Zu­sam­men­ar­beit im mul­ti­pro­fes­sio­nel­len Team
  • pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung und Be­glei­tung von An­pas­sungs­pro­zes­sen in der Tran­si­ti­on vom Kin­des- ins Ju­gend­al­ter und zum jun­gen Er­wach­se­nen

RL/REK: Mög­lich­kei­ten und Gren­zen me­di­zi­ni­scher Mach­bar­keit; Dis­kre­panz von un­ter­schied­li­chen ethi­schen Grund­über­zeu­gun­gen; Un­ter­stüt­zung in der re­li­giö­sen Ent­wick­lung und Sinn­fin­dung in der Tran­si­ti­on vom Kin­des- ins Ju­gend­al­ter und zum jun­gen Er­wach­se­nen.

10.2.5 Wei­te­re In­hal­te/Wis­sens­grund­la­gen  [+]
  • Er­schlie­ßung von wis­sen­schaft­lich be­grün­de­tem Wis­sen und epi­de­mio­lo­gi­schen Da­ten aus der päd­ia­tri­schen Ver­sor­gung un­ter Nut­zung von di­gi­ta­len In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en
  • Über­blick über Ver­er­bung und Fort­pflan­zung
  • Über­blick über em­bryo­na­le, fe­ta­le, kind­li­che und ju­gend­li­che (mo­to­ri­sche, so­zia­le, emo­tio­na­le, sprach­li­che und ko­gni­ti­ve) Ent­wick­lung und Ent­wick­lungs­auf­ga­ben
  • Über­blick über die Psy­cho­lo­gie und So­zio­lo­gie des Kin­des und Ju­gend­li­chen
  • Über­blick über die ana­to­misch-phy­sio­lo­gi­schen Be­son­der­hei­ten von Neu- und Früh­ge­bo­re­nen
  • ver­tief­tes Wis­sen zur Hy­gie­ne
  • Über­blick über die Be­son­der­hei­ten der Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie der At­mungs­or­ga­ne im Säug­lings- und Klein­kind­al­ter
  • Über­blick über die Ab­wehr­funk­tio­nen des Blu­tes und all­er­gi­sche Re­ak­tio­nen im Kin­des­al­ter
  • Über­blick über die Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie des en­do­kri­nen Sys­tems
  • Über­blick über The­ra­peu­ti­ka bei Atem­wegs­er­kran­kun­gen und Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1
  • Ver­än­de­run­gen im Hor­mon- und Neu­ro­trans­mit­ter­haus­halt und der Emo­ti­ons­ver­ar­bei­tung im Ge­hirn in der Pu­ber­tät
  • Grund­la­gen der Fa­mi­li­en­ge­sund­heits­pfle­ge
  • ethi­sche Grund­la­gen: Selbst­be­stim­mung und el­ter­li­che Für­sor­ge/Sor­ge
  • spe­zi­fi­sche ethi­sche Ent­schei­dungs­mo­del­le
10.2.6 An­re­gun­gen für das Ler­nen in si­mu­la­ti­ven Lern­um­ge­bun­gen  [+]

Zum Bei­spiel:

  • Si­mu­la­ti­on ei­ner Schu­lungs- und Be­ra­tungs­si­tua­ti­on (Be­ra­tung durch In­for­ma­ti­on) von Kin­dern und Ju­gend­li­chen un­d/o­der ih­ren so­zia­len Be­zugs­per­so­nen, un­ter­schied­li­che An­läs­se, un­ter­schied­li­che ko­gni­ti­ve und so­zia­le Vor­aus­set­zun­gen
  • Si­mu­la­ti­on von pfle­ge­ri­schen Ge­sprächs- bzw. Pfle­ge­si­tua­tio­nen zur In­for­ma­ti­on und Schu­lung von Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­rer Be­zugs­per­so­nen mit un­ter­schied­li­chen ko­gni­ti­ven, emo­tio­na­len so­zia­len und kul­tu­rel­len Vor­aus­set­zun­gen
10.2.7 An­re­gun­gen für Lern- und Ar­beits­auf­ga­ben  [+]

Zum Bei­spiel:

  • Merk­ma­le ei­nes In­for­ma­ti­ons­ge­sprä­ches von ei­nem Be­ra­tungs­ge­spräch ab­gren­zen
  • Merk­ma­le ei­nes Ge­sprä­ches zur In­for­ma­ti­on ei­nes Kin­des/Ju­gend­li­chen be­züg­lich der Haut­pfle­ge oder des Um­gangs mit ei­nem In­ha­la­ti­ons­ge­rät zu­sam­men­stel­len
  • Merk­ma­le ei­ner Schu­lungs­si­tua­ti­on zur Er­wei­te­rung el­ter­li­cher Pfle­ge­kom­pe­ten­zen be­züg­lich der Er­näh­rung ei­nes Früh­ge­bo­re­nen ab­lei­ten
  • Merk­ma­le ei­ner Schu­lungs­si­tua­ti­on zur Er­wei­te­rung el­ter­li­cher Pfle­ge­kom­pe­ten­zen be­züg­lich ei­ner Not­fall­si­tua­ti­on bei Asth­ma bron­chia­le ab­lei­ten

Die si­mu­lier­ten Pfle­ge-/Be­rufs­si­tua­tio­nen soll­ten so ge­stal­tet wer­den, dass die Selbst­re­fle­xi­on stets ei­nen Teil des Lern­pro­zes­ses aus­macht und da­mit auch die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und -för­de­rung zum Ge­gen­stand des Ler­nens wird.

10.2.8 Di­dak­ti­scher Kom­men­tar  [+]

Fol­gen­de Lern­si­tua­tio­nen kön­nen hier ex­em­pla­risch be­ar­bei­tet wer­den:

  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen dem Ent­wick­lungs­stand des Kin­des ent­spre­chen­de Vor­be­rei­tun­gen und ei­ne ent­spre­chen­de Be­glei­tung bei dia­gnos­ti­schen und the­ra­peu­ti­schen In­ter­ven­tio­nen er­for­der­lich sind,
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen Aus­hand­lungs­pro­zes­se zwi­schen der pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge und Be­zugs­per­so­nen über Rol­len und Auf­ga­ben er­for­der­lich sein kön­nen (z. B. in der Früh­ge­bo­re­nen­pfle­ge und oder bei Schul­kin­dern mit Asth­ma bron­chia­le),
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen Schu­lungs­se­quen­zen für (Schu­l-)Kin­der/Ju­gend­li­che mit Asth­ma bron­chia­le/Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1 und de­ren Be­zugs­per­so­nen er­for­der­lich sind,
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen Schu­lun­g/Be­ra­tung ei­ner Fa­mi­lie statt­fin­det, um die Ent­wick­lung und so­zia­le In­te­gra­ti­on des Kin­des/Ju­gend­li­chen mit Asth­ma bron­chia­le/Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1 zu stär­ken,
  • Lern­si­tua­tio­nen, in de­nen Be­ra­tung ei­nes Ju­gend­li­chen zur För­de­rung der Ei­gen­ver­ant­wor­tung und des Selbst­ma­nage­ments be­züg­lich Er­näh­rung, In­su­li­n­ap­pli­ka­tio­nen und sport­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten statt­fin­det.
  • Bei al­len Lern­si­tua­tio­nen muss dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass die Tie­fe der Aus­ein­an­der­set­zung ei­ner Erst­aus­bil­dung ent­spricht. Das The­ma In­ten­siv­pfle­ge bei Früh­ge­bo­re­nen wird erst in Wei­ter­bil­dun­gen oder ei­nem Stu­di­en­gang ver­tieft.
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