Zugang zu Texten gewinnen und Texte nutzen
unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher und selbstständig anwenden
Texten komplexe Informationen zielgerichtet entnehmen; auch nichtlineare Texte auswerten (auch durch Umwandlung in andere nichtlineare oder lineare Texte), mehrere Texte vergleichend nutzen und Texte exzerpieren
selbstständig komplexe Textinformationen in sach- und fachspezifische Wissensfelder einordnen und kritisch bewerten; inhaltliche Widersprüche und Inkohärenzen erkennen und erläutern
Inhalte eines anspruchsvollen Sach- und Gebrauchstextes in ein detailliertes Textverständnis integrieren und dabei aussagekräftige Textbelege auswählen, zitieren und nutzen
aus Texten entnommene Informationen zusammenhängend wiedergeben und differenziert in Problem- und Diskussionszusammenhänge einordnen; dabei beziehen sie auch fächerübergreifende Perspektiven ein
Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle)
Texte analysieren
Textanalyse und Interpretation unterscheiden; die Begriffe Fiktionalität, Text, Textanalyse und Interpretation erläutern und bei der eigenen Textanalyse verwenden
das Thema und zentrale Aussagen eines Textes bestimmen, begrifflich klar benennen und analysieren
Sachtexte gemäß ihrer informierenden, instruierenden, appellativen, argumentativen, regulierenden, expressiven Funktion bestimmen und unterscheiden
selbstständig Untersuchungsaspekte entwickeln und
– Thema, zentrale Thesen und Argumente
– Aufbau (auch argumentativer Status von Textteilen) und Argumentationsstrategie
– Sprache (Stilebene, sprachliche Mittel) und
– Kommunikationszusammenhang (Adressat, Intention, Medium)
in ihrem Wirkungsgefüge unter Verwendung von geeignetem Fachvokabular analysieren; dabei Untersuchungsschwerpunkte bilden
die Struktur eines Arguments analysieren (zum Beispiel Toulmin-Schema)
Texte verstehen
komplexere Deutungen eines Textes formulieren und das eigene Textverständnis erläutern und begründen, auch mithilfe von Hypothesen
Verstehensschwierigkeiten benennen und für den Verstehensprozess nutzen
Vorwissen, Fachwissen, Kontextwissen, Weltwissen und Leseerfahrung für ihr Textverstehen gezielt nutzen; einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
Texte kontextualisieren und werten
eigene und fremde Lebenswelten beschreiben, differenziert vergleichen und bewerten und Fremdheitserfahrungen reflektieren (Alterität)
Texte unterschiedlicher Textsorten oder medialer Form aspektorientiert vergleichen
zwischen textinternen und textexternen Informationen unterscheiden
das Publikationsmedium und den historischen Kontext von Sach- und Gebrauchstexten in ihr Textverstehen einbeziehen
differenziert und eigenständig zu komplexeren Argumentationen Stellung nehmen
Textgrundlage
anspruchsvollere Texte zu gesellschaftspolitischen, ethisch-philosophischen oder kulturellen Fragen, insbesondere zu domänenspezifischen Themen
Zentrale Schreibformen
informierend (auch materialgestützt), analysierend und interpretierend (zum Beispiel textbezogene Erörterung, materialgestütztes Argumentieren)