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Wirtschaftsinformatik

Vorbemerkungen

 

Bildungsplanübersicht

Eingangsklasse

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

20

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwendungen
Wiederholungen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Erstellen eines eigenen
Internetauftritts
Entwerfen eines Netzwerks
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 1

Beschreiben und Darstellen von zielorientierten Prozessen

14

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und modellieren Prozesse und stellen diese als
Prozesskette dar. Sie überprüfen gegebene Abläufe auf Schwachstellen und entwickeln Optimierungen.

BPE 1.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und beurteilen vorhandene Prozesse.

Notwendigkeit der Prozessanalyse

Ist-Aufnahme von Abläufen
lebensnahe Abläufe, Fallstudie

BPE 1.2

Die Schülerinnen und Schüler benennen Elemente, erläutern Sichten und entwerfen eigene ereignisgesteuerte Prozessketten.

Ereignisgesteuerte Prozesskette

  • Ereignisse, Funktionen, Informationsobjekte
  • Organisationseinheiten, logische Operatoren
  • Ablaufsicht
  • Datensicht

Hauptprozesse, Unterprozesse

BPE 1.3

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen Abläufe auf Schwachstellen und modellieren optimierte Alternativen.

Schwachstellenanalyse
logische und inhaltliche Aspekte
Prozessreorganisation
Parallelisierung von Prozessschritten

BPE 2

Tabellenkalkulation

14

Die Schülerinnen und Schüler wenden weiterführende Techniken in der Tabellenkalkulation an und erweitern Tabellen mithilfe komplexer Hilfsmittel.

BPE 2.1

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine einfache Benutzerführung mit Steuerungselementen.

Steuerungselemente
Kombinationsfeld, Kontrollkästchen, Optionsfeld, Listenfelder und Schieberegler
Schutz von Zellen, Tabellen und Dokumenten

BPE 2.2

Die Schülerinnen und Schüler wenden logische Operatoren an und entwickeln Sortier- und Filterbedingungen zur Analyse von Daten.

Boolesche Algebra
Wahrheitstabelle
Logische Operatoren UND, ODER, NICHT

Daten sortieren und filtern

Pivot-Tabelle

BPE 2.3

Die Schülerinnen und Schüler wenden Vorgehensweisen zum Austausch von Daten mit anderen Anwendungen an.

Datenimport
z. B. CSV-Datei
Datenexport

BPE 3

Entwicklung einer Internetpräsenz

16

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und erstellen mit einer Seitenbeschreibungs- und Formatierungssprache eine Internetpräsenz mit einheitlichem, zielgruppenorientierten Aufbau, die über eine strukturierte Navigation und responsives Verhalten verfügt.

BPE 3.1

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine geeignete Seitenarchitektur und einen strukturierten Navigationsaufbau für einen Internetauftritt.

Inhaltliche Gliederung

Einheitlicher Seitenaufbau
Corporate Design
Zielgruppenbezogenheit

BPE 3.2

Die Schülerinnen und Schüler implementieren den Entwurf einer Internetpräsenz. Sie erstellen die einzelnen Internetseiten unter Beachtung der Gestaltungsmittel Typografie und Farbwahl unter Verwendung aktueller Elemente der Seitenstrukturierung.

Verwendung von Strukturierungselementen
z. B. main, header, footer, nav
Formatierungsanweisungen
CSS
Zielgruppenbezogene Konzeption
z. B. Corporate Design

BPE 3.3

Die Schülerinnen und Schüler wenden ein zweidimensionales Gestaltungsraster an, das die Flächenaufteilung der Seitenelemente automatisch an die Displaygröße der Endgeräte anpasst.

Gestalterische Gesichtspunkte
Blickführung
Gestaltungsraster für den Aufbau des Seitenlayouts
z. B. CSS Framework
Responsives Verhalten

BPE 3.4

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine Internetpräsenz unter Verwendung eines zeitgemäßen Systems zur Trennung von Inhalt und Design.

Verwendung und Anpassung einer Designvorlage
z. B. Content Management System
Erstellung von Beiträgen und Seiten

Berechtigungen

BPE 4

Grundlagen der Netzwerktechnik

6

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben grundlegende Mechanismen der Datenübertragung in einem IP-basierten Netzwerk und wenden diese an.

BPE 4.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Funktionsweise eines Schichtenmodells.

Schichtenmodell
z. B. TCP/IP
Logische und physikalische Adressierung
manuelle Adressierung, DHCP

BPE 4.2

Die Schülerinnen und Schüler entwerfen exemplarisch ein Netzwerk unter Berücksichtigung der verschiedenen Komponenten und wenden jenes an.

Vergabe von IP-Adressen, DHCP
z. B. PCs, Simulationssoftware etc.
Konfiguration von Netzwerkkomponenten
z. B. Einbindung eines Default-Gateways, Switch, Router, Simulationssoftware, Laborunterricht
Netzwerkdienste
z. B. Web-Server, DNS, E-Mail

Jahrgangsstufe 1

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

20

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwendungen
Wiederholungen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Erstellen eines eigenen Programmierprojektes mit grafischer Benutzeroberfläche zur Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 5

Objektorientierte Softwareentwicklung (OOSE)

50

Die Schülerinnen und Schüler modellieren und implementieren Klassen mit Attributen und Methoden im Rahmen der objektorientierten Softwareentwicklung. Sie wenden die Prinzipien der Kapselung und der Vererbung an und benutzen Assoziationen, um Beziehungen zwischen den Objekten von Klassen zu realisieren. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Applikationen unter Beachtung der Trennung von Fach- und Präsentationsschicht.

BPE 5.1

Die Schülerinnen und Schüler modellieren Klassendiagramme. Sie implementieren und testen Klassen unter Beachtung des Prinzips der Kapselung.

Klassendiagramm

  • Attribute

  • Datentypen
z. B. String, double, int, boolean
  • Kapselung
  • Methoden

Implementieren von Klassen mit Attributen und Methoden

  • Konstruktor
  • Übergabeparameter
  • Rückgabewert

Verwendung von Klassen

  • Erzeugung von Objekten
  • Zugriffsmethoden

BPE 5.2

Die Schülerinnen und Schüler modellieren und implementieren Methoden unter der Verwendung von Kontrollstrukturen in einer objektorientierten Programmiersprache.

Kontrollstrukturen

  • Folge

  • Alternative
z. B. Einfachverzweigung, Mehrfachverzweigung
  • Wiederholung
z. B. Zählerschleife
Struktogramm

Ausnahmebehandlung
z. B. try, catch

BPE 5.3

Die Schülerinnen und Schüler wenden das Prinzip der Vererbung an und identifizieren gemeinsame Elemente im Sinne der Generalisierung. Sie modellieren Assoziationen zwischen Objekten und implementieren diese.

Vererbung

  • Generalisierung
  • Spezialisierung
  • Unterklasse
  • Oberklasse
  • Abstrakte Klasse

Assoziationen

  • Navigierbarkeit

  • Multiplizität
Kann‑, Muss-Assoziationen
Zugriff auf Methoden von assoziierten Objekten

BPE 5.4

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und implementieren Projekte unter Verwendung einer grafischen Benutzeroberfläche.

Zwei-Schichten-Architektur

Erstellung einer GUI
Nutzung von Generatoren und Klassenbibliotheken
Ereignisbehandlung

Umwandeln von Datentypen

Jahrgangsstufe 2

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

16

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwendungen
Wiederholungen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Entwicklung einer eigenen dynamischen Webseite oder mobilen Applikation zur Lösung eines betriebswirtschaftlichen Problems
Umsetzung eines vollständigen Beschaffungsprozesses in einer IUS
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 6*

Automatisierte Umsetzung von Geschäftsprozessen in einer integrierten Unternehmenssoftware

40

Die Schülerinnen und Schüler wenden eine integrierte Unternehmenssoftware als Instrument zur Visualisierung von standardisierten Geschäftsprozessen und zur Verdeutlichung der Wirkungszusammenhänge innerhalb eines Unternehmens an. Sie bearbeiten und systematisieren die einzelnen Prozessschritte von betrieblichen Handlungssituationen und beschreiben jeweils Auswirkungen auf betroffene Unternehmensbereiche.

BPE 6.1

Die Schülerinnen und Schüler strukturieren unterschiedliche Funktionsbereiche eines Modellunternehmens in einer integrierten Unternehmenssoftware und die vorhandene Datenbasis eines Modellunternehmens.

Aufbau eines ERP-Systems

  • Benutzeroberfläche

  • Organisationsdaten
z. B. Organigramm
Abbildung eines Unternehmens in einer Integrierten Unternehmenssoftware

  • Materialwirtschaft
  • Vertrieb
  • Einkauf

BPE 6.2

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren Stammdaten anhand des Datenkranzes eines Modellunternehmens und werten diese aus.

Materialstammdaten

  • Materialnummer

  • Materialart

  • Basismengeneinheit

  • Einkaufs- und Verkaufspreis

  • Steuerklassifikation

  • Dispositions- und Losgrößen
z. B. Meldebestand, Losgröße, Sicherheitsbestand
  • Lagerhaltungsdaten

Kreditoren- und Debitorenstammdaten

  • allgemeine Daten

  • Zahlungsbedingungen

  • Lieferbedingungen
z. B. Incoterms
  • Steuerklassifikation

  • Buchungskreisdaten

BPE 6.3

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln anhand von betrieblichen Handlungssituationen im Verkaufs- und Einkaufsbereich eines Modellunternehmens unternehmensrelevante Daten und wenden eine integrierte Unternehmenssoftware zur Datenerfassung an.

Stammdaten erfassen und pflegen

  • Material
Rohmaterialien, Handelswaren
  • Debitoren

  • Kreditoren

BPE 6.4

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den Absatzprozess eines Unternehmens von der Kundenanfrage bis zum Zahlungseingang in einer integrierten Unternehmenssoftware. Sie erläutern die Folgen von Leistungsstörungen und stellen diese in der integrierten Unternehmenssoftware dar.

Anfrage

Skonti, Rabatte, Rabattstaffeln

Angebot
rechtliche Bindung
Auftrag
Auswirkung auf Beschaffung, Belegfluss
Kommissionierung

Warenauslieferung
Auswirkung auf Warenwirtschaft
Fakturierung
Auswirkung auf Finanzbuchhaltung
Debitorenbuchhaltung
offene Posten
Zahlungseingang
Auswirkung auf Finanzbuchhaltung
Storno, Retouren, Gutschriften
Leistungsstörung
Rahmenverträge

BPE 6.5

Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den Beschaffungsprozess von der Bedarfsmeldung bis zum Wareneingang in einer integrierten Unternehmenssoftware.

Bestellanforderung

Bestellung
rechtliche Bindung
Wareneingang

BPE 7*

Erstellen von dynamischen Webseiten

40

Die Schülerinnen und Schüler entwerfen dynamische Webseiten, die einen Zugriff auf eine Datenbank ermöglichen. Sie erläutern das zugrundeliegende Client-Server-Prinzip, erstellen Formulare und lösen fachliche Problemstellungen mithilfe einer serverseitigen Programmiersprache. Sie diskutieren die Chancen und Probleme beim Einsatz von Cookies.

BPE 7.1

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und erstellen HTML-Formulare, werten diese mithilfe einer serverseitigen Programmiersprache aus und erläutern das zugrundeliegende Client-Server-Prinzip.

HTML-Formulare

Eingabefelder

Textfelder

Auswahlfelder

Schaltflächen

Datenübergabe von Formulardaten zur serverseitigen Auswertung
Versendemethoden
Codierung der serverseitigen Auswertung

  • Zuweisungen
  • Alternativen
  • Wiederholungsstrukturen
  • Funktionen
  • Plausibilitätsprüfungen

Aufbereitung der serverseitigen Datenauswertung
z. B. in Form von Tabellen

BPE 7.2

Die Schülerinnen und Schüler werten Datenbanken aus, um deren Informationen in einer Webseite darzustellen. Sie erweitern die Datenbanken um neue Inhalte und erstellen mithilfe der serverseitigen Programmierung neue Datensätze.

Datenbankzugriff mit SQL

  • Lesen von Daten
  • Verändern von Daten
  • Einfügen von Daten
  • Löschen von Daten

Aufbereitung der Datenbankinhalte
z. B. in Form von Tabellen

BPE 7.3

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Chancen und Risiken von Cookies.

Nutzerprofile

Lesen von Cookies

BPE 8*

Entwicklung von mobilen Applikationen

40

Die Schülerinnen und Schüler erstellen und entwickeln mobile Applikationen mit einer grafischen Benutzeroberfläche. Sie beschreiben die zentralen Bestandteile einer dazu geeigneten Entwicklungsumgebung und wenden Vorgehensweisen zur Veröffentlichung an.

BPE 8.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die zentralen Bestandteile einer Entwicklungsumgebung für mobile Applikationen.

Programmierwerkzeuge und ‑schnittstellen
z. B. Software Development Kit, API
Aufbau eines Projektes zur Entwicklung einer mobilen Applikation

BPE 8.2

Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine mobile Applikation mit einer grafischen Benutzeroberfläche zur Lösung fachlicher Problemstellungen.

Grafische Benutzeroberfläche
z. B. XML, Layout, Nutzung von Generatoren
Komponenten
z. B. Textfeld, Schaltfläche
Schichtenarchitektur

  • Fachschicht
  • Präsentationsschicht

Implementierung fachlicher Inhalte
Erstellen und Anpassen von Code
Ereignisverarbeitung

BPE 8.3

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Vorgehensweisen zur Veröffentlichung mobiler Applikationen, wenden diese an und beurteilen sie.

Virtuelle und physische Endgeräte
Emulator
Rechtliche Rahmenbedingungen

BPE 9*

Netzwerke

40

Die Schülerinnen und Schüler stellen grundlegende Netzwerkkonzepte dar, planen eigene exemplarische Netzwerke und implementieren diese. Dabei analysieren sie die Aufgaben der verschiedenen Netzwerkschichten und konfigurieren grundlegende Einstellungen ausgewählter aktiver Netzwerkkomponenten. Sie erkennen die Risiken der Netzbenutzung und realisieren Lösungsmöglichkeiten für Sicherheitsprobleme durch den Einsatz verschiedener Technologien und Verfahren.

BPE 9.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Kommunikation in einem Netzwerk.

OSI-7-Schichtenmodell

Aufgabe und Rolle von Protokollen

Adressierung von Endgeräten

  • logische Adressen
  • Hardware-Adressen
  • ARP
  • DHCP

Routing
Der Einsatz einer Netzwerksimulationssoftware wird empfohlen.
Switching

BPE 9.2

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren die in einem exemplarischen Home- oder SmallBusiness-Netzwerk zum Einsatz kommenden Geräte und ordnen ihre Aufgaben und ihre Anbindung an das Netzwerk in den vorgesehenen Einsatzbereich des Netzwerks ein.

Endgeräte

  • stationäre Computer
  • Notebooks
  • Drucker
  • Mobilgeräte

Verbindungsgeräte

  • Switch
  • Router
  • Access Point

Übertragungsmedien

Server

BPE 9.3

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben zentrale Dienste in einem Netzwerk und richten ein Netzwerk sowie ausgewählte Dienste ein.

Einrichten eines WLAN
Einsatz einer Netzwerksimulationssoftware
Anbindung an das Internet

Einrichten eines Webservers

  • http
  • Publikation von Webseiten

Merkmale von E-Mail-Protokollen

  • SMTP
  • POP3
  • IMAP4

IP-Adressen

  • Konfiguration statischer und dynamischer IP-Adressen auf Endgeräten

  • Aufgaben von DHCP
keine Konfiguration nötig
DNS

  • Aufgabe
  • Funktionsweise

Ereignisverarbeitung

BPE 9.4

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren verschiedene Gefahrenquellen und Angriffsformen in Netzwerken. Sie beurteilen die möglichen Konsequenzen und erläutern ausgewählte Maßnahmen zum Schutz der Netzwerkinfrastruktur sowie ihrer Daten.

Angriffsformen

Firewall

Geräteeinstellungen

Verschlüsselung

Persönliches Verhalten in Netzwerken

BPE 9.5

Die Schülerinnen und Schüler identifizieren häufig auftretende Fehlerquellen im Netzwerk und entwickeln Lösungen zur Fehlerbehebung.

Konfigurationsfehler

Gerätefehler

Operatorenliste

In den Zielformulierungen der Bildungsplaneinheiten werden Operatoren (= handlungsleitende Verben) verwendet. Diese Zielformulierungen (Standards) legen fest, welche Anforderungen die Schülerinnen und Schüler in der Regel erfüllen. Zusammen mit der Zuordnung zu einem der drei Anforderungsbereiche (AFB) dienen Operatoren einer Präzisierung. Dies sichert das Erreichen des vorgesehenen Niveaus und die angemessene Interpretation der Standards.

Anforderungsbereiche
Anforderungsbereich I umfasst die Wiedergabe von bekannten Sachverhalten aus einem abgegrenzten Gebiet im gelernten Zusammenhang, die Beschreibung und Darstellung bekannter Verfahren, Methoden und Prinzipien der Informatik, die Beschreibung und Verwendung gelernter und geübter Arbeitstechniken und Verfahrensweisen in einem begrenzten Gebiet und in einem wiederholenden Zusammenhang.
Anforderungsbereich II umfasst die selbstständige Verwendung bekannter Sachverhalte zur Bearbeitung neuer Frage- oder Problemstellungen unter vorgegebenen Gesichtspunkten in einem durch Übung bekannten Zusammenhang, die selbstständige Übertragung des Gelernten auf vergleichbare neue Situationen, wobei es um veränderte Fragestellungen, veränderte Sachzusammenhänge oder um abgewandelte Verfahrensweisen gehen kann, die Anwendung bekannter Verfahren, Methoden und Prinzipien der Informatik zur Lösung eines neuen Problems aus einem bekannten Problemkreis.
Anforderungsbereich III umfasst das planmäßige Verarbeiten komplexer Gegebenheiten mit dem Ziel, zu selbstständigen Gestaltungen bzw. Deutungen, Folgerungen, Begründungen, Wertungen zu gelangen, die bewusste und selbstständige Auswahl und Anpassung geeigneter gelernter Methoden und Verfahren in neuartigen Situationen. Dabei werden aus gelernten Denkmethoden bzw. Lösungsverfahren die zur Bewältigung der Aufgabe geeigneten selbstständig ausgewählt und einer neuen Problemstellung angepasst.
Operator Erläuterung Zuordnung
AFB
anwenden
einen bekannten Sachverhalt, eine bekannte Methode auf eine neue Problemstellung beziehen
I, II
auswerten
Daten, Einzelergebnisse oder Sachverhalte zu einer abschließenden Gesamtaussage zusammenführen
II, III
begründen
für einen gegebenen Sachverhalt einen folgerichtigen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herstellen
II
benennen, nennen
Sachverhalte, Strukturen und Prozesse begrifflich aufführen
I, II
berechnen
mittels charakteristischer Merkmale einen Sachverhalt genau feststellen und beschreiben
I, II
beschreiben
Strukturen, Sachverhalte oder Zusammenhänge strukturiert und fachsprachlich richtig mit eigenen Worten wiedergeben
I, II
bestimmen
einen Zusammenhang oder einen möglichen Lösungsweg aufzeigen und das Ergebnis formulieren
II, III
beurteilen
den Stellenwert von Sachverhalten oder Prozessen in einem Zusammenhang bestimmen, um kriterienorientiert zu einem begründeten Sachurteil zu gelangen
III
bezeichnen
Sachverhalte, Strukturen und Prozesse erkennen und zutreffend formulieren
I
darstellen
Zusammenhänge, Sachverhalte, Methoden etc. in strukturierter Form grafisch oder ggf. fachsprachlich wiedergeben
II, III
definieren
einen Begriff exakt bestimmen, um ihn von anderen abzugrenzen
II, III
diskutieren
zu einem Sachverhalt, zu einem Konzept oder zu einer Problemstellung eine Argumentation entwickeln, die zu einer begründeten Bewertung führt
II, III
dokumentieren
alle notwendigen Erklärungen, Herleitungen und Skizzen darstellen
II, III
einordnen
einen Sachverhalt oder eine Aussage mit erläuternden Hinweisen in einen Zusammenhang stellen
II, III
entwerfen, planen
Zusammenstellen von Funktionalitäten unter Berücksichtigung vorgegebener Daten
II, III
entwickeln
zu einem Sachverhalt oder zu einer Problemstellung ein konkretes Lösungsmodell oder ein Lösungskonzept begründend skizzieren
II, III
erklären, erläutern
Strukturen, Prozesse und Zusammenhänge von Erscheinungen erfassen, in Einzelheiten verdeutlichen und durch zusätzliche Informationen verständlich machen
I, II
ermitteln
einen Zusammenhang oder eine Lösung finden und das Ergebnis formulieren
I, II
erstellen
darstellen von Sachverhalten gemäß vorgegebener Syntax
II
erweitern
eine vorgegebene Struktur um Bestandteile ergänzen
II, III
identifizieren, kennzeichnen
das Wesentliche und Typische benennen
II
implementieren
Algorithmen und Datenstrukturen in eine Programmiersprache umsetzen
II
kommentieren
kausale Zusammenhänge anhand gegebener oder eigener Ergebnisse präzise vorstellen
II, III
modellieren
zu einem Ausschnitt der Realität ein informatisches Modell anfertigen
II, III
skizzieren
die wesentlichen Eigenschaften eines Objektes, eines Sachverhaltes oder einer Struktur grafisch darstellen
I, II
Stellung nehmen
unter Heranziehung von Kenntnissen differenziert eine eigene begründete Position beziehen
III
überprüfen, testen
Sachverhalte, Probleme, Fragestellungen nach bestimmten fachlich üblichen Kriterien untersuchen
II, III
übertragen
einen bekannten Sachverhalt, eine bekannte Methode auf eine neue Problemstellung beziehen
II, III
vervollständigen
Sachverhalte, Ausdrücke oder Aussagen nach bereits vorliegenden Kriterien mit zusätzlichen Informationen versehen
I, II
zeichnen
eine anschauliche und hinreichend exakte grafische Darstellung gegebener Strukturen anfertigen
I, II
vgl. Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Berufliche Informatik der KMK i. d. F. vom 10.05.2007


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