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Spanisch, neu beginnende Fremdsprache

Vorbemerkungen

Prozessbezogene Kompetenzen

Sprachbewusstheit
Die Schülerinnen und Schüler erwerben grundlegende sprachliche Mittel des Spanischen und vergleichen ausgewählte Phänomene mit ihrer Erstsprache und/oder anderen Sprachen. Sie nutzen vertraute Ausdrucksmittel des Spanischen zunehmend bewusst, setzen dabei Stil, Register sowie kulturell bestimmte Formen des Sprachgebrauchs, zum Beispiel Formen der Höflichkeit, zunehmend sensibel ein und gestalten auch interkulturelle Kommunikationssituationen weitgehend sicher. Ihrem Gegenüber begegnen sie respektvoll und tolerant, unabhängig davon, ob dessen Identität anders geprägt ist als ihre eigene. Die Schülerinnen und Schüler nehmen sprachliche Kommunikationsprobleme wahr und sind in der Lage, einfache Kompensationsstrategien anzuwenden. Darüber hinaus reflektieren sie in Ansätzen die Rolle und Verwendung von Sprachen in der Welt.
Sprachlernkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler analysieren und gestalten das eigene Sprachenlernen zunehmend selbstständig. Dabei greifen sie auf ihr mehrsprachiges Wissen und auf individuelle Sprachlernerfahrungen zurück, zum Beispiel indem sie grundlegende Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Beziehungen zwischen verschiedenen Sprachen erkennen und für ihr Sprachenlernen zunehmend bewusst einsetzen.
Zur Erweiterung ihrer sprachlichen Kompetenzen nutzen sie vielfältige Begegnungen mit der Fremdsprache, die direkt bzw. medial vermittelt, simuliert sein oder auch an außerschulischen Lernorten stattfinden können. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein angemessenes Repertoire an sprachbezogenen Lernmethoden und Strategien. Sie verwenden digitale und analoge Hilfsmittel (z. B. zweisprachige Wörterbücher) zunehmend zielgerichtet und weitgehend eigenständig.
Die Schülerinnen und Schüler schätzen ihre Sprachlernprozesse und ‑ergebnisse alters- und niveauangemessen ein und ziehen daraus Konsequenzen für ihr sprachliches Handeln und die Gestaltung weiterer Lernschritte.

Klasse 8

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

50

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwendungen
Wiederholungen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Musik (z. B. Lieder, Interpreten, Texte beschreiben und kreativ bearbeiten)
Portfolio erstellen
virtueller Austausch
szenische Darstellung (z. B. Fotostory, Sketch, Video)
fremde Identität annehmen im Rahmen einer simulation globale
Feste, Essen und Trinken erleben
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 1

Soziokulturelles Orientierungswissen

Das soziokulturelle Orientierungswissen gibt den Schülerinnen und Schülern im Zusammenspiel mit dem Ausbau der interkulturellen und funktionalen kommunikativen Kompetenz die Möglichkeit, internationale Begegnungen und Auslandsaufenthalte im Rahmen von Schule und Privatleben gelenkt zu bewältigen.

BPE 1.1

Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre interkulturellen, sprachlichen und medialen Kompetenzen im Bereich landeskundlicher Themen an.

Typische spanische Alltagssituationen

Familie, Freunde, Schule
Vorstellen der eigenen Person
Telefongespräche führen, Verabredungen treffen, über Hobbies und Interessen sprechen

Einkaufsgespräche führen, Wünsche äußern, Bestellungen aufgeben

Einblicke in die Geografie Spaniens und Hispanoamerikas: Allgemeiner Überblick über die Geografie der Länder
Lage wichtiger Regionen, Städte und Flüsse
Städte: Madrid, Barcelona, weitere hispanoamerikanische Hauptstädte
Sehenswürdigkeiten
Soziokulturelle Unterschiede und Tagesablauf beschreiben
Begrüßen, Anrede
Wohnsituation und Wege beschreiben
Wohnräume und Zimmereinrichtung, Viertel/Dorf, Stadt benennen
Feiertage und Feste in Spanien und Hispanoamerika
Weihnachten, Ostern

BPE 2

Interkulturelle kommunikative Kompetenz

Die Schülerinnen und Schüler erwerben eine interkulturelle Handlungskompetenz, um mit Menschen anderer Kulturen in vertrauten Situationen angemessen und respektvoll zu interagieren. Sie nutzen ihr soziokulturelles Wissen, um zielkulturelle Vorstellungen und Erwartungen mit ihren eigenen in Beziehung zu setzen.

BPE 2.1

Die Schülerinnen und Schüler nehmen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihrer Alltagswelt und der Alltagswelt in Spanien/Hispanoamerika wahr. Sie erarbeiten sich ihr Wissen vorwiegend anhand didaktisierter Dokumente.

Grundlegende kulturspezifische Konventionen
Begrüßungsrituale, Höflichkeitsformen, sich bedanken, um etwas bitten
Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Alltagsleben und in der Familie
Leben in der Familie, Tagesablauf, Essgewohnheiten

BPE 3

Funktionale kommunikative Kompetenz

Die Schülerinnen und Schüler erwerben die kommunikativen Fertigkeiten zur elementaren Sprachverwendung. Sie lernen, sich in einfachen und altersgemäßen Alltagssituationen sprachlich zurechtzufinden und üben das Hör- und Hörsehverstehen, die mündliche Ausdrucksfähigkeit, das Verstehen und Verfassen einfacher Texte sowie die Sprachmittlung in einfachen, alltäglichen Situationen.

BPE 3.1

Hör- und Hörsehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen je nach Situation und (Hör‑) Absicht global, selektiv oder im Detail kurze und einfache Mitteilungen, Äußerungen, Anweisungen und Gespräche über vertraute allgemeine Themen mit weitgehend bekanntem oder leicht erschließbarem Wortschatz, wenn sie in deutlich artikulierter Standardsprache gesprochen und Pausen zur Sinnerfassung gelassen werden. Das Verstehen globaler, selektiver oder detaillierter Inhalte kann durch den Einsatz audiovisuellen Materials unterstützt werden.
Sie nutzen angeleitet erste Erschließungsstrategien für das Hör‑/Hörsehverstehen (Intonation, Gestik, Mimik, Vorwissen heranziehen).
Für den Schwierigkeitsgrad von Texten sind folgende Faktoren von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte, visuelle Unterstützung, Divergenz von Bild und Ton, Anzahl und Simultaneität der Sprecherinnen und Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage und Nebengeräusche.

BPE 3.2

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen am Ende von Klasse 8 kürzere Texte und nutzen sie als Informationsquelle. Sie erschließen Texte sinnerfassend, global, selektiv und im Detail. Des Weiteren tragen sie Informationen aus ausgewählten Texten zur Lösung einer spezifischen Aufgabenstellung zusammen. Die Texte sind adaptiert oder authentisch und schülernah, stammen aus verschiedenen Gattungen und greifen Themen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sowie interkulturelle Aspekte auf.
Sie wenden einige wenige grundlegende Markierungstechniken und Texterschließungsstrategien (z. B. W-Fragen beantworten) an und nutzen angeleitet einfache (digitale) Hilfsmittel (z. B. Wörterverzeichnisse und Grammatikseiten des Lehrbuchs, zweisprachige Wörterbücher).
Textsorten können sein: Dialoge, digitale Kurznachrichten, Anzeigen, Berichte, Beschreibungen, Erzählungen, einfache literarische Texte, Liedtexte.
Für den Schwierigkeitsgrad der Texte sind folgende Aspekte von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte und visuelle Unterstützung.

BPE 3.3

Sprechen

Zusammenhängendes monologisches Sprechen:
Die Schülerinnen und Schüler äußern sich in einfacher Weise über Vorlieben, Gewohnheiten und Absichten und beschreiben mit einfachen Mitteln Personen und Gegenstände. Sie präsentieren ein ihnen vertrautes Thema in einer kurzen, vorbereiteten Präsentation mithilfe von Stichpunkten und gezieltem Medieneinsatz.
Dazu nutzen sie angeleitet einige wenige Methoden zur Planung und Strukturierung von Präsentationen (z. B. Schlüsselwörter, Gliederung) sowie erste Vortrags- und Präsentationstechniken (z. B. Blickkontakt, Körperhaltung, visuelle Unterstützung).

Zusammenhängendes dialogisches Sprechen:
Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich situationsangemessen und adressatengerecht an Gesprächen über elementare und häufig auftretende Alltagssituationen, z. B. Auskunft über eigene Person, Familie, Hobbys, Tagesablauf.
Sie verwenden idiomatische Ausdrücke und Wendungen, um ein Gespräch zu beginnen und zu beenden, Fragen zu stellen und zu beantworten, um etwas zu bitten, sich zu erkundigen, zuzustimmen, abzulehnen und zu verneinen.
Sie verfügen über einige einfache Strategien, um mit Nichtverstehen bzw. Missverständnissen umzugehen (Kompensationsstrategien wie z. B. Nachfragen, Umschreiben, Beispiele geben, Gestik und Mimik einsetzen).

BPE 3.4

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler verfassen am Ende der Klasse 8 verschiedene Texte, textsortenadäquat nach Vorgaben über ein realitätsnahes Ereignis. Dabei gehen sie situations- und adressatengerecht vor.
Die Schülerinnen und Schüler nutzen angeleitet einige wenige Methoden zur Ideenfindung, Planung und Strukturierung von Texten (z. B. Brainstorming, Stichwörter, Gliederung) und vertraute Hilfsmittel zum Verfassen und Überarbeiten eigener Texte (z. B. Grammatikaufschriebe, zweisprachige (digitale) Wörterbücher).
Textsorten können hierbei sein: Berichte, Beschreibungen, einfache Stellungnahmen, E-Mails sowie Dialoge.

BPE 3.5

Sprachmittlung

Die Schülerinnen und Schüler übertragen sinngemäß elementare Äußerungen und einfache Inhalte aus dem persönlichen und Alltagsbereich mündlich und schriftlich in die jeweils andere Sprache.

BPE 3.6

Verfügen über sprachliche Mittel: Wortschatz

Die Schülerinnen und Schüler verfügen am Ende von Klasse 8 über einen elementaren Wortschatz von ca. 600 Wörtern und Wendungen, die sie weitgehend korrekt anwenden. Sie gebrauchen ihn zur Bewältigung grundlegender Kommunikationssituationen.
Sie erschließen angeleitet unbekannten Wortschatz mittels Rückgriff auf andere Sprachen, Illustrationen, den Kontext und erste Wortbildungsregeln.
Sie wenden angeleitet Strategien der Umschreibung an (Synonyme, Antonyme, Definitionen, Beispiele).
Die Schülerinnen und Schüler wenden erste Verfahren zum Memorieren, Dokumentieren und Strukturieren von Wortschatz angeleitet an (Wortfeld, Wortfamilie, Visualisierung, Mindmap, (digitale) Vokabeltrainer).
Die Schülerinnen und Schüler verstehen einen elementaren Funktionswortschatz (z. B. Präpositionen, Hilfsverben).

BPE 3.7

Verfügen über sprachliche Mittel: Grammatik

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Repertoire grammatischer Strukturen. Sie setzen es zur Realisierung ihrer kommunikativen Absichten ein.
Sie benennen und beschreiben Personen, Dinge und Tätigkeiten und formulieren Fragen (Substantiv in Singular und Plural, Artikel, Adjektive, Pronomina, Adverbien, Präpositionen, Grundzahlen, Ordnungszahlen bis 10, ser, estar, hay, Fragewörter).
Sie nennen und benennen Ort, Zeit und Besitzverhältnisse (häufig gebrauchte Präpositionen und Adverbien, Possessivbegleiter, Datum, Uhrzeit).
Sie verneinen Aussagen und formulieren einfache Zusammenhänge (y, o, pero, porque, también, einfacher Relativsatz mit que).
Sie stellen Sachverhalte und Vorgänge als gegenwärtig (regelmäßige Verben auf ‑ar, ‑er, ‑ir, frequente unregelmäßige Verben ir, hacer, tener, venir, erste Gruppenverben, reflexive Verben), zukünftig (ir a) und vergangen (acabar de, indefinido) dar.
Sie vergleichen Personen und Dinge (Komparativ- und Superlativformen frequenter Adjektive).
Sie formulieren auf einfache Weise Möglichkeit, Willen oder Verpflichtung (Modalverben: poder, querer, tener que, hay que, deber).
Sie äußern auf einfache Weise ihre Meinung (me gusta/encanta, prefiero + infinitivo, creo/pienso que) und formulieren Aufforderungen (imperativo 2. Person Singular/Plural).

BPE 3.8

Verfügen über sprachliche Mittel: Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler erlernen die Aussprache und Intonation des (kastilischen und/oder einer Varietät des hispanoamerikanischen) Spanischen auf Wort‑, Satz- und Textebene und wenden diese weitgehend korrekt an. Dabei beziehen sie das Deutsche und bisherige Fremd- und Muttersprachen mit ein.
Sie eignen sich unter Beachtung der grundlegenden Aussprache- und Betonungsregeln die Artikulation der unterschiedlich ausgesprochenen, einzelnen Laute (insbesondere: [Ɵ], [x], [ʎ], [ɲ], [rr]) und deren Kombination rezeptiv und produktiv durch Nachahmung an. Gleiches gilt für den Sprachrhythmus und die Satzmelodie (Fragen, Aussagesätze, Befehle).
Die Schülerinnen und Schüler erfassen den Zusammenhang zwischen Laut- und Schriftbild, indem sie von der Schreibung auf die Aussprache und umgekehrt schließen.
Die Aussprache ist im Allgemeinen klar und verständlich genug, um trotz eines Akzents von Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern verstanden zu werden. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass fehlerhafte Aussprache und Intonation die Kommunikation beeinträchtigen kann.
Sie lernen kastilische und/oder hispanoamerikanische Aussprache- und Intonationsvarietäten kennen und verstehen Sprecherinnen und Sprecher aus unterschiedlichen Regionen dabei trotz einiger Mühe, sofern diese langsam und deutlich sprechen.
Sie nutzen angeleitet Hilfsmittel (z. B. (digitale) Medien, Wörterbücher) zur Festigung und Selbstkorrektur ihrer Aussprache und Intonation.

BPE 4

Text und Medienkompetenz

Im Bereich der Text und Medienkompetenz wird der eigenständige und kritische Umgang mit Texten und Medien angestrebt.

BPE 4.1

Text- und Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler verstehen aufgabengestützt didaktisierte und erste authentische Texte, fassen diese angeleitet schriftlich zusammen (z. B. Lückentexte ergänzen, Sätze ordnen, wichtige Informationen entnehmen) und erkennen angeleitet Textsorten anhand von textsortenspezifischen Merkmalen.
Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Informationen aus vorgegebenen (digitalen) Quellen und werten die Ergebnisse angeleitet aus bzw. nutzen sie angeleitet für die eigene Sprachproduktion.
Diese Kenntnisse nutzen sie mit Hilfestellung (z. B. Textbausteine) zur Erstellung eigener Texte. Sie gestalten Texte in einfacher Weise um, führen sie fort oder geben sie szenisch wieder.
Sie versprachlichen angeleitet diskontinuierliche Texte (z. B. Bild, Comic), deren Aussagen klar erkennbar sind und deren Thematik vertraut ist.
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einfache Hilfsmittel und Techniken zum sprachlichen, medialen und inhaltlichen Verstehen von Texten.
Für den Schwierigkeitsgrad der Texte sind folgende Aspekte von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte, visuelle Unterstützung, Divergenz von Bild und Ton, Anzahl und Simultaneität der Sprecherinnen und Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage und Nebengeräusche.

Klasse 9

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

50

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwendungen
Wiederholungen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Umfragen erstellen, durchführen und Ergebnisse präsentieren Grammatikregelheft mit Übungen erstellen
Spiele entwickeln und durchführen (z. B. Schnitzeljagd, Quiz, Brettspiele)
comunidades autónomas (z. B. Reise planen, Präsentation erstellen, Ausstellung, Quiz)
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 5

Soziokulturelles Orientierungswissen

Das soziokulturelle Orientierungswissen ermöglicht den Schülerinnen und Schülern im Zusammenspiel mit dem Ausbau der interkulturellen und funktionalen kommunikativen Kompetenz, internationale Begegnungen und Auslandsaufenthalte im Rahmen von Schule und Privatleben vorzubereiten und zu bewältigen.

BPE 5.1

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Alltagswelt in Spanien/Hispanoamerika kennen.

Wichtige Städte oder eine Region Spaniens/Land Hispanoamerikas sowie deren Sehenswürdigkeiten
comunidades autónomas, weitere wichtige spanische/hispanoamerikanische Städte, geografische Aspekte
Sprachenvielfalt Spaniens/Hispanoamerikas
castellano, catalán, vasco, gallego
hispanoamerikanische Varianten
Soziokulturelle Unterschiede, Alltagsgewohnheiten beschreiben
Arztbesuch/Krankheit, Einkaufsgewohnheiten, gastronomische Gewohnheiten
Jugendkultur, Musik, Mode, Sport, Jugendliteratur, Persönlichkeiten

Feiertage und Feste in Spanien und Hispanoamerika
Día de los Muertos, Quinceañera, Tomatina, Fallas, Ferias
Digitale Welt
Kurznachrichten

BPE 6

Interkulturelle kommunikative Kompetenz

Die Schülerinnen und Schüler erwerben eine interkulturelle Handlungskompetenz, um mit Menschen anderer Kulturen in vertrauten Situationen angemessen und respektvoll zu interagieren. Sie nutzen ihr soziokulturelles Wissen, um zielkulturelle Vorstellungen und Erwartungen mit ihren eigenen in Beziehung zu setzen.

BPE 6.1

Die Schülerinnen und Schüler nehmen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihrer Alltagswelt und der Alltagswelt in Spanien/Hispanoamerika wahr.

Weitere grundlegende kulturspezifische Konventionen
Begrüßungsrituale, elementare Gesprächskonventionen
Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Alltagsleben und in der Schule
Schulsystem, Fächer, Abschlüsse

BPE 7

Funktionale kommunikative Kompetenz

Die Schülerinnen und Schüler erwerben die kommunikativen Fertigkeiten zur elementaren Sprachverwendung. Sie lernen, sich in weiteren, zunehmend anspruchsvolleren Alltagssituationen aus ihrem Erfahrungsbereich mündlich und schriftlich zu kommunizieren und festigen ihre bisher erworbenen Kenntnisse.

BPE 7.1

Hör- und Hörsehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen je nach Situation und (Hör‑)Absicht global, selektiv oder im Detail zunehmend komplexere Mitteilungen, Äußerungen, Anweisungen und Gespräche über vertraute allgemeine Themen mit weitgehend bekanntem oder leicht erschließbarem Wortschatz, wenn sie in gemäßigtem Tempo in Standardsprache gesprochen werden. Sie erfassen zunehmend regional gefärbte Äußerungen zu vertrauten Themen. Sie erschließen die Bedeutung unbekannter sprachlicher Äußerungen aus dem Kontext unter möglichem Einbezug von audiovisuellem Material.
Sie nutzen angeleitet wesentliche Erschließungsstrategien für das Hör‑/Hörsehverstehen (Konzentration auf Bekanntes, Verstehensinseln identifizieren und verknüpfen, erste vorgegebene oder eigene Schemata ausfüllen).
Für den Schwierigkeitsgrad von Texten sind folgende Faktoren von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte, visuelle Unterstützung, Divergenz von Bild und Ton, Anzahl und Simultaneität der Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage und Nebengeräusche.

BPE 7.2

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen am Ende der Klasse 9 zunehmend längere Texte und nutzen sie als Informationsquelle. Sie erschließen Texte sinnerfassend, global, selektiv und im Detail. Des Weiteren tragen sie Informationen aus ausgewählten Texten zur Lösung einer spezifischen Aufgabenstellung zusammen. Die Texte sind zunehmend authentisch und schülernah, stammen aus verschiedenen Gattungen und greifen Themen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sowie interkulturelle Aspekte auf.
Sie wenden einige grundlegende Markierungstechniken und Texterschließungsstrategien (z B. andere Sprachen nutzen, Überschriften zuordnen, Verstehensinseln identifizieren und verknüpfen, Illustrationen einbeziehen, Weltwissen heranziehen) an und nutzen einfache (digitale) Hilfsmittel (z. B. Wörterverzeichnisse und Grammatikseiten des Lehrbuchs, zweisprachige Wörterbücher) zunehmend selbstständig.
Textsorten können hierbei sein: Dialoge, digitale Kurznachrichten, Anzeigen, Berichte, Beschreibungen, Erzählungen, einfache literarische Texte, Liedtexte.
Für den Schwierigkeitsgrad der Texte sind folgende Aspekte von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte und visuelle Unterstützung.

BPE 7.3

Sprechen

Zusammenhängendes monologisches Sprechen:
Die Schülerinnen und Schüler präsentieren einfache Arbeitsergebnisse und Sachverhalte sowie Kurzreferate mit punktueller Hilfestellung strukturiert und selbstständig.
Sie berichten bzw. erzählen mit den ihnen zur Verfügung stehenden sprachlichen Mitteln alltägliche Ereignisse ihrer Lebenswelt (z. B. Pläne und Erfahrungen) drücken ihre Meinung aus und begründen diese.
Sie verfügen über grundlegende Vortrags- und Präsentationsstrategien, um eigene mündliche Textproduktionen adressatengerecht zu planen und vorzutragen.

Zusammenhängendes dialogisches Sprechen:
Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich situationsangemessen und adressatengerecht zunehmend spontan und flexibel an Gesprächen über Alltagssituationen, z. B. Wegbeschreibung, Restaurantbesuch, Einkauf, Terminvereinbarung und Smalltalk, Vergangenes. Sie verwenden hierfür zunehmend komplexere Ausdrücke und Wendungen.
Sie verfügen über einige grundlegende Strategien, um mit Nichtverstehen bzw. Missverständnissen angemessen umzugehen (Kompensationsstrategien wie z. B. Nachfragen, Umschreiben, Beispiele geben, Gestik und Mimik einsetzen).

BPE 7.4

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler schreiben am Ende der Klasse 9 über ein reales oder fiktives Ereignis, entwerfen eigene kreative Texte zunehmend selbstständig und verfassen zunehmend nach Vorgaben bzw. frei verschiedene Texte, wobei sie textsortenadäquat und wirkungs‑, situations- und adressatengerecht vorgehen.
Die Schülerinnen und Schüler nutzen angeleitet einige wenige Methoden zur Ideenfindung, Planung und Strukturierung von Texten (z. B. Brainstorming, Stichwörter, Gliederung) und vertraute Hilfsmittel zum Verfassen und Überarbeiten eigener Texte (z. B. Grammatikaufschriebe, (digitale) zweisprachige Wörterbücher).
Textsorten können sein: Zusammenfassungen, Berichte, Beschreibungen, Stellungnahmen, informelle Briefe, Schemata, E-Mails, digitale Kurznachrichten sowie Dialoge.

BPE 7.5

Sprachmittlung

Die Schülerinnen und Schüler übertragen sinngemäß über Grundkenntnisse hinausgehende Äußerungen und wenig komplexe Inhalte aus dem persönlichen und Alltagsbereich mündlich und schriftlich in die jeweils andere Sprache.

BPE 7.6

Verfügen über sprachliche Mittel: Wortschatz

Die Schülerinnen und Schüler verfügen am Ende von Klasse 9 über einen Wortschatz von ca. 1.200 Wörtern und Wendungen, die sie weitgehend korrekt anwenden. Sie gebrauchen ihn zur Bewältigung vertrauter und persönlich relevanter Kommunikationssituationen.
Sie erschließen zunehmend selbstständig unbekannten Wortschatz mittels Rückgriff auf andere Sprachen, Illustrationen, Kontext und Wortbildungsregeln (Präfixe, Suffixe, Wortfamilien).
Sie wenden Strategien der Umschreibung zunehmend selbstständig an (Synonyme, Antonyme, Definitionen, Beispiele).
Die Schülerinnen und Schüler wenden einfache Verfahren zum Memorieren, Dokumentieren und Strukturieren von Wortschatz zunehmend selbstständig an (Wortfeld, Wortfamilie, Mindmap, (digitale) Vokabeltrainer).
Die Schülerinnen und Schüler verstehen einen frequenten Funktionswortschatz.

BPE 7.7

Verfügen über sprachliche Mittel: Grammatik

Die Schülerinnen und Schüler erweitern und vertiefen kontinuierlich das in Klasse 8 erworbene Repertoire grammatischer Strukturen. Sie setzen es zur Realisierung ihrer kommunikativen Absichten ein.
Sie beschreiben Zusammenhänge und zeitliche Abläufe (frequente Konjunktionen (temporal und kausal), gerundio, después de, antes de, mientras, durante).
Sie stellen Sachverhalte und Vorgänge als gegenwärtig, zukünftig und vergangen dar (weitere unregelmäßige Verben, Gruppenverben, die Vergangenheitszeiten pretérito indefinido/imperfecto/perfecto kontrastiv).
Sie vergleichen Eigenschaften von Personen und Dingen (unregelmäßiger Komparativ und Superlativ der Adjektive) und Tätigkeiten (Komparativ- und Superlativformen von Adverbien).
Sie formulieren Möglichkeit, Willen und Wunsch.
Sie formulieren Bedingungen (allgemeingültiger Bedingungssatz).
Sie formulieren unpersönliche Aussagen (pasiva refleja).
Sie geben Aussagen anderer Personen in der indirekten Rede in der Gegenwart wieder.

BPE 7.8

Verfügen über sprachliche Mittel: Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die Aussprache und Intonation des kastilischen und/oder hispanoamerikanischem Spanischen auf Wort‑, Satz- und Textebene.
Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage von der Schreibung auf die Aussprache und umgekehrt zu schließen. Die Aussprache nähert sich zunehmend der authentischen Norm an und ist klar und verständlich genug, um trotz eines Akzents von Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern verstanden zu werden.
Sie verfügen zunehmend über Strategien der Selbstkorrektur, um Fehler und Missverständnisse zu vermeiden.
Sie wissen, dass es verschiedene peninsuläre und/oder hispanoamerikanische Aussprache- und Intonationsvarietäten des Spanischen gibt, sind an diese gewöhnt und verstehen Sprecherinnen und Sprecher aus unterschiedlichen Regionen, sofern langsam und deutlich gesprochen wird, auch wenn im Einzelfall Hilfsimpulse notwendig werden.
Sie nutzen (digitale) Medien oder Hilfsmittel zur Festigung und Selbstkorrektur ihrer Aussprache und Intonation.

BPE 8

Text und Medienkompetenz

Im Bereich der Text und Medienkompetenz wird der eigenständige und kritische Umgang mit Texten und Medien angestrebt.

BPE 8.1

Text- und Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler verstehen didaktisierte und authentische Texte und fassen diese schriftlich oder mit Hilfestellung mündlich zunehmend selbstständig zusammen. Sie erkennen gängige Textsorten (z. B. Interview, E-Mail, Blog) anhand von textsortenspezifischen Merkmalen zunehmend selbstständig.
Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Informationen, bewerten angeleitet deren Zuverlässigkeit und werten die Ergebnisse aus.
Diese Kenntnisse nutzen sie zur Erstellung eigener Texte. Sie gestalten Texte – auch kreativ – um, führen sie fort, geben sie szenisch wieder oder übernehmen aufgabengestützt eine andere Perspektive.
Sie versprachlichen aufgabengestützt diskontinuierliche Texte (z. B. Bild, Comic), deren Aussagen klar erkennbar sind und deren Thematik vertraut ist.
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einige Hilfsmittel und Techniken zum sprachlichen, medialen und inhaltlichen Verstehen von Texten.
Für den Schwierigkeitsgrad der Texte sind folgende Aspekte von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte, visuelle Unterstützung, Divergenz von Bild und Ton, Anzahl und Simultaneität der Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage und Nebengeräusche.

Klasse 10

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

40

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwendungen
Wiederholungen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Leseprojekt (z. B. Lektüre, Buchvorstellung)
Zeitung erstellen
lateinamerikanische Länder und deren sprachliche Varietäten (z. B. Präsentationen, Ausstellung, Quiz erstellen, Reise planen)
Gebrauchsanweisung für die Arbeit mit Wörterbuch erstellen
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 9

Soziokulturelles Orientierungswissen

Das soziokulturelle Orientierungswissen gibt den Schülerinnen und Schülern im Zusammenspiel mit dem Ausbau der interkulturellen und funktionalen kommunikativen Kompetenz die Möglichkeit, Auslandsaufenthalte und internationale Begegnungen im Rahmen von Schule, Ausbildung, Studium und Beruf sowie im Privatleben vorzubereiten und erfolgreich zu bewältigen.

BPE 9.1

Die Schülerinnen und Schüler erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihrer Alltagswelt und der Alltagswelt in Spanien/Hispanoamerika.

Weitere wichtige Städte oder eine Region Spaniens/eines Landes Hispanoamerikas
comunidades autónomas, weitere wichtige spanische/hispanoamerikanische Städte
Sehenswürdigkeiten, Feste und Bräuche, Musik, Kultur, Persönlichkeiten
Sprachenvielfalt Spaniens/Hispanoamerikas
castellano, catalán, vasco, gallego
hispanoamerikanische Varianten
Künstler, Architektur, Bilder in Spanien/Hispanoamerika
Antonio Gaudí, Pablo Picasso, Diego Velázquez, Frida Kahlo
Erste Annäherung an die Geschichte Spaniens/die eines Landes Hispanoamerikas
Conquista, culturas indígenas
Erste Annäherung an die Partizipation in der Zivilgesellschaft und nachhaltiges Lernen
Umweltschutz, soziales Engagement, Hilfsorganisationen
Aspekte des Erwachsenwerdens
Freundschaft, Liebe und Partnerschaft, Identität
Digitale Wandel
Apps und Plattformen

BPE 9.2

Die Schülerinnen und Schüler erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Arbeitswelt in Deutschland und der Arbeitswelt in Spanien/Hispanoamerika.

Berufsschul- und Ausbildungssystem
Vergleich zwischen Spanien/Hispanoamerika und Deutschland
Berufsbezogene Kommunikation
Telefongespräche, Bewerbung
Zukunftsperspektiven und Berufswahl
Lebenslauf, Vorstellungsgespräch, Arbeitssuche
Jugendarbeitslosigkeit

BPE 10

Interkulturelle kommunikative Kompetenz

Die Schülerinnen und Schüler erwerben eine interkulturelle Handlungskompetenz, um mit Menschen anderer Kulturen angemessen und respektvoll zu interagieren und auf dem globalen Markt agieren zu können.

BPE 10.1

Die Schülerinnen und Schüler nehmen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihrer Alltagswelt und der Alltagswelt in Spanien/Hispanoamerika wahr. Sie sind in der Lage, den kulturellen Standpunkt zu wechseln und entwickeln zunehmend empathisches Verständnis für die spanischsprachige/hispanoamerikanische Kultur.

Weitere grundlegende kulturspezifische Konventionen
Perspektivenwechsel, Vermeidung von interkulturell bedingten Missverständnissen
Auseinandersetzung mit diversen authentischen Texten
Lieder, Zeitungsartikel, Ganzschrift, Kurzgeschichten, Comic

BPE 11

Funktionale kommunikative Kompetenz

Die Schülerinnen und Schüler erwerben die kommunikativen Fertigkeiten zur zunehmend selbstständigen Sprachverwendung. Sie festigen ihre bisher erworbenen Kenntnisse, verstehen nun auch zunehmend anspruchsvolle Texte und reagieren in sprachlich komplexeren Alltagssituationen eigenständiger und flexibel. Des Weiteren verfassen sie längere, zusammenhängende Texte zu verschiedenen Themen.

BPE 11.1

Hör- und Hörsehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen je nach Situation und (Hör‑) Absicht global, selektiv oder im Detail komplexere Unterhaltungen, Diskussionen, längere, klar strukturierte Vorträge zu vertrauten Themen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Wortschatz. Es überwiegen authentische Hörtextarten, die auch regional gefärbt sind. Das Sprechtempo ist weitgehend normal.
Sie erschließen die Bedeutung unbekannter sprachlicher Äußerungen aus dem Kontext unter möglichem Einbezug von audiovisuellem Material.
Sie nutzen zunehmend selbstständig wesentliche Erschließungsstrategien entsprechend der Hör‑/Hörsehabsicht (z. B. Hypothesen überprüfen, Konzentration auf Bekanntes, Verstehensinseln identifizieren und verknüpfen, Schlüsselbegriffe erkennen, vorgegebene oder eigene Schemata ausfüllen).
Für den Schwierigkeitsgrad von Texten sind folgende Faktoren von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte, Informationsdichte, kulturspezifische Begriffe, (fehlende) Redundanzen, visuelle Unterstützung, Divergenz von Bild und Ton, Anzahl und Simultaneität der Sprecherinnen und Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage und Nebengeräusche.

BPE 11.2

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen am Ende der Klasse 10 längere Texte und nutzen sie als Informationsquelle. Sie erschließen Texte sinnerfassend, global, selektiv und im Detail. Des Weiteren tragen sie Informationen aus verschiedenen Texten zur Lösung einer spezifischen Aufgabenstellung zusammen. Die Texte sind überwiegend authentisch und schülernah, stammen aus verschiedenen Gattungen und greifen Themen aus der Arbeits- und Lebenswelt sowie interkulturelle Aspekte auf.
Sie wenden grundlegende Markierungstechniken und Texterschließungsstrategien (z. B. andere Sprachen nutzen, Textsortenwissen heranziehen, textexterne Informationen nutzen) an und nutzen (digitale) Hilfsmittel (z. B. Schülergrammatik, zweisprachige Wörterbücher) zunehmend selbstständig.
Textsorten können hierbei sein: digitale Kurznachrichten, Anzeigen, Berichte, Beschreibungen, Sachtexte, Erzählungen, einfache literarische Texte, Liedtexte.
Für den Schwierigkeitsgrad der Texte sind folgende Aspekte von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte und visuelle Unterstützung.

BPE 11.3

Sprechen

Zusammenhängendes monologisches Sprechen:
Die Schülerinnen und Schüler äußern sich in zunehmend komplexer Weise zu vertrauten Themen. Sie präsentieren hierzu Arbeitsergebnisse, Sachverhalte sowie Kurzreferate strukturiert und mit Hilfestellung unter Verwendung komplexer werdender sprachlicher Mittel.
Dazu nutzen sie aufgabengestützt einige Methoden zur Ideenfindung, Planung und Strukturierung von Präsentationen (z. B. Brainstorming, Cluster, Mindmap, Schlüsselwörter, Gliederung) sowie grundlegende Vortrags- und Präsentationstechniken (z. B. Blickkontakt, Körperhaltung, visuelle Unterstützung).
Sie wenden Kompensations- und Korrekturtechniken an (z. B. Paraphrasieren, Beispiele nennen, lexikalische Einheiten durch Gestik und Mimik darstellen, nach dem Stocken Sätze neu beginnen).

Zusammenhängendes dialogisches Sprechen:
Die Schülerinnen und Schüler führen längere Gespräche zu Themen aus ihrer Alltags- und zukünftigen Berufswelt und zu persönlichen Interessensgebieten (z. B. Telefongespräche führen, Meinungen ausdrücken und begründen, Gefühle äußern sowie mit einfachen sprachlichen Mitteln darauf reagieren).
Darüber hinaus nehmen sie unter Beachtung von Gesprächsregeln an Diskussionen über vertraute Themen teil.
Sie verfügen über grundlegende kommunikative Strategien, um mit Nichtverstehen bzw. Missverständnissen angemessen umzugehen (Kompensationsstrategien wie z. B. Nachfragen, Umschreiben, Beispiele geben, Gestik und Mimik einsetzen, Denkpausen schaffen).

BPE 11.4

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler schreiben am Ende der Klasse 10 über ein reales oder fiktives Ereignis, entwerfen eigene kreative Texte weitgehend selbstständig, ebenso verfassen sie verschiedene Texte textsortenadäquat nach Vorgaben oder frei und gehen dabei wirkungs‑, situations- und adressatengerecht vor.
Die Schülerinnen und Schüler nutzen weitgehend selbstständig einige Methoden zur Ideenfindung, Planung und Strukturierung von Texten (z. B. Brainstorming, Mindmaps, Stichwörter, Gliederung) und angeleitet vertraute Hilfsmittel (z. B. (digitale) zweisprachige Wörterbücher, Schülergrammatik) zum Verfassen und Überarbeiten (z. B. Textlupe, Checkliste mit Stichpunkten zur Selbstkorrektur, Korrekturkonferenz) eigener Texte.
Textsorten können sein: Zusammenfassungen, Berichte, Beschreibungen, Stellungnahmen, formelle und informelle Briefe, Schemata, Fragebögen, E-Mails, digitale Kurznachrichten sowie Dialoge.

BPE 11.5

Sprachmittlung

Die Schülerinnen und Schüler übertragen sinngemäß und zunehmend sprachlich angemessen über Grundkenntnisse hinausgehende Äußerungen und zunehmend komplexere Inhalte aus vertrauten Themen mündlich und schriftlich in die jeweils andere Sprache. Sie reagieren zunehmend flexibel auf den situativen Kontext (Verwendungszweck, Adressaten, Medium, formell/informell, schriftlich/mündlich etc.) und sind vermehrt in der Lage relevante Informationen aus längeren Texten zu filtern.

BPE 11.6

Verfügen über sprachliche Mittel: Wortschatz

Die Schülerinnen und Schüler verfügen am Ende von Klasse 10 über einen Wortschatz von ca. 1.800 Wörtern und Wendungen, die sie weitgehend korrekt anwenden. Sie gebrauchen ihn zur Bewältigung vertrauter persönlich und gesellschaftlich relevanter Kommunikationssituationen.
Sie erschließen zunehmend selbstständig unbekannten Wortschatz mittels Rückgriff auf andere Sprachen, Illustrationen, Kontext und Wortbildungsregeln (Präfixe, Suffixe, Wortfamilien).
Sie wenden Strategien der Umschreibung weitgehend selbstständig an (Synonyme, Antonyme, Definitionen, Beispiele).
Die Schülerinnen und Schüler wenden Verfahren zum Memorieren, Dokumentieren und Strukturieren von Wortschatz selbstständig an.
Die Schülerinnen und Schüler verstehen einen erweiterten Funktionswortschatz (z. B. Konjunktionen).

BPE 11.7

Verfügen über sprachliche Mittel: Grammatik

Die Schülerinnen und Schüler erweitern und vertiefen kontinuierlich das in Klasse 8 und 9 erworbene Repertoire grammatischer Strukturen. Sie setzen es zur Realisierung ihrer kommunikativen Absichten ein.
Sie beschreiben Zusammenhänge (konsekutive, adversative, konzessive und finale Konjunktionen, Relativsatz mit el que/el cual/quien mit Präposition) und zeitliche Abläufe.
Sie stellen Sachverhalte und Vorgänge als gegenwärtig, zukünftig (futuro), vergangen und vorvergangen (pluscuamperfecto) dar.
Sie formulieren Möglichkeit, Willen und Wunsch (presente de subjuntivo + Auslöser, imperativo negativo, condicional).
Sie formulieren Bedingungen (realer Bedingungssatz).
Sie geben Äußerungen anderer Personen wieder (indirekte Rede im Präsens mit subjuntivo, indirekte Rede in Vergangenheit).
Sie erkennen die voz pasiva (rezeptiv).

BPE 11.8

Verfügen über sprachliche Mittel: Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler beherrschen eine angemessene Aussprache und Intonation des kastilischen und/oder hispanoamerikanischem Spanischen auf Wort‑, Satz- und Textebene. Sie sind in der Lage von der Schreibung auf die Aussprache und umgekehrt zu schließen.
Die Aussprache nähert sich der authentischen Norm an (zu beachten sind Besonderheiten der Aussprache, wie Unterschiede ähnlicher spanischer Laute, z. B. [b] [ß], [d] [ð], [ɣ] [g]) und ist trotz eventuell noch vorhandenem Akzent klar und verständlich für Gesprächspartner.
Sie unterscheiden grob verschiedene peninsuläre und/oder hispanoamerikanische Aussprache- und Intonationsvarietäten des Spanischen (z. B. andalusisches oder argentinisches Spanisch) und können authentisch Sprechenden zunehmend folgen.
Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Akzente und Aussprachephänomene (z. B. seseo) des Spanischen kennen.
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über Strategien der Selbstkorrektur, um Aussprache- und Intonationsfehler und Missverständnisse weitestgehend zu vermeiden.

BPE 12

Text und Medienkompetenz

Im Bereich der Text und Medienkompetenz wird der eigenständige und kritische Umgang mit Texten und Medien angestrebt.

BPE 12.1

Text- und Medienkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler verstehen didaktisierte und authentische Texte und fassen diese schriftlich oder mit Hilfestellung mündlich weitgehend selbstständig zusammen. Sie erkennen gängige Textsorten (z. B. Interview, E- Mail, Blog, Tagebucheintrag, Brief) anhand von textsortenspezifischen Merkmalen weitgehend selbstständig.
Sie analysieren und interpretieren angeleitet nichtliterarische Texte zu vertrauten Themen, wobei sie gewonnene Aussagen am Text belegen.
Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Informationen, bewerten angeleitet deren Zuverlässigkeit, beachten dabei Urheberrechte und werten die Ergebnisse aus.
Diese Kenntnisse nutzen sie zur Erstellung eigener Texte. Sie gestalten Texte – auch kreativ – um oder führen sie fort. Sie interpretieren bearbeitete Textvorlagen szenisch und nehmen dabei verschiedene Rollen und Perspektiven ein.
Sie versprachlichen aufgabengestützt diskontinuierliche Texte (z. B. Bild, Comic, Statistiken, Diagramme), deren Aussagen klar erkennbar sind und deren Thematik vertraut ist.
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einige Hilfsmittel und Techniken zum sprachlichen, medialen, inhaltlichen und textuellen Verstehen von Texten.
Für den Schwierigkeitsgrad der Texte sind folgende Aspekte von Bedeutung: Umfang, Wortschatz und Komplexität, Informationsdichte, (fehlende) Redundanzen, kulturspezifische Begriffe, Vertrautheit mit dem Thema und der Textsorte, visuelle Unterstützung, Divergenz von Bild und Ton, Anzahl und Simultaneität der Sprecherinnen und Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage und Nebengeräusche.

Operatorenliste

In den Zielformulierungen der Bildungsplaneinheiten werden Operatoren (= handlungsleitende Verben) verwendet. Diese Zielformulierungen (Standards) legen fest, welche Anforderungen die Schülerinnen und Schüler in der Regel erfüllen. Zusammen mit der Zuordnung zu einem der drei Anforderungsbereiche (AFB) dienen Operatoren einer Präzisierung. Dies sichert das Erreichen des vorgesehenen Niveaus und die angemessene Interpretation der Standards.

Anforderungsbereiche
Der Anforderungsbereich I bezieht sich auf Anforderungen in den Bereichen Reproduktion und Textverstehen. Er umfasst die sprachlich angemessene Wiedergabe des Inhalts von vorgelegten Materialien auf der Grundlage von Sachverhalten und Kenntnissen aus einem begrenzten Gebiet, die im Lehrplan verbindlich vorgegeben und im Unterricht vermittelt worden sind.
Der Anforderungsbereich II bezieht sich auf Anforderungen in den Bereichen Reorganisation und Analyse. Er umfasst das Erklären, Verarbeiten und Darstellen bekannter Sachverhalte mithilfe neuer Fragestellungen und unter Anwendung fach- und sachadäquater Methoden sowie das selbstständige Übertragen von Gelerntem auf vergleichbare fachbezogene Gegenstände hinsichtlich der Sachzusammenhänge, Verfahren, sprachlichen Mittel und Darstellungsformen.
Der Anforderungsbereich III bezieht sich auf Anforderungen in den Bereichen Werten und Gestalten. Er umfasst planmäßiges Verarbeiten komplexer Sachverhalte und Materialien mit dem Ziel, zu selbstständigen Lösungen, Gestaltungen oder Deutungen, Folgerungen, Begründungen, Wertungen zu gelangen. Dabei werden aus den gelernten Methoden oder Lösungsverfahren die zur Bewältigung der Aufgabe geeigneten selbstständig ausgewählt oder einer neuen Problemstellung angepasst.
Operator Erläuterung Zuordnung
AFB
sich äußern
Aussagen zu einem Thema machen, Gedanken zum Ausdruck bringen, auch ungeordnet oder unvollständig
I, II
analysieren
inhaltliche und/oder sprachliche Aspekte eines Textes herausarbeiten und erklären
II,III
anwenden
sprachliche und inhaltliche Kenntnisse sowie Methoden und Lernstrategien durch Abstraktion und Transfer in anderen Kontexten nutzbar machen; Regeln und Konventionen zur Kenntnis nehmen und bewusst einhalten
II, III
austauschen
sich im Gespräch gegenseitig Fragen stellen und Informationen über Sachverhalte, Meinungen, Positionen geben
I, II, III
benennen
Sachverhalte präzise benennen
I
berichten
Sachverhalte, Positionen sachbezogen ausführen
II
beschreiben, umschreiben
Gegenstände, Personen und Vorgänge sachlich und präzise darstellen
I, II
sich beteiligen
sich in Gesprächssituationen aktiv und mitgestaltend einbringen
II, III
darstellen, darlegen
Sachverhalte, Positionen sachbezogen ausführen
II
(nach-) erzählen
Erlebtes, Erdachtes, Gehörtes oder Gelesenes in narrativer Weise ausführen
II, III
formulieren
Inhalte, Sachverhalte mit eigenen Worten und unter Beachtung sprachlicher Regeln zum Ausdruck bringen
I
Informationen geben / entnehmen
explizite oder implizite Aussagen treffen/in einem Text erfassen.
I, II, III
Gespräch führen
sich in Gesprächssituationen aktiv und mitgestaltend einbringen
II, III
nennen
Sachverhalte präzise benennen
I
nutzen
Sprachliche und inhaltliche Kenntnisse sowie Methoden und Lernstrategien durch Abstraktion und Transfer in anderen Kontexten nutzbar machen; Regeln und Konventionen zur Kenntnis nehmen und bewusst einhalten
II, III
präsentieren
Sachverhalte unterschiedlicher Komplexität einem Publikum vorstellen, gegebenenfalls unter Einsatz geeigneter Präsentationstechniken und ‑medien
III
reagieren
sich in Gesprächssituationen aktiv und mitgestaltend einbringen
II, III
Stellung beziehen, den eigenen Standpunkt vertreten, Position beziehen / vertreten, Meinung vertreten
den eigenen Standpunkt mit geeigneten Argumenten begründet, darlegen beziehungsweise in einer Diskussion verteidigen
III
einen Text verfassen / entwerfen
einen Text unter Anwendung der erforderlichen Textsortenmerkmale schreiben
III
vergleichen
zwei Standpunkte miteinander in Relation setzen
II, III
versprachlichen
Inhalte von Texten sach‑, adressaten- und situationsgerecht zusammenfassen und in eigenen Worten wiedergeben
II
verwenden
sprachliche und inhaltliche Kenntnisse sowie Methoden und Lernstrategien durch Abstraktion und Transfer in anderen Kontexten nutzbar machen; Regeln und Konventionen zur Kenntnis nehmen und bewusst einhalten
II, III
wiedergeben
Textinhalte mit eigenen Worten ausführen
I
zusammenfassen
Texte beziehungsweise einzelne Textaspekte sachbezogen, strukturiert und auf die wesentlichen Aussagen begrenzt wiedergeben
II

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