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Pädagogik und Psychologie

Vorbemerkungen

 

Bildungsplanübersicht

Schuljahr Bildungsplaneinheiten Zeitricht-wert Gesamt-stunden
Eingangsklasse Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP) 60
1 Einführung in sozialwissenschaftliches Denken
15
2 Forschungsansätze und Methoden in Pädagogik, Psychologie und angrenzenden Sozialwissenschaften
55 (40)
3 Psychische Funktionen
55
4 Menschen in sozialen Gruppen I: Einführung
15
5 Berufsfelder von Pädagogik und Psychologie
10 210 (40)
Zeit für Leistungsfeststellung 30
240 (40)
Jahrgangsstufe 1 Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP) 60
6 Menschen in sozialen Gruppen II: Sozialpsychologische Experimente
20
7 Tiefenpsychologie am Beispiel der klassischen Psychoanalyse nach S. Freud
25
8 Behaviorismus am Beispiel der Konditionierungstheorien nach I. Pawlow und B. Skinner
30
9 Kognitivismus am Beispiel der Sozial-kognitiven Lerntheorie nach A. Bandura
20
10 Humanistische Psychologie am Beispiel des Personenzentrierten Ansatzes nach C. Rogers
25
11 Systemischer Ansatz am Beispiel sozialer Systeme
30 210
Zeit für Leistungsfeststellung 30
240
Jahrgangsstufe 2 Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP) 48
12 Einstellungen und Einstellungsänderungen
20
13 Entwicklung über die Lebensspanne
40
14 Bildungs- und Erziehungsprozesse
40
15* Medienpädagogik
20
16* Klinische Psychologie
20
17* Heilpädagogik und Inklusion
20
18* Umweltpsychologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
20
19* Konfliktforschung und Friedenspädagogik
20 168
Zeit für Leistungsfeststellung 24
192
Die Zeitrichtwerte in Klammern geben den Anteil der Stunden in Gruppenteilung an.
* In der Jahrgangsstufe 2 ist eine der BPE 15 – 19 zu unterrichten.

Eingangsklasse

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

60

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwenden
Wiederholen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Empirische Untersuchungen (Experimente, Tests, Befragungen, Beobachtungen)
Nachstellen klassischer Experimente (z. B. zur Verlässlichkeit von Zeugenaussagen)
Statistische Auswertungen von Klausuren (Maße der zentralen Tendenz und Variabilität)
Arbeit mit einem computer-gestützten Statistikprogramm
Konzeption und Gestaltung eines „Methodenguides“ der Mnemo- / Lerntechniken
Erkundung sozialer Berufsfelder / Praktikum mit Rechercheauftrag Gruppendynamische Spiele (z. B. NASA- oder Rettungsboot-Spiel)
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 1

Einführung in sozialwissenschaftliches Denken

15

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen zentrale Fragen, Begrifflichkeiten und Ziele von Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Sie beschreiben die Sicht auf den Menschen aus deren Perspektiven.

BPE 1.1

Die Schülerinnen und Schüler erläutern zentrale Fragestellungen, Begriffe und Ziele der Psychologie.

Zentrale Fragestellungen der Psychologie
Gegenstand der Psychologie – menschliches Erleben und Verhalten

Alltagspsychologie vs. wissenschaftliche Psychologie

Zentrale Begriffe und Ziele der Psychologie

  • Verhalten, Erleben, Bewusstsein
Aspekte des psychischen Geschehens, psychische Phänomene (psychische Fähigkeiten, Funktionen, Kräfte)
  • Beschreibung, Erklärung, Verstehen, Vorhersage, Veränderung

BPE 1.2

Sie erläutern zentrale Fragestellungen, Begriffe und Ziele der Pädagogik.

Zentrale Fragestellungen der Pädagogik

Gegenstand der Pädagogik – Erziehungswirklichkeit im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis

Zentrale Begriffe und Ziele der Pädagogik

  • Erziehung
  • Sozialisation
  • Personalisation
  • Enkulturation

BPE 1.3

Sie erläutern zentrale Fragestellungen und Begriffe der Soziologie.

Zentrale Fragestellungen der Soziologie

Zentrale Begriffe der Soziologie

  • soziales Handeln
Individuum vs. Gesellschaft bzw. Kultur
  • sozialer Wandel
z. B. Globalisierung, Digitalisierung
  • Sozialisation aus gesellschaftlicher Perspektive
Lebensphasen und Sozialisationsinstanzen

BPE 2

Forschungsansätze und Methoden in Pädagogik, Psychologie und angrenzenden Sozialwissenschaften

55 (40)

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben verschiedene sozialwissenschaftliche Forschungsansätze und reflektieren Forschungsprozesse. Sie vergleichen Erhebungsmethoden, wenden diese an und prüfen Einsatzmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren exemplarische Studien der empirischen Sozialforschung und nehmen kritisch dazu Stellung.

BPE 2.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und unterscheiden zentrale Forschungsansätze in den Sozialwissenschaften. Sie erläutern die Grundbegriffe, Hypothesen und Variablen im wissenschaftlichen Kontext und begründen die Notwendigkeit der Operationalisierung.

Forschungsansätze der quantitativen und qualitativen Sozialforschung

  • Forschungsinteresse
  • Vorgehensweise

Wissenschaftliche Hypothesen

  • Merkmale von Hypothesen

  • Formulierung von Hypothesen
Hypothesengenerierung, Hypothesenüberprüfung
Variablen im Forschungsprozess

  • unabhängige, abhängige und intervenierende Variablen
  • Definition und Notwendigkeit der Variablenoperationalisierung

Gütekriterien in der empirischen Sozialforschung

  • Objektivität
  • Reliabilität
  • Validität

BPE 2.2

Die Schülerinnen und Schüler erläutern den Forschungsablauf im empirisch-quantitativen Forschungsparadigma. Sie überprüfen exemplarisch Studien hinsichtlich der Einhaltung von Gütekriterien.

Der Forschungsprozess im Paradigma der quantitativen Sozialforschung
exemplarisch anhand einer Studie aufgezeigt
  • wissenschaftliche Fragestellung
  • Hypothesenbildung
  • Definition und Operationalisierung zentraler Begriffe
  • Ausschalten intervenierender Variablen
  • Stichprobenbestimmung
  • Durchführung der Untersuchung (Einsatz von Erhebungsmethoden)
  • Datenauswertung und Datenaufbereitung inkl. Hypothesenprüfung (Einsatz von Analysemethoden)
  • Interpretation der Ergebnisse und Formulierung allgemeingültiger Aussagen

BPE 2.3

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben experimentelle Versuchsdesigns. Sie analysieren Experimente und bewerten sowohl Aussagekraft als auch ethische Dignität.

Das Experiment als Erhebungs- und Erkenntnismethode
das Experiment als „Goldstandard“ der empirischen Sozialforschung
  • Merkmale eines Experiments (Variierbarkeit, Wiederholbarkeit, Willkürlichkeit)
  • Labor- und Feldexperiment

Experimentelle Versuchsdesigns
Randomisierung und Parallelisierung
  • Kontroll- und Treatmentgruppen
  • Blind-Versuch

Interne und externe Validität eines Experiments

Experiment zum Autoritätsgehorsam von S. Milgram

BPE 2.4

Die Schülerinnen und Schüler analysieren und vergleichen verschiedene Beobachtungsverfahren. Sie begründen die Notwendigkeit der Beobachtung als Grundlage pädagogischen Handelns.

Die wissenschaftliche Beobachtung als Erhebungsmethode

  • Ziele und Merkmale systematischer Beobachtung

  • Beobachtungsformen: Labor- und Feldbeobachtung, teilnehmende und nichtteilnehmende Beobachtung, offene und verdeckte Beobachtung, strukturierte und unstrukturierte Beobachtung

  • Verarbeitungsstufen einer Beobachtung
Beschreibung, Interpretation und Bewertung
  • Beobachtungsfehler
vgl. BPE 3
Bedeutung der Beobachtung in der pädagogischen Praxis
Beobachtungsübungen

BPE 2.5

Die Schülerinnen und Schüler analysieren verschiedene Befragungsformen und nehmen kritisch zu deren Aussagekraft Stellung.

Die Befragung als Erhebungsmethode
z. B. JIM-Studie, Shell-Studie, ILSE-Studie
  • Ziele und Merkmale einer Befragung

  • Befragungsformen: Fragebogen, Interview
papiergebundene und digitale Fragebögen, Fragebogeninterview, freies Interview, Leitfadeninterview (semi-strukturiert)
Standardisierung und Strukturierung von Fragebögen: Fragen- und Antwortformate
offene Fragen, ja- oder nein- Fragen, Eingruppierungsfragen, Summenfragen, Ratingskalen, Rangordnung
Verfälschungsgefahren beim Fragebogen bzw. Interview
z. B. Rücklaufquote, soziale Erwünschtheit, Selbstdarstellung

BPE 2.6

Die Schülerinnen und Schüler analysieren psychologische Testverfahren. Sie vergleichen verschiedene Tests und nehmen kritisch zu deren Aussagekraft Stellung.

Merkmale und Ziele psychologischer Tests als Erhebungsmethode

Formen von Tests

  • Reife- und Entwicklungstests
z. B. Sismik, SETK, HASE
  • Leistungstests
z. B. D2, Benton-Test, Schultest
  • Persönlichkeitstests
z. B. FPI-R, NEO-FFI, Rorschach
Messung der Intelligenz (Intelligenztests)
z. B. HAWIE, I-S-T 2000 R, Gardner-Test
Kritische Beurteilung von Intelligenztests
Kulturabhängigkeit und Validität

BPE 2.7

Die Schülerinnen und Schüler ordnen und beschreiben empirisch gewonnene Daten. Sie beurteilen statistische Erhebungen und deren Auswertung kritisch.

Deskriptive Statistik als Analysemethode
vgl. Mathematik
Skalentypen (Nominal‑, Ordinal‑, Intervall‑, Verhältnisskala)

Maße der zentralen Tendenz

  • Median
  • Modus
  • arithmetisches Mittel

Maße der Variabilität

  • Variationsbreite
  • Standardabweichung

Häufigkeitsverteilung

  • absolute Häufigkeit
  • relative Häufigkeit

Diagramm als Darstellungsform

  • Anforderungen an die Darstellung
z. B. Datenbeschriftung, Achsenbezeichnung, Stichprobenumfang
  • Arten (Histogramm, Kreisdiagramm, Liniendiagramm)
  • Verzerrungs- und Verfälschungsgefahr

BPE 2.8

Die Schülerinnen und Schüler erläutern den Grundgedanken der Inferenzstatistik. Sie beschreiben die Korrelation als Zusammenhangsmaß zweier Variablen und bewerten verschiedene Korrelationskoeffizienten. Die Merkmale und Determinanten der Normalverteilung werden beschrieben. Sie definieren den Begriff und erläutern das Grundprinzip der Signifikanzprüfung. Abschließend werden statistische Erhebungen und deren Auswertung auch im Hinblick auf Quellen und Autoren kritisch beurteilt.

Inferenzstatistik als Analysemethode
Korrelation

  • Korrelationskoeffizient
  • Kausalität

Normalverteilung und ihre Determinanten

  • Populationsmittelwert
  • Streuung

Signifikanz und Signifikanzprüfung

Mündiger Umgang mit Statistik

  • Stichprobenanalyse
  • Datendarstellung
  • Operationalisierung

BPE 3

Psychische Funktionen

55

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden die grundlegenden psychischen Funktionen Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis, Emotion und Motivation und diskutieren deren Wechselwirkungen.

BPE 3.1

Die Schülerinnen und Schüler definieren den Begriff der Kognition. Sie stellen Informationsverarbeitungsprozesse dar und bewerten dabei den Einfluss der Umwelt.

Kognition

  • Begriffsbestimmung

  • Informationsverarbeitung als neuronaler Prozess
Synapsenbildung, Gehirnzentren, Plastizität des Gehirns

BPE 3.2

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die physiologischen Grundlagen der Wahrnehmung. Den Wahrnehmungsprozess analysieren sie als aktives und konstruierendes Geschehen.

Informationsgewinnung über den Prozess der Wahrnehmung (Reizaufnahme, Sinnesorgane und deren Beschränktheit)
Reizschwelle
Informationsverarbeitung über die Organisation der Wahrnehmung

  • Reizverarbeitung
bottom-up und top-down
  • optische Täuschungen

  • Gestaltgesetze
z. B. Gesetze von Figur und Grund, der Ähnlichkeit, der Nähe, der Geschlossenheit, der Prägnanz, der Bedeutung bzw. Vertrautheit

BPE 3.3

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Bedeutung unterschiedlicher Phänomene und Effekte der individuellen Wahrnehmung. Aus dieser Perspektive bewerten sie ihr eigenes Handeln.

Einfluss individueller Faktoren auf die Informationsauswahl und ‑bewertung

  • Subjektivität der Wahrnehmung
Konstruktivismus
  • Bedeutung der Erfahrung

  • Selektivität der Aufmerksamkeit
z. B. Aufmerksamkeitsillusion nach Ch. Chabris und D. Simons

BPE 3.4

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Bedeutung unterschiedlicher Phänomene und Effekte der sozialen Wahrnehmung. Aus dieser Perspektive bewerten sie ihr eigenes Handeln.

Einfluss sozialer Faktoren auf die Informationsauswahl und ‑bewertung

  • soziale Hypothesentheorie
J. Bruner und L. Postman
  • Rosenthaleffekt
self-fullfilling-prophecy
  • Wahrnehmungsfehler
z. B. logischer Fehler, Kontrast‑, Ähnlichkeitsfehler, Primacy‑, Halo‑, Sympathie-Effekt
vgl. BPE 12

BPE 3.5

Die Schülerinnen und Schüler analysieren Prozesse des Denkens.

Denken als informationsverarbeitender Prozess

  • problemlösend

  • konvergierend, divergierend
Kreativität
  • deduktiv, induktiv, analog

BPE 3.6

Die Schülerinnen und Schüler stellen das Gedächtnis als Verbund aufeinander einwirkender Systeme zur Informationsspeicherung dar.

Informationsspeicherung im Gedächtnis

  • Mehrspeichermodell
sensorische Register, Arbeitsgedächtnis bzw. Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis
  • Speichersysteme des Langzeitgedächtnisses
episodisches, semantisches, perzeptuelles, prozedurales Langzeitgedächtnis

BPE 3.7

Sie erklären den Gedächtnisprozess als konstruierenden, nicht abbildenden Vorgang.

Informationsabruf über Konstruktions- und Rekonstruktionsprozesse

  • Behalten, Erinnern und Vergessen
z. B. Blitzlichterinnerungen
  • Subjektivität des Erinnerns
z. B. F. Bartlett, E. Loftus, Zeugenaussagen

BPE 3.8

Die Schülerinnen und Schüler übertragen die Erkenntnisse über das Gedächtnis auf die Analyse und Planung ihres Lernverhaltens.

Konsolidierung von Gelerntem

  • Kodierung
  • Organisation
  • Wiederholung
  • Elaboration

Organisation und Methoden des Lernens
z. B. Mnemo- bzw. Lerntechniken

BPE 3.9

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Emotionen als komplexe Muster von Veränderungen.

Klassifikation der Emotionen bzw. Basisemotionen
grundlegende und universelle Emotionen nach P. Ekman
Komponenten der Emotionen

Bedeutung und Funktionen von Emotionen für das menschliche Handeln
emotionale Kompetenz

BPE 3.10

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen Merkmale der Motivation. Sie vergleichen und bewerten verschiedene Motivationstheorien.

Merkmale motivierten Handelns

  • Abgrenzung von Motiv und Motivation
  • intrinsische, extrinsische Motivation

Motivationstheorien
z. B. A. Maslow, E. Deci und R. Ryan, biologische Modelle

BPE 3.11

Sie analysieren das Konstrukt der Leistungsmotivation aus theoretischer und persönlicher Perspektive.

Leistungsmotivation

  • Begriffsbestimmung

  • Attribution von Erfolg und Misserfolg
z. B. H. Heckhausen, B. Weiner, D. Rotter

BPE 4

Menschen in sozialen Gruppen I: Einführung

15

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten wesentliche Grundlagen der Gruppensoziologie und übertragen diese auf Fallbeispiele. Sie analysieren Gruppenprozesse und die Beeinflussung des Einzelnen durch die Gruppe.

BPE 4.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Gruppe als soziales Gebilde am Beispiel der Kleingruppe.

Merkmale einer Kleingruppe

  • Wir-Gefühl
  • Interaktion und Kommunikation
  • Normen und Werte
  • zeitliche Stabilität bzw. Dauerhaftigkeit
  • gemeinsame Ziele und Interessen
  • Organisation und Struktur (Rollenverteilung)

BPE 4.2

Sie beschreiben die Funktionen und Bedeutung einer Gruppe.

Funktionen und Bedeutung einer Gruppe

  • materieller und psychologischer Nutzen
  • Sozialisationsfunktion
  • Selbsteinschätzung und Identitätsbildung

  • Kooperation und Wettbewerb
z. B. Effekte auf Motivation und Leistungsfähigkeit

BPE 4.3

Sie beschreiben Struktur und Dynamik einer Gruppe. Sie analysieren Rollenkonflikte und erläutern den möglichen Umgang damit.

Struktur und Dynamik einer Gruppe

  • Werte, Normen und Sanktionen
  • sozialer Status und Position in der Gruppe
  • soziale Rolle

Rollenkonflikte (Inter- und Intrarollenkonflikt, Person-Rolle-Konflikt)
Rollendruck
Umgang mit Rollenkonflikten

  • Rollendistanz
  • Ambiguitätstoleranz
  • Kompromisse
  • Rollenaufgabe

BPE 4.4

Sie erklären die Phasen der Gruppenentwicklung sowie die Bedeutung der Gruppenleiterin/des Gruppenleiters in den jeweiligen Phasen und wenden diese zur Analyse von Fallbeispielen an.

Phasen der Gruppenbildung nach S. Bernstein und L. Lowy et al.
Übungsbeispiele
  • Orientierungsphase
  • Machtkampfphase
  • Vertrautheitsphase
  • Differenzierungsphase
  • Trennungsphase

Bedeutung und pädagogische Interventionen der Gruppenleiterin/des Gruppenleiters
Reflexion eigener Gruppen(leiter)erfahrungen

BPE 5

Berufsfelder von Pädagogik und Psychologie

10

Die Schülerinnen und Schüler analysieren verschiedene pädagogische und psychologische Berufsfelder unter dem Aspekt der eigenen beruflichen Orientierung.

BPE 5.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Anforderungsprofile sozialer Berufe und analysieren erforderliche Kompetenzen. Exemplarisch erkunden sie die Anwendung von pädagogisch-psychologischen Methoden in verschiedenen Berufsfeldern.

Anforderungsprofile verschiedener sozialer Berufe
z. B. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Psychologinnen und Psychologen, vgl. VIP
  • Kompetenzprofile

  • Rollenbeschreibung

  • Methoden
vgl. BPE 2
  • Ausbildung
z. B. Exkursionen, Hospitation, Fachkräfte im Unterricht

Jahrgangsstufe 1

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

60

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwenden
Wiederholen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Gestaltung einer Übersicht aller Richtungen der Psychologie
Werbekampagne (z. B. als Filmprojekt) auf lerntheoretischer Basis
Rollenspiele zum aktiven Zuhören
Schwarmexperimente
interdisziplinäre Fallanalysen in Expertengruppen
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 6

Menschen in sozialen Gruppen II: Sozialpsychologische Experimente

20

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Gruppenphänomene an ausgewählten Experimenten der Sozialpsychologie.

BPE 6.1

Die Schülerinnen und Schüler analysieren Gruppenprozesse und -konflikte sowie die Beeinflussung des Einzelnen durch die Gruppe anhand klassischer Experimente und reflektieren deren Bedeutung. Dabei wenden sie ihr Wissen zum Experiment als Erhebungs- und Erkenntnismethode an und bewerten deren Aussagekraft.

Konformität

  • Begriff, Funktion und Bedeutung
z. B. soziale Chamäleons
  • informativer sozialer Einfluss am Beispiel des Experiments „Autokinetischer Effekt“ von M. Sherif

  • normativer sozialer Einfluss am Beispiel des Konformitätsexperiments zur „Linieneinschätzung“ von S. Asch
vgl. BPE 2
Deindividuation

  • Begriff, Funktion und Bedeutung

  • Stanford Prison Experiment von P. Zimbardo
vgl. BPE 2
die Macht der Situation, blinder Gehorsam
Gruppenkonflikt
vgl. BPE 19
  • Eigen- und Fremdgruppe
  • Ferienlager-Experiment von M. Sherif

BPE 7

Tiefenpsychologie am Beispiel der klassischen Psychoanalyse nach S. Freud

25

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundannahmen der Tiefenpsychologie. Sie beschreiben deren Bedeutung für die Entwicklung, Erziehung und Therapie und wenden die Erkenntnisse auf Fallbeispiele an. Kritisch nehmen sie Stellung zu dieser psychologischen Richtung.

BPE 7.1

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren die Annahmen der Tiefenpsychologie hinsichtlich ihres Menschenbildes und ihrer Bedeutung.

Tiefenpsychologisches Bild vom Menschen

  • Steuerung des Verhaltens und Erlebens durch das Unbewusste
z. B. Fehlleistungen, Wiederholungszwang
  • Determiniertheit durch angeborene Triebe

  • Beeinflussung der individuellen Entwicklung durch Erziehung
z. B. Bezugspersonen, weitere Sozialisationsinstanzen

BPE 7.2

Sie stellen die Grundannahmen der psychoanalytischen Theorie und das psychoanalytische Persönlichkeitsmodell nach S. Freud dar und wenden diese zur Analyse entsprechender Fallbeispiele an.

Das Instanzenmodell als Teil des psychoanalytischen Persönlichkeitsmodells

  • Es, Ich, Über-Ich
  • Dynamik der Persönlichkeit
  • Angst und Angstabwehr, Verdrängung

  • Einsatz von Abwehrmechanismen (Rationalisierung, Verschiebung, Sublimierung, Projektion)
Übungsbeispiele

BPE 7.3

Sie erklären die Entstehung psychischer Fehlentwicklungen aus der Sicht dieses Ansatzes.

Entstehung psychischer Fehlentwicklungen
Übungsbeispiele
  • Möglichkeiten der Ich-Schwäche
Theorie der psychosexuellen Entwicklung
  • (frühkindliche) Traumata

BPE 7.4

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Ziele und Vorgehensweisen der klassischen Psychoanalyse als Therapieverfahren.

Ziele der klassischen Psychoanalyse

  • Bewusstmachung der in der Kindheit entstandenen unbewussten Konflikte
  • Bearbeitung von Widerständen
  • Aufdeckung der Angst und Abwehrdynamik

Therapietechniken
z. B. Traumdeutung, Spieltherapie
  • freie Assoziation
  • Übertragung, Gegenübertragung

Rolle des Therapeuten und Setting

BPE 7.5

Die Schülerinnen und Schüler erläutern die Bedeutung dieses Ansatzes für Erziehung und Entwicklung des Menschen.

Aufbau von Ich-Stärke

Berücksichtigung des Unbewussten sowie der Übertragungseffekte im pädagogischen Alltag
z. B. Haltung des Pädagogen bezüglich Sexualität und Spiel

BPE 7.6

Die Schülerinnen und Schüler nehmen kritisch Stellung zu S. Freuds Psychoanalyse.

Kritik

  • Entstehungskontext und Aktualität der Theorie
  • empirische Messbarkeit
  • Bewertung der Methoden
  • Erklärungswert der Theorie

BPE 8

Behaviorismus am Beispiel der Konditionierungstheorien nach I. Pawlow und B. Skinner

30

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundannahmen und Theorien des Behaviorismus. Sie beschreiben die Bedeutung der Konditionierungstheorien für die Erziehung, Sozialisation und Therapie und wenden die Erkenntnisse auf Fallbeispiele an. Sie nehmen kritisch Stellung zu dieser psychologischen Richtung.

BPE 8.1

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren das Menschenbild des Behaviorismus.

Behavioristisches Bild vom Menschen
J. Watson
  • Black-Box-Modell

  • Umweltdeterminismus, Vorhersagbarkeit und Kontrolle des Verhaltens
pädagogischer Optimismus

BPE 8.2

Sie erklären Lernprozesse aus behavioristischer Sicht am Beispiel des Klassischen Konditionierens nach I. Pawlow.

Klassisches Konditionieren

  • Schema des Klassischen Konditionierens erster und höherer Ordnung

  • Kontiguität
Voraussetzungen für Klassisches Konditionieren
  • Reizgeneralisierung
  • Reizdifferenzierung
  • Extinktion

BPE 8.3

Sie erklären psychische Fehlentwicklungen aus der Sicht dieses Ansatzes.

Mögliche psychische Fehlentwicklungen
Übungsbeispiele
  • konditionierte emotionale Reaktionen am Beispiel Angst oder Phobie
J. Watson: Der kleine Albert

BPE 8.4

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Anwendung des Klassischen Konditionierens in der Therapie.

Einsatzmöglichkeiten des Klassischen Konditionierens im therapeutischen Bereich

  • Gegenkonditionierung
  • systematische Desensibilisierung

BPE 8.5

Sie erläutern die Bedeutung dieses Ansatzes für Erziehung und Sozialisation des Menschen.

Emotionale Lernprozesse
z. B. Werbung, Speisepräferenzen, Einstellungen

BPE 8.6

Die Schülerinnen und Schüler erklären Lernprozesse aus behavioristischer Sicht am Beispiel des Operanten Konditionierens nach B. Skinner.

Operantes Konditionieren
Skinner-Box
E. Thorndike: Lernen durch Versuch und Irrtum
  • positive und negative Verstärkung
  • Bestrafung Typ I und II
  • Extinktion
  • Kontingenzschema

  • primäre und sekundäre Verstärker
z. B. materielle, soziale Verstärker

BPE 8.7

Sie erklären mögliche psychische Fehlentwicklungen aus der Sicht dieses Ansatzes.

Mögliche psychische Fehlentwicklungen
Übungsbeispiele
  • Verhaltensexzesse
z. B. Sucht
  • Flucht- und Vermeidungsverhalten

BPE 8.8

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Anwendung des Operanten Konditionierens in der Therapie.

Elemente der Verhaltenstherapie

  • kontinuierliche vs. intermittierende Verstärkung

  • Verstärkerpläne am Beispiel von Token-Systemen
Quoten- und Intervallverstärkung, Shaping

BPE 8.9

Sie erläutern die Bedeutung dieses Ansatzes für Erziehung und Sozialisation des Menschen.

Aufbau und Abbau von Verhaltensweisen

  • Einsatz von Verstärkern und Bestrafung
vgl. BPE 14
  • Relativität von Verstärkern
  • differentielle Verstärkung
  • kontingente und konsistente Verstärkung

BPE 8.10

Die Schülerinnen und Schüler nehmen kritisch Stellung zu behavioristischen Lerntheorien.

Kritik

  • Entstehungskontext und Aktualität der Theorien
  • empirische Messbarkeit
  • Bewertung der Methoden
  • Erklärungswert der Theorien

Vergleich mit den vorangegangenen Richtungen (Menschenbild, Therapie, Erziehung)
vgl. BPE 7

BPE 9

Kognitivismus am Beispiel der Sozial-kognitiven Lerntheorie nach A. Bandura

20

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundannahmen des Kognitivismus nach A. Bandura. Sie beschreiben die Bedeutung für die Erziehung, Sozialisation und Therapie und wenden diese auf Fallbeispiele an. Kritisch nehmen sie Stellung zu dieser psychologischen Richtung.

BPE 9.1

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren das Menschenbild des Kognitivismus.

Kognitivistisches Bild vom Menschen

  • Bedeutung von kognitiven Prozessen bei der Informationsverarbeitung
vgl. BPE 3
  • Selbststeuerung

BPE 9.2

Sie erklären Lernprozesse am Beispiel der Sozial-kognitiven Theorie nach A. Bandura.

Phasen und Prozesse des Lernens in der sozial-kognitiven Theorie

1. Aneignungsphase

  • Aufmerksamkeitsprozesse (Bedingungen des Modelllernens)
  • Gedächtnisprozesse

2. Ausführungsphase

  • Reproduktionsprozesse

  • Motivationsprozesse und Bekräftigungsprozesse (externe vs. stellvertretende Bekräftigung, direkte vs. stellvertretende Selbstbekräftigung)
Effekte des Modelllernens: modellierender Effekt, enthemmender Effekt, hemmender Effekt, auslösender Effekt
Motivationale Erwartungshaltungen

  • Ergebniserwartung
  • Kompetenzerwartung

  • Aussicht auf Selbstbekräftigung
Selbstregulierung und Selbstwirksamkeit

BPE 9.3

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Anwendung des Modelllernens in der Therapie.

Elemente der Verhaltenstherapie

  • Coping-Modelle

  • Mastery-Modelle
z. B. soziales Kompetenztraining

BPE 9.4

Sie erläutern die Bedeutung dieses Ansatzes für Erziehung und Sozialisation des Menschen und erklären exemplarisch die Wirkung medialer Modelle.

Bedeutung der Sozial-kognitiven Theorie für die Erziehung

  • Erzieher als Modell
z. B. beabsichtigtes und unbeabsichtigtes Modellverhalten
  • Einsatz weiterer Modelle
reale und symbolische Modelle
  • Bekräftigungsprozesse

„Rocky-Experiment“ von A. Bandura

Übernahme von medialem Modellverhalten
vgl. BPE 15

BPE 9.5

Die Schülerinnen und Schüler nehmen kritisch Stellung zur Sozial-kognitiven Theorie.

Kritik

  • Entstehungskontext und Aktualität der Theorie
  • empirische Messbarkeit
  • Bewertung der Methoden
  • Erklärungswert der Theorie

  • Vergleich mit den vorangegangenen Richtungen (Menschenbild, Therapie, Erziehung)
vgl. BPE 7, BPE 8

BPE 10

Humanistische Psychologie am Beispiel des Personenzentrierten Ansatzes nach C. Rogers

25

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundannahmen der Humanistischen Psychologie und des Ansatzes von C. Rogers. Sie beschreiben die Bedeutung für die Entwicklung, Erziehung und Therapie und wenden diese auf Fallbeispiele an. Sie nehmen kritisch Stellung zu dieser psychologischen Richtung.

BPE 10.1

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren das Menschenbild der Humanistischen Psychologie.

Humanistisches Bild vom Menschen

  • Streben nach Selbstverwirklichung
vgl. A. Maslow
  • Selbststeuerung

BPE 10.2

Sie stellen die Grundannahmen des Personenzentrierten Ansatzes nach C. Rogers dar und wenden diese zur Analyse entsprechender Fallbeispiele an.

Personenzentrierter Ansatz
Übungsbeispiele
  • Aktualisierungstendenz
  • organismischer Bewertungsprozess

  • Selbstkonzept: Entstehung, Real‑, Idealselbst und Selbstwert, flexibles Selbstkonzept, starres Selbstkonzept (Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und aktueller Erfahrung, Diskrepanz zwischen Ideal- und Realselbst)

BPE 10.3

Sie begründen die Entstehung psychischer Fehlentwicklungen aus Sicht dieses Ansatzes.

Entstehung psychischer Fehlentwicklungen
Übungsbeispiele
  • Beitrag der Erziehung: Beziehungsbotschaften, Zuschreibungen, Bewertungsbedingungen, Geringschätzung

  • mögliche Symptomatik in Folge der psychischen Spannung
z. B. Angst, Leistungsprobleme, sozialer Rückzug

BPE 10.4

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Ziele, Grundhaltungen und Vorgehensweisen der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie.

Ziele der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie

  • Erforschung der Gefühlswelt durch Selbstexploration
freier Ausdruck emotionaler Erlebnisinhalte
  • Auflösung der Inkongruenz

  • Selbstaktualisierung

Grundhaltungen des Therapeuten

  • Empathie
  • Kongruenz
  • unbedingte Akzeptanz

Rolle des Therapeuten und Setting
z. B. Einzel- und Gruppentherapie, Encountergruppe
Aktives Zuhören als Therapietechnik
Übungsbeispiele
  • Paraphrasieren

  • Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte

BPE 10.5

Sie erläutern die Bedeutung dieses Ansatzes für Erziehung und Entwicklung des Menschen.

Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts

  • bedingungslose Wertschätzung
  • einfühlendes Verstehen
  • Echtheit
  • Interesse (positive Beachtung)

  • fördernde, nicht-dirigierende Haltung
Autonomie, Vertrauen, Unterstützung, Anregung

BPE 10.6

Die Schülerinnen und Schüler nehmen kritisch Stellung zum Menschenbild des Humanismus, zum Personenzentrierten Ansatz und zur Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie.

Kritik

  • Entstehungskontext und Aktualität der Theorie
  • empirische Messbarkeit
  • Bewertung der Methoden
  • Erklärungswert der Theorie

  • Vergleich mit den vorangegangenen Richtungen (Menschenbild, Therapie, Erziehung)
vgl. BPE 7 – 9

BPE 11

Systemischer Ansatz am Beispiel sozialer Systeme

30

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundannahmen des Systemischen Ansatzes am Beispiel sozialer Systeme. Sie erläutern Vorgehensweisen und die Bedeutung des Systemischen Ansatzes für die Therapie und Beratung. Die Schülerinnen und Schüler nehmen kritisch Stellung zu dieser psychologischen Richtung.

BPE 11.1

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren zentrale Annahmen des Systemischen Ansatzes hinsichtlich ihres Menschenbildes und ihrer Bedeutung.

Menschenbild im Systemischen Ansatz

  • Der Mensch als Element sozialer Systeme
  • Beeinflussung durch soziale Systeme und Einwirkung auf soziale Systeme

BPE 11.2

Die Schülerinnen und Schüler stellen die Grundannahmen des Systemischen Ansatzes am Beispiel der sozialen Systeme dar.

Grundannahmen und Grundbegriffe Systemischen Denkens am Beispiel sozialer Systeme

  • Begriff Soziales System

  • Regelkreisdenken (Rückkopplung, Interdependenz)

  • Ganzheit und Homöostase von Systemen
„Ein System ist mehr als die Summe seiner Teile.“
  • systemische Problemdefinition: Vom Individuum zum Symptomträger

  • Relativismus und Konstruktivismus
vgl. BPE 3

BPE 11.3

Sie stellen das Regelkreisdenken am Beispiel des Kommunikationsmodells von P. Watzlawick, J. Beavin und D. Jackson dar und wenden dieses zur Analyse entsprechender Fallbeispiele an.

Kommunikationsmodell nach P. Watzlawick, J. Beavin und D. Jackson

  • soziale Kommunikation und Interaktion
Begriff Soziale Systeme nach P. Watzlawick
  • 5 Axiome zwischenmenschlicher Kommunikation

  • Störungen zwischenmenschlicher Kommunikation
z. B. pragmatische Paradoxien, Double-Bind-Situationen

BPE 11.4

Die Schülerinnen und Schüler stellen Grundprinzipien, Grundhaltungen und Vorgehensweisen in der Systemischen Therapie und Beratung dar.

Grundprinzipien und Grundhaltungen Systemischer Arbeit in Therapie und Beratung
Übungsbeispiele
  • Zirkularität
  • Hypothetisieren
  • Neutralität
  • Ressourcen- und Lösungsorientierung

Ausgewählte Vorgehensweisen in der Systemischen Arbeit
Übungsbeispiele
  • Genogramm
  • systemische Fragen (zirkuläre Fragen, hypothetische Fragen)
  • Konfrontation bzw. Verstörung

  • Externalisierungstechniken
z. B. Skulpturarbeit, Familienbrett und ‑aufstellungen

BPE 11.5

Die Schülerinnen und Schüler nehmen kritisch Stellung zum Menschenbild des Systemischen Ansatzes und zum Systemischen Denken in Beratung und Therapie.

Kritik

  • Entstehungskontext und Aktualität des Ansatzes
  • empirische Messbarkeit
  • Bewertung der Methoden
  • Erklärungswert des Ansatzes

Vergleich mit den vorangegangenen Richtungen (Menschenbild, Therapie)
vgl. BPE 7 – 10

Jahrgangsstufe 2

Vertiefung – Individualisiertes Lernen – Projektunterricht (VIP)

48

Vertiefung

Individualisiertes Lernen

Projektunterricht

z. B.
Übungen
Anwenden
Wiederholen
z. B.
Selbstorganisiertes Lernen
Lernvereinbarungen
Binnendifferenzierung
z. B.
Analyse von Kampagnen und Werbestrategien, die auf Einstellungen einwirken
Erprobung und Reflexion von Versuchsanordnungen Piagets und neueren Untersuchungen
Gestalten eines persönlichen Entwicklungsbuchs
Exkursionen zu (Referenten aus) alternativ- oder reformpädagogischen Einrichtungen
Die Themenauswahl des Projektunterrichts hat aus den nachfolgenden Bildungsplaneinheiten unter Beachtung Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.

BPE 12

Einstellungen und Einstellungsänderungen

20

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundlagen zum Thema Einstellung und Einstellungstheorien und reflektieren notwendige Einstellungen in einer pluralistischen Gesellschaft. Vorurteile charakterisieren sie als soziale Einstellungen und erklären, wie Vorurteile stabilisiert oder verändert werden können.

BPE 12.1

Die Schülerinnen und Schüler stellen die Merkmale von Einstellungen dar und erläutern die Wechselwirkung von Einstellungskomponenten. Sie reflektieren eigene Einstellungen und erörtern die Konsistenz bzw. Inkonsistenz von Einstellung und Verhalten.

Merkmale von Einstellungen
explizite und implizite Einstellungen, hypothetisches Konstrukt
  • Objektbezug
  • Dauerhaftigkeit
  • Erworbenheit
  • Bedeutsamkeit
  • Komponenten (kognitiv, affektiv und konativ)
  • Systemcharakter

Einstellung und Verhalten

  • Konsistenz und Inkonsistenz von Einstellung und Verhalten
vgl. BPE 18
  • Einflussfaktoren auf den Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten
z. B. situativer Kontext, Planung des Verhaltens, Verstärkungserwartungen, direkte Erfahrung als Einstellungsursache

BPE 12.2

Die Schülerinnen und Schüler erläutern verschiedene Theorien zur Erklärung der Entstehung, Aufrechterhaltung und Änderung von Einstellungen und beurteilen deren Erklärungswert. Sie analysieren Prozesse der Einstellungsänderung im Alltag mithilfe dieser Theorien.

Erklärungsansätze zur Entstehung, Aufrechterhaltung und Änderung von Einstellungen

Ansatz I: Lerntheorien
vgl. BPE 8 – 9
  • Klassisches Konditionieren
affektbasierte Einstellungen
  • Operantes Konditionieren
  • Sozial-kognitive Theorie

Ansatz II: Funktionstheorie nach D. Katz

  • Anpassungsfunktion
  • Selbstverwirklichungsfunktion
  • Wissensfunktion
  • Abwehrfunktion

Ansatz III: Kognitive Dissonanztheorie nach L. Festinger

  • Grundannahmen
  • Möglichkeiten der Dissonanzreduktion (Additions- und Subtraktionsmechanismen)
  • Einflussfaktoren auf eine mögliche Änderung der Einstellung
Forced-compliance-Experiment (20-Dollar-Experiment)
Möglichkeiten der Einstellungsänderungen im Alltag
z. B. Medienkampagnen, Werbung, Gesundheitsbildung

BPE 12.3

Die Schülerinnen und Schüler erklären die Bedeutung von Respekt für das gelingende Zusammenleben von Menschen in zunehmend pluralistischen Gesellschaften. Sie reflektieren eigene und fremde Toleranzbedürfnisse.

Respekt und Toleranz als notwendige Einstellungen in einer pluralistischen Gesellschaft

  • Definition von Respekt und Toleranz
„Ablehnung-Respekt-Modell der Toleranz“ nach B. Simon, Kieler Forschungsstelle Toleranz (KFT)
  • Reflexion eigener Toleranzgrenzen und ‑bedürfnisse
„Anstoß nehmen“ (LpB Baden-Württemberg)

BPE 12.4

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Vorurteile als soziale Einstellungen und kennzeichnen die verschiedenen Komponenten von Vorurteilen. Sie erklären die Funktion von Vorurteilen und Prozesse der Stabilisierung von bestehenden Vorurteilen. Sie beschreiben die Kontakthypothese und diskutieren, unter welchen Bedingungen Kontakte zwischen verschiedenen Gruppen Vorurteile abbauen können.

Vorurteile als soziale Einstellungen
Abgrenzung Vorurteile – Urteile
Komponenten von Vorurteilen

  • kognitive Komponente (Stereotype)
  • affektive Komponente (Vorurteil im engeren Sinne)
  • Verhaltenskomponente (Diskriminierung)
Wahrnehmungsfehler
Funktionen von Vorurteilen

Stabilisierung von Vorurteilen

Auswirkung des Vorurteils auf das Opfer

Abbau von Vorurteilen am Beispiel der Kontakthypothese
vgl. BPE 6, BPE 19

BPE 13

Entwicklung über die Lebensspanne

40

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundlagen der Entwicklungspsychologie.
Als exemplarische Beispiele für Entwicklungsprozesse in einzelnen Funktionsbereichen erläutern sie wichtige Erkenntnisse der Bindungsforschung und der kognitiven Entwicklungstheorie von Piaget.
Zum Verständnis der Lebensspannenperspektive erarbeiten die Schülerinnen und Schüler das Konzept der Entwicklungsaufgaben und die Theorie der psychosozialen Entwicklung nach E. Erikson und überprüfen die Aktualität von deren Aussagen.
Die Schülerinnen und Schüler erläutern grundlegende Aspekte der Identitatsentwicklung im Jugendalter nach J. Marcia.


BPE 13.1

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren Entwicklung als einen Prozess über die gesamte Lebensspanne und beschreiben verschiedene Verlaufsmodelle von Entwicklung. Sie erklären das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren von Entwicklung in der Ontogenese des Menschen. Die Schülerinnen und Schüler erklären exemplarisch sensible Phasen in der Entwicklung. Sie beschreiben die Vorgehensweise in grundlegenden Forschungsdesigns der Entwicklungspsychologie. Sie analysieren deren Vorteile und Grenzen.

Grundlagen der Entwicklungspsychologie
Entwicklungsbereiche und Ganzheitlichkeit von Entwicklung
  • Gegenstand der Entwicklungspsychologie
  • Entwicklung als Prozess über die gesamte Lebensspanne
  • Kontinuität und Diskontinuität von Entwicklung

  • Faktoren der Entwicklung (endogene, exogene und autogene Faktoren)
endogenistische, exogenistische, aktionale und interaktionistische Modelle, Epigenetik
  • sensible Phasen
Entwicklungsfenster, privilegiertes Lernen
Querschnitt- und Längsschnittstudien
z. B. Münchner Längsschnittstudie LOGIK, Sequenzstudien (Konvergenzmodell)
  • Vorgehensweise und Aussagekraft

  • Vor- und Nachteile

BPE 13.2

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Entstehung der Bindungsforschung. Sie erläutern das Feinfühligkeitskonzept und die Bindungstypen nach M. Ainsworth. Sie erklären die Funktionsweise von Bindungsbeziehungen als dynamisches Wechselspiel der Bindungs-Explorations-Balance. Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren die Entwicklung der Bindung in der frühen Kindheit. Sie bewerten die Bedeutung von Bindung für die menschliche Entwicklung.

Entstehung der Bindungsforschung
J. Bowlby als Pionier der Bindungsforschung
H. Harlows Rhesusaffen-Experiment
Feinfühligkeitskonzept und Bindungstypen nach M. Ainsworth
Fremde-Situations-Test
Funktionsweise der Bindungsbeziehung

  • Bindungs-Explorations-Balance
  • inner working model

Bindungsentwicklung am Beispiel der Phasen nach J. Bowlby

Bedeutung der Bindung für die menschliche Entwicklung
z. B. Transitionen, Resilienz, Bindungstraining für Eltern, Beratung; K. Brisch


BPE 13.3

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Grundlagen der kognitiven Entwicklung aus der Sicht der Entwicklungstheorie von J. Piaget. Sie stellen die Stufen der kognitiven Entwicklung im Überblick dar und kennzeichnen die Besonderheiten der präoperationalen Stufe. Sie diskutieren ausgewählte klassische Experimente von J. Piaget. Aus der Perspektive neuerer Forschungsbefunde bewerten sie diese Theorie. Sie diskutieren exemplarisch neuere Themen der kognitiven Entwicklung und leiten pädagogische Konsequenzen ab.

Grundannahmen und Grundbegriffe der kognitiven Entwicklung nach J. Piaget

  • mentale Repräsentationen und kognitive Strukturen
  • Assimilation und Akkommodation
  • Adaption, Äquilibration, Organisation

Stufen der kognitiven Entwicklung im Überblick
sensomotorische, präoperationale, konkretoperationale und formal-operationale Stufen
Besonderheiten der präoperationalen Stufe

  • Wirklichkeitsauffassung des Vorschulkindes (Egozentrismus, Animismus, Artifizialismus, Finalismus, kindlicher Realismus)
  • Grenzen des präoperationalen Denkens (Zentrierung, Irreversibilität, fehlende Klasseninklusion)

Klassische Experimente von J. Piaget

  • Objektpermanenz
  • Drei-Berge-Experiment
  • „Umschüttversuch“

Kritik an den Befunden von J. Piaget:

  • Studien zur Objektpermanenz in der Säuglingsforschung

  • Re-Analyse des Drei-Berge-Versuchs
H. Borke
  • Grenzen der Methoden von J. Piaget

Ausgewählte Themen der kognitiven Entwicklung in der neueren Forschung
z. B. Theory of Mind, Konzept der Exekutiven Funktionen
Folgerungen zur Förderung der kognitiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

BPE 13.4

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben das Konzept der Entwicklungsaufgaben. Sie erläutern das Modell der psychosozialen Persönlichkeitsentwicklung von E. Erikson. Sie erklären die Identitätsentwicklung von Jugendlichen anhand der Theorie von J. Marcia. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren diese Konzepte hinsichtlich Erklärungswert und Aktualität.

Konzept der Entwicklungsaufgaben
z. B. R. Havighurst
Konzept der psychosozialen Persönlichkeitsentwicklung von E. Erikson

  • acht Entwicklungsstufen im Überblick
  • Krise und Bewältigung

Konzept der Identitätsbildung im Jugendalter nach J. Marcia

  • Identitätszustände (diffuse, übernommene und erarbeitete Identität, Moratorium)
  • Dimensionen: Exploration, Krise, Verpflichtung

Einflüsse auf die Identitätsbildung
z. B. Erziehungsstile, Sozialisation, Peer-Group
Kritische Auseinandersetzung mit den Konzepten von E. Erikson und J. Marcia

  • Erklärungswert

  • Aktualität
z. B. Shell-Studie, Sinus-Studie (Sinus-Lebenswelt-Modell u18)

BPE 14

Bildungs- und Erziehungsprozesse

40

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Begriffe Erziehung, Bildung und Betreuung im Bildungs- und Erziehungsprozess und reflektieren auf dem Hintergrund anthropologischer Erkenntnisse die Aufgaben und Rollen der am Erziehungsprozess Beteiligten. Sie erläutern den Zusammenhang von Zielen, Maßnahmen und Stilen im Erziehungsprozess und diskutieren Probleme bei der Setzung von Erziehungszielen im gesellschaftlich-historischen Kontext. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Erziehungsstilkonzepte und leiten Perspektiven zur Gestaltung förderlicher Erziehungsprozesse ab. Sie charakterisieren alternative Pädagogik und reformpädagogische Konzepte und vergleichen diese mit dem herkömmlichen Bildungssystem.

BPE 14.1

Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren den Menschen als erziehungsbedürftiges und erziehungsfähiges Wesen. Sie kennzeichnen Folgen unzulänglicher Erziehung.

Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit des Menschen
Mensch als weltoffenes, soziales , kulturelles und Gehirnwesen
vgl. BPE 3
Folgen unzulänglicher Erziehung

  • Verwilderung
z. B. Wolfsjunge, Kaspar Hauser, Kamala
  • Hospitalismus, Reizdeprivation
z. B. R. Spitz, H. Harlow, C. Nelson

BPE 14.2

Sie unterscheiden die Begriffe Erziehung, Bildung und Betreuung. Sie beschreiben Bildung als Prozess der Selbstbildung und Ko-Konstruktion, in dem sich das Kind selbsttätig mit sich und seiner Umwelt auseinandersetzt. Sie reflektieren die Rollen der am Erziehungsprozess Beteiligten.

Erziehung, Bildung und Betreuung
vgl. BPE 1
Ko-Konstruktion und Selbstbildung
z. B. W. Fthenakis, G. Schäfer
Zusammenhang zwischen Anlage, Umwelt, Selbststeuerung und Erziehbarkeit
Rolle des Erziehers
pädagogischer Optimismus vs. Pessimismus
vgl. BPE 13

BPE 14.3

Die Schülerinnen und Schüler definieren den Begriff Erziehungsziel. Sie reflektieren und analysieren die Entstehung und Setzung von Erziehungszielen vor dem Hintergrund des historischen und gesellschaftlichen Wandels.

Begriff Erziehungsziel

Begründung von Erziehungszielen

  • normativ
  • pragmatisch
  • anthropologisch

Probleme pädagogischer Zielsetzung

  • Normenkonflikt
  • Werte- und Normenpluralismus
  • unrealistische Zielsetzungen
  • Gefährdung der Zukunftsoffenheit

Erziehungsziele im historischen und gesellschaftlichen Wandel
z. B. Gehorsam, Selbstständigkeit, Toleranz, Digitale Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung
Pädagogische Mündigkeit als pädagogisches Leitziel
z. B. H. Roth, I. Kant
  • Sozialkompetenz
z. B. Emanzipation
  • Sachkompetenz
  • Personalkompetenz

BPE 14.4

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und vergleichen Merkmale und Auswirkungen von Erziehungsstilen ausgewählter Konzepte.

Typologisches Konzept nach K. Lewin
Experiment (Patterns of aggressive Behaviour in experimentally created „Social Climates“) von K. Lewin, R. Lippit und R. White
  • autoritärer Erziehungsstil
  • demokratischer Erziehungsstil
  • Laissez-faire Erziehungsstil

Kritik am typologischen Konzept

Dimensionsorientiertes Konzept nach R. Tausch und A. Tausch

  • Wertschätzung, Lenkung, Echtheit, einfühlendes Verstehen

  • autokratische und sozialintegrative Stilformen
vgl. BPE 10
Kritik am dimensionsorientierten Konzept

Erziehungsstile nach E. Maccoby und J. Martin
z. B. D. Baumrind, K. Hurrelmann
  • autoritär
  • autoritativ
  • permissiv
  • ablehnend-vernachlässigend

BPE 14.5

Die Schülerinnen und Schüler leiten aus der Betrachtung verschiedener Erziehungsmaßnahmen Perspektiven zur Gestaltung förderlicher Erziehungsprozesse ab.

Unterstützende und gegenwirkende Erziehungsmaßnahmen
vgl. BPE 8
Lob, Belohnung und Erfolg

  • Wirkung
  • Probleme

Drohung und Strafe, Wiedergutmachung und sachliche Folgen

  • Wirkung
  • Probleme

Kommunikationsverhalten des Erziehers am Beispiel von Ich-Botschaften
vgl. BPE 10
  • Aufbau und Wirkung einer Ich-Botschaft
z. B. M. Rosenberg, T. Gordon
  • Ich-Botschaften vs. Du-Botschaften
Übungsbeispiele
Elternbildungs- und Erziehungsprogramme
z. B. Freiheit in Grenzen, KESS erziehen, Triple P, Eltern stärken, Marte Meo, Fünf Säulen der Erziehung

BPE 14.6

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen und bewerten exemplarisch verschiedene Ansätze der Pädagogik.

Erziehung aus Sicht der Reformpädagogik am Beispiel des Montessori-Kinderhauses

  • Entstehungskontext
  • Menschenbild bzw. Bild vom Kind
  • Ziele und Schwerpunkte
  • Lernmaterialien und Methoden
  • Rolle der Erzieherin/des Erziehers

  • kritische Würdigung
Wirkung und Aktualität
Erziehung aus Sicht der antiautoritären Pädagogik nach A. S. Neill am Beispiel Summerhill

  • Entstehungskontext
  • Menschenbild bzw. Bild von der Schülerin/vom Schüler
  • Ziele und Schwerpunkte
  • Besonderheiten in der Schulorganisation
  • Rolle der Lehrerin/des Lehrers

  • kritische Würdigung
Wirkung und Aktualität
Schul- und Bildungssysteme im Vergleich zu Deutschland im Überblick
z. B. Bildung in Japan, Finnland, Frankreich, Korea, China
  • Aufbau und Ziele
  • Beurteilungssystem

  • Unterstützungssysteme
z. B. Nachhilfe, Inklusionskräfte, Schulsozialarbeit, Eltern

BPE 15*

Medienpädagogik

20

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Inhalte zu den medienpädagogischen Teilgebieten Medienkunde, ‑sozialisation, ‑erziehung und ‑forschung.

BPE 15.1

Die Schülerinnen und Schüler analysieren und beurteilen mediale Entwicklungen unter entwicklungspsychologischer, sozialpsychologischer sowie sozialer und wirtschaftlicher Perspektive. Dabei reflektieren sie die Bedeutung der Digitalisierung für den mediatisierten und vernetzten Alltag.

Medienbegriff
z. B. M. McLuhen, N. Luhmann, N. Postman, U. Saxer
  • sieben Basisthesen nach H. Winkler
  • analoge und digitale Medien

  • Mediensysteme
z. B. Print, Rundfunk, Online-Medien, öffentliche und private Medien
  • Social Media
Facebook, Instagram, Twitter etc.
Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen
aktuelle Forschungsberichte und Nutzungsstudien (z. B. Kim-Studie)
vgl. BPE 2
Mediatisierung des Alltags
z. B. F. Krotz
Digitalisierung

  • Wandel der Kommunikation
z. B. Social Media, Fake News
  • digitale Transformation
z. B. Big Data, Funktion von Algorithmen, Künstliche Intelligenz, digitale Gesellschaft und Wirtschaft

BPE 15.2

Die Schülerinnen und Schüler ordnen mögliche Folgen von Medienkonsum auf unterschiedliche Rezipientengruppen den Thesen zur Auswirkung von Gewalt und den Wirkungstheorien der Medienwirkungsforschung zu. Potenzielle Gefahren übermäßigen Medienkonsums und des Datenmissbrauchs werden beschrieben.

Medienwirkungsforschung und Wirkungstheorien

  • Wissensklufthypothese
  • Thematisierungsansatz
  • dynamisch-transaktionaler Ansatz nach W. Fürth

Auswirkung von Gewalt‑, Horror und pornografischen Darstellungen

  • Habitualisierungsthese

  • sozial-kognitive Theorie zur Erklärung der Wirkung medialer Modelle
vgl. BPE 9
Gefahren durch übermäßigen Medienkonsum
z. B. Potsdamer Längsschnittstudie zur medialen Gewaltwirkung (B. Krahé und I. Möller)

BPE 15.3

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Maßnahmen der Medienkompetenzvermittlung danach, inwiefern diese positive Möglichkeiten zur Medienerziehung und Bildung eröffnen.

Ziele der Medienerziehung
z. B. M. Spitzer, G. Hüther, S. Aufenanger
  • mündiger Rezipient
  • Informationskompetenz

  • Medienkompetenz
z. B. S. Aufenanger, D. Baacke, N. Neuss
Möglichkeiten der Medienerziehung
z. B. Kriterien guter Kindersendungen und Internetseiten für Kinder, Produktion und Gestaltung eigener audiovisueller Medien
Lernen mit digitalen Medien
z. B. e-learning, blended learning, inverted classroom, Erklärvideos

BPE 16*

Klinische Psychologie

20

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Grundlagen der Klinischen Psychologie und erörtern Problemlagen von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

BPE 16.1

Die Schülerinnen und Schüler stellen die Entstehungsbedingungen psychischer Störungen dar. Sie beschreiben gebräuchliche Klassifikationssysteme und bewerten deren Nutzen und Gefahren. Sie erarbeiten einen Überblick über die Hauptformen psychischer Störungen und vergleichen exemplarisch anhand einer Störung deren Erklärungsansätze und mögliche Therapieformen.

Klinische Psychologie

  • Begriff
Psychiatrie, Psychotherapie
  • Aufgaben
z. B. Diagnostik, Beratung, Psychotherapie, Prävention und Rehabilitation
Psychische Störungen

  • Begriff
z. B. Definition der WHO
  • Entstehung
endogene, exogene und autogene Faktoren
  • Beschaffenheit
Problem objektiver Beurteilung
  • Schwierigkeit der Diagnose
Normabhängigkeit
Wege zur Psychotherapie
Voraussetzungen, Rahmenbedingungen, Zugang
Klassifikation psychischer Störungen (ICD) im Überblick
vgl. DSM
Auswahl exemplarischer Störungsbilder (Symptomatik, mögliche Ursachen)
z. B. Schizophrenie, Affektive Störungen
Theorien zur Entstehung psychischer Störungen und deren Behandlung
vgl. BPE 7 – 11
Stellung psychisch Erkrankter in der Gesellschaft
vgl. Diskriminierungsverbot Grundgesetz Art. 3
  • Etikettierungs- /Stigmatisierungsgefahr
  • gesellschaftliche Teilhabe früher und heute

BPE 17*

Heilpädagogik und Inklusion

20

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Grundlagen der Heilpädagogik und erläutern Inklusion als gesellschaftliches Leitziel.

BPE 17.1

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren eigene Erfahrungen und ihre Sichtweise auf Menschen mit Beeinträchtigungen und charakterisieren die Geschichte des Umgangs mit Behinderung in Deutschland bis in die Gegenwart. Sie beschreiben Ziele, Aufgaben und Einrichtungen der Heilpädagogik.

Behinderung und Gesellschaft (geschichtlicher Überblick von der Segregation zur Inklusion)
z. B. Euthanasie, Ausbau der Sondereinrichtungen, erste Integrationsbemühungen (Elterninitiativen)
Begriff Behinderung

Grundlagen der Heilpädagogik

  • Begriff
  • Gegenstand und Ziele

  • Einrichtungen und Institutionen
z. B. heilpädagogische Kindertagesstätten und Schulen, Werkstätten für beeinträchtige Menschen, Wohngruppen, Tagesförderstätten

BPE 17.2

Die Schülerinnen und Schüler kennzeichnen Arten von Behinderungen und beschreiben Möglichkeiten der Förderung und Therapie.

Behinderung

  • Arten von Behinderung
z. B. Sprach‑, Sinnes- und Lernbehinderung, körperliche und geistige Behinderung
  • Symptome

  • Diagnostik
Anamnese, Beobachtung, Tests
  • Ursachen

Förderung, Therapie und heilpädagogische Hilfen
z. B. Frühförderung, Ergotherapie, Psychomotorik, unterstützte Kommunikation
Case Management
Empowerment, Hilfeplanung
Leben mit Behinderung

BPE 17.3

Die Schülerinnen und Schüler stellen Inklusion als gesetzlich festgesetztes Ziel dar und erarbeiten Wege zur Umsetzung in der Bildung, Erziehung und Gesellschaft.

Inklusion

  • Begriff
Abgrenzung zur Integration
  • Organisationsformen und Rahmenbedingungen
Eingliederungshilfen an Regeleinrichtungen, integrative und inklusive Einrichtungen
  • Gesetzeslage
UN-Behindertenrechtskonvention,
Behindertengleichstellungsgesetz (BGG),
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG),
SGB IX: Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung
z. B. Vielfalt als Normalität, Anti-Bias-Ansatz

BPE 17.4

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Beeinträchtigung und deren Familien.

Leben mit Behinderung

  • Lebenslagen von Familien mit beeinträchtigten Kindern
Krisenverarbeitung, Selbsthilfegruppen, Geschwisterkinder, familienentlastende Dienste
  • Autobiografien von beeinträchtigten Menschen
z. B. Stephen Hawking, Samuel Koch, Nick Vujicic, Andrea Bocelli, Helen Keller

BPE 18*

Umweltpsychologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

20

Die Schülerinnen und Schüler erörtern Grundfragen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Sie analysieren mittels psychologischer Modelle die Chancen für umweltbewusstes Handeln und dessen Förderung durch pädagogische Maßnahmen. Sie leiten Konsequenzen für die eigene, nachhaltigkeitsbewusste Lebensgestaltung ab.

BPE 18.1

Die Schülerinnen und Schüler erläutern die Zieldimensionen, Leitprinzipien und Leitstrategien nachhaltigen Handelns. Sie begründen die Bedeutung von Normen für umweltbewusstes Handeln und erklären den Zusammenhang zwischen Lebensstilen und nachhaltigkeitsbewusstem Verhalten.

Grundlagen und Grundbegriffe zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
Problemfelder der Erde
  • Nachhaltigkeitsdreieck
Integration von Ökonomie, Ökologie, Soziales
  • Leitprinzipien
z. B. Gerechtigkeit, Verantwortung, Zukunftsfähigkeit, Partizipation
  • Leitstrategien (Effizienz, Konsistenz, Suffizienz)

Persönliche ökologische Norm und soziale Normen
vgl. BPE 12
Die Allmende-Klemme (sozio-ökologisches Dilemma)
globale und lokale Allmenden, empirische Studien zur Allmende-Klemme
Umweltschutzbezogene Lebensstile und gesellschaftliche Leitbilder
z. B. Sinus-Studien, Studien zu Natur- und Umweltbewusstsein des BMUB

BPE 18.2

Mithilfe von psychologischen Modellen erklären die Schülerinnen und Schüler das Bedingungsgefüge für umweltschützendes bzw. nachhaltigkeitsbewusstes Handeln. Sie werten exemplarisch umweltpädagogische Maßnahmen in ihrem Umfeld aus und leiten Bedingungen zur Förderung nachhaltigen Handelns ab.

Psychologische Modelle umweltschützenden Handelns
Theorie des geplanten Verhaltens (M. Fishbein und I. Ajzen), Norm-Aktivierungsmodell (S. Schwartz), Modell verantwortlichen Umwelthandelns (E. Kals, R. Becker und H. Ittner)
Umwelterziehung und Umweltbildung

  • Gelingensbedingungen

  • Bedeutung von Naturerfahrungen und Emotionen für nachhaltiges Handeln
z. B. praktische Erfahrungen, Exkursion
  • Veränderung umweltschädigender Gewohnheiten
z. B. unfreezing, changing, freezing nach K. Lewin
  • exemplarische Vertiefung mit einem Anwendungsthema

Reflexion des eigenen Nachhaltigkeithandelns
z. B. Müllvermeidung und Recyclingverhalten, verändertes Mobilitätsverhalten, Konsum nachhaltig produzierter Güter, Konfliktstoffe
UNESCO-Weltaktionsprogramm und Nationaler Aktionsplan
vgl. Ziele der Nachhaltigkeit (UN)

BPE 19*

Konfliktforschung und Friedenspädagogik

20

Die Schülerinnen und Schüler erkennen den Verlauf und die Dynamik von Konflikten und stellen ihr eigenes, menschliches Konfliktverhalten dazu in Bezug sowie zu zwischen- und innerstaatlichen Konfliktfeldern. Darauf aufbauend erläutern sie friedenslogische Grundprinzipien und einen exemplarischen Ansatz zur Gewaltprävention.

BPE 19.1

Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Entstehung, den Verlauf und die Lösung von verschiedenen Konflikten in Gruppen. Sie reflektieren ihr eigenes zwischenmenschliches Konfliktverhalten.

Konfliktbegriff

Konfliktformen

  • Verteilungskonflikte, Zielkonflikte, Machtkonflikte, Informationskonflikte
vgl. BPE 4
  • Mobbing

Ursachen von Konflikten
Ursachenbündel
  • Benachteiligung bzw. Diskriminierung
  • ungerechte Ressourcenverteilung
  • Informationsvorsprünge
  • Koordinierungsprobleme im Arbeitsvollzug
  • Wertedivergenzen

Konfliktverlaufsmuster
z. B. Verlaufsmuster nach F. Glasl
Konfliktlösungen

  • konsensuale und nichtkonsensuale Konfliktlösungen
  • Mediation

Reflexion des eigenen Konfliktverhaltens

BPE 19.2

Die Schülerinnen und Schüler erläutern friedenslogische Grundprinzipien in Bezug auf zwischen- oder innerstaatliche kriegerische Konfliktfelder. Sie analysieren einen exemplarischen Ansatz zur Gewaltprävention an der Schule in Hinblick auf die Förderung der Friedensliebe.

Friedens- und Konfliktforschung im sozialwissenschaftlichen Fokus

  • Konzept des negativen und positiven Friedens nach J. Galtung
  • Ziele der Friedens- und Konfliktforschung
  • 5 Prinzipien der Friedenslogik nach H.-M. Birckenbach (Gewaltprävention, Konflikttransformation, Dialogverträglichkeit, Globalverträgliche Interessenentwicklung, Reflexives Lernen)

Friedenspädagogik und Friedensbildung

  • Erziehungsziel „Erziehung zur Friedensliebe“
vgl. Art. 12 der Landesverfassung Baden-Württemberg, Bezug zur Schulkultur
  • Analyse von (medialen) Feindbildern

  • Kontakthypothese und Friedensstiftung
vgl. BPE 12
  • exemplarischer Ansatz zur Gewaltprävention an der Schule
z. B. Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg

Operatorenliste

In den Zielformulierungen der Bildungsplaneinheiten werden Operatoren (= handlungsleitende Verben) verwendet. Diese Zielformulierungen (Standards) legen fest, welche Anforderungen die Schülerinnen und Schüler in der Regel erfüllen. Zusammen mit der Zuordnung zu einem der drei Anforderungsbereiche (AFB) dienen Operatoren einer Präzisierung. Dies sichert das Erreichen des vorgesehenen Niveaus und die angemessene Interpretation der Standards.

Anforderungsbereiche
Im Anforderungsbereich I werden die für die Lösung einer gestellten Aufgabe notwendigen Grundlagen an Wissen der konkreten Einzelheiten, der für die Lösung notwendigen Arbeitstechniken und Methoden, aber auch der übergeordneten Theorien und Strukturen erfasst.
Im Anforderungsbereich II steht die Organisation des Arbeitsprozesses, das selbständige Erklären, Ordnen und Verarbeiten von Sachverhalten sowie das selbstständige Übertragen des Gelernten auf neue Zusammenhänge im Zentrum.
Im Anforderungsbereich III steht die Fähigkeit zur selbstständigen Gestaltung und Urteilsbildung im Mittelpunkt. Dieses schließt die Deutung und Bewertung von Fragestellungen und Aufgaben ein. Voraussetzung dafür ist zwingend die methodisch wie inhaltlich eigenständige Entfaltung und Gestaltung einer Aufgabe.
Operator Erläuterung Zuordnung
AFB
ableiten
auf der Grundlage wesentlicher Merkmale sachgerechte Schlüsse ziehen
II
analysieren, untersuchen
wichtige Bestandteile oder Eigenschaften auf eine bestimmte Fragestellung hin herausarbeiten
III
anwenden, übertragen
einen bekannten Sachverhalt oder eine bekannte Methode auf etwas Neues beziehen
II
aufzeigen
Textinhalte und/oder Textformen sachbezogen, teils deskriptiv, teils analytisch darlegen, verdeutlichend herausstellen
I
auswerten
Daten, Einzelergebnisse oder andere Elemente in einen Zusammenhang stellen und gegebenenfalls zu einer Gesamtaussage zusammenführen
II
begründen
Sachverhalte auf Regeln und Gesetzmäßigkeiten bzw. kausale Beziehungen von Ursachen und Wirkung zurückführen
III
beschreiben
Sachverhalte oder Zusammenhänge strukturiert und fachsprachlich richtig mit eigenen Worten wiedergeben
I
beurteilen
zu einem Sachverhalt ein selbstständiges Urteil unter Verwendung von Fachwissen und Fachmethoden formulieren und begründen
III
bewerten
eine eigene Position nach ausgewiesenen Kriterien vertreten
III
charakterisieren
Sachverhalte und Vorgänge mit ihren typischen Merkmalen beschreiben und in ihren Grundzügen bestimmen
II
darstellen
Sachverhalte, Zusammenhänge, Methoden etc. strukturiert und gegebenenfalls fachsprachlich wiedergeben
I
definieren
wesentliche Merkmale eines Fachbegriffs oder eines Sachverhalts prägnant und allgemeingültig formulieren
I
diskutieren, erörtern
Argumente und Beispiele zu einer Aussage oder These einander gegenüberstellen und abwägen
III
einordnen, zuordnen
Sachverhalte, Vorgänge begründet in einen vorgegebenen Zusammenhang stellen
II
entscheiden, unterscheiden
bei verschiedenen Möglichkeiten sich begründet und eindeutig festlegen
II
entwerfen, erarbeiten, erstellen
neues Konzept in Ansätzen entwickeln
III
entwickeln
Sachverhalte und Methoden zielgerichtet miteinander verknüpfen, z. B. eine Hypothese, eine Skizze, ein Experiment, eine Befragung oder ein Modell schrittweise weiterführen und ausbauen
III
erklären
einen Sachverhalt mithilfe eigener Kenntnisse in einen Zusammenhang einordnen sowie ihn nachvollziehbar und verständlich darstellen
II
erkunden
erworbene Kenntnisse auf konkrete, berufliche Handlungssituationen exemplarisch übertragen
I, II
erläutern
einen Sachverhalt veranschaulichend und durch zusätzliche Informationen verständlich darstellen
II
ermitteln
einen Zusammenhang oder eine Lösung finden und das Ergebnis formulieren
II
herausarbeiten
Informationen und Sachverhalte unter bestimmten Gesichtspunkten aus vorgegebenem Material entnehmen und wiedergeben
I
herausstellen
verdeutlichen, deutlich machen
I
kennzeichnen
Sachverhalte und Vorgänge mit ihren typischen Merkmalen beschreiben und in ihren Grundzügen bestimmen
II
ordnen, strukturieren
vorliegende Objekte oder Sachverhalte kategorisieren und hierarchisieren
II
prüfen, überprüfen
Sachverhalte oder Aussagen an Fakten oder innerer Logik messen und eventuelle Widersprüche aufdecken
III
reflektieren
Aussagen/Thesen im Zusammenhang prüfen und anhand eigenständig gewählter Kriterien eine Aussage über Richtigkeit, Wahrscheinlichkeit, Angemessenheit in einer längeren Argumentationsreihe entwickeln
III
Stellung nehmen
zu Problemstellungen bzw. Aussagen eine fundierte, differenzierte und außerdem wertende Einsicht formulieren
III
vergleichen
Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede ermitteln
II
zusammenfassen
sachbezogene, strukturierte, komprimierte, auf Wesentliches ausgerichtete Wiedergabe von Texten oder Textaspekten
I
vgl. Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Erziehungswissenschaften an berufsbezogenen Gymnasien (Pädagogik, Psychologie) der KMK i. d. F. vom 16.11.2006

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